Aktuelles

Neuerscheinung bei CrossAsia-eBooks: Ungers „Grammatik des Klassischen Chinesisch“

Verfasst von Dr. Kerstin Storm, Uni Münster.

Vor dreißig Jahren kündigte Ulrich Unger (1930–2006) erstmals die Veröffentlichung einer Grammatik des Klassischen Chinesisch, also der Sprache des 5. bis 3. Jahrhunderts v.Chr. in China, an. Sie sollte mit der unter Sinologen gut bekannten Einführung in das Klassische Chinesisch (Wiesbaden: Harrassowitz, 1985) und dem Glossar des Klassischen Chinesisch (Wiesbaden: Harrassowitz, 1989) eine unzertrennliche Dreiheit bilden. Unger konnte sein Vorhaben vor seinem Tod nicht mehr realisieren, sodass das Entstandene bislang nur teilweise und nur unter Freunden und Schülern des Autors verbreitet war.

Heute erscheint nun die Grammatik des Klassischen Chinesisch von Ulrich Unger erstmals als Ganzes. Ursprünglich auf neun Bände angelegt, ist sie mit ihren knapp 1500 Seiten die umfangreichste westlichsprachige Beschreibung der Klassischen Sprache Chinas. Entstanden in den Jahren zwischen 1980 und 2000 und nun herausgegeben und mit einem ausführlichen Vorwort versehen von Reinhard Emmerich, wurde die Grammatik in den vergangenen drei Jahren zur besseren Durchsuchbarkeit digital überarbeitet und zusammengefügt. Sie soll Sinologen, Linguisten und Interessierten, Lehrerenden und Studierenden, als praktikables Nachschlagewerk dienen. Von unschätzbarem Wert in der Grammatik sind Ungers aus den Quellen zitierte abertausend Beispielsätze, anhand derer er grammatikalische Phänomene erklärt und belegt.

Ulrich Unger und Reinhard Emmerich: Grammatik des Klassischen Chinesisch. Heidelberg, Berlin: CrossAsia-eBooks, 2019.
ISBN (PDF): 978-3-946742-60-9
DOI: https://doi.org/10.11588/xabooks.506

CrossAsia-eBooks ist die Open-Access-Publikationsplattform des FID Asien für wissenschaftliche E-Books aus dem Bereich der Asienwissenschaften. Wenn Sie ebenfalls Interesse daran haben, Ihre Forschungsarbeit bei uns zu veröffentlichen, dann nehmen sie mit uns Kontakt auf!

Kamakura ibun

Lizenz für die Kamakura ibun

Wir freuen uns mitteilen zu können, dass die Onlineausgabe der Kamakura ibun 鎌倉遺文 dauerhaft lizenziert werden konnte und bedanken uns herzlich bei allen, die uns hinsichtlich dieser Ressource ein Feedback gegeben haben.

Die Materialsammlung mit historischen Dokumenten der Kamakura-Zeit (1185-1333) erschien ursprünglich in 42 Bänden plus vier Supplementbänden beim Verlag Tōkyōdō. Das Werk ist Teil der Datenbank JapanKnowledge. Um die Kamakura ibun zu recherchieren, rufen Sie bitte wie üblich JapanKnowledge über die Datenbankseite von CrossAsia auf. In JapanKnowledge finden Sie die Kamakura ibun in dem Bereich „JKBooks“ ganz unten. Die Kamakura ibun können sowohl über die einfache Suche (基本検索) als auch über die ausführliche Suche (詳細検(個別)索) im Volltext durchsucht werden. Die Onlineausgabe bietet neben dem elektronischen Volltext auch die entsprechende Seite aus dem Druckexemplar, was ein Lesen der Dokumente in übersichtlicher Form erlaubt. Darüber hinaus sind die Datensätze mit der Datenbank des Historiographischen Instituts der Universität Tokyo verknüpft, die ebenfalls die Kamakura ibun anbietet. Gegebenenfalls sind über diesen Link auch Scans der Originaldokumente einsehbar.

Nähere Informationen finden Sie auf der Seite des Datenbankanbieters:
Auf Englisch
Auf Japanisch
Einen Flyer mit einer Kurzerläuterung finden Sie hier.

Ergebnisse der Umfrage zu Forschungsdaten in den asienbezogenen Wissenschaften

Im Frühjahr haben wir Sie als FID Asien gemeinsam mit den Fachgesellschaften (DGA, DMG, DVCS, GJF, VfK, VSJF) zu Forschungsdaten in den asienbezogenen Wissenschaften befragt. Ziel der Umfrage war, zu ermitteln, wie Sie im Forschungsprozess mit ihren asienbezogenen Daten umgehen, welche Erfahrungen und Meinungen Sie zur Recherche und Nachnutzung sowie Erstellung und Bereitstellung von Forschungsdaten haben und welche Unterstützungsangebote Sie bereits erhalten, bzw. welche Sie sich seitens des FID Asien wünschen.

Wir möchten Ihnen an dieser Stelle ganz herzlich für Ihre rege Beteiligung und die vielfältigen, äußerst hilfreichen Hinweise danken, die Sie uns gegeben haben. Die Beteiligung an der Umfrage und die Ergebnisse zeigen sehr deutlich, dass Forschungsdaten und der Umgang mit diesen auch in den asienbezogenen Wissenschaften bereits wichtige Themen sind, aber es auch noch einigen Erklärungs- und Diskussionsbedarf gibt. Mit diesem Beitrag möchten wir über eine Auswertung der Ergebnisse hinaus versuchen, die Diskussion weiter anzuregen und zugleich in einigen Bereichen vielleicht etwas mehr Klarheit schaffen.

Im Folgenden finden Sie eine Auswertung der Umfrage mit den wichtigsten Ergebnissen und Grafiken sowie mit Erläuterungen; eine vollständige Aufführung aller Tabellen und Grafiken finden Sie zum Download anbei.

 

 

Weiterlesen

人民日报 – People’s Daily – neu retrospektiv und tagesaktuell

Ab sofort können wir Ihnen Zugang zu einer neuen Datenbank für die 人民日报 (People’s Daily) anbieten. Die Datenbank umfasst alle Jahrgänge seit der Gründung der Zeitung im Jahr 1946 und wird täglich aktualisiert. Sie kann im Volltext in einfacher oder erweiterter Suche durchsucht, gefundene Artikel können heruntergeladen bzw. ausgedruckt werden.

Sie finden die Datenbank über den Menüpunkt Ressourcen > Datenbanken und mit der Auswahl der Klassifikation „Newspapers & Magazines“ sowie der Sprache „Chinese“.

 

Neuerscheinung bei CrossAsia-eBooks – Early Modern India: Literatures and Images, Texts and Languages

Interessieren Sie sich für indische Sprachen, Persisch, Sanskrit? Für die Beziehungen zwischen verschiedenen Yoga-Traditionen?
Dann lesen Sie CrossAsia-eBooks‘ neueste Open Access Veröffentlichung Early Modern India: Literatures and Images, Texts and Languages, herausgegeben von Maya Burger und Nadia Cattoni (Université de Lausanne).

Dieses Buch präsentiert aktuelle wissenschaftliche Forschungen zu einer der wichtigsten literarischen und historischen Epochen der Frühen Neuzeit aus einer Vielzahl von Perspektiven. Es enthält eine Auswahl von Beiträgen, die auf der 12. International Conference on Early Modern Literatures of North India vorgestellt wurden. Das Organisationsprinzip des Bandes liegt in der Erforschung der Verbindungen zwischen einer Vielzahl von Sprachen (indische Volkssprachen, Persisch, Sanskrit), Medien (Texte, Bilder) und Traditionen (Hindu, Jaina, Sikh, Muslim). Die Rolle der persischen Sprache und die Bedeutung der Übersetzungen vom Sanskrit in Persische werden vor dem Hintergrund des “translational turn” diskutiert.

 

Der Band kann als Gesamt-PDF oder in einzelnen Kapiteln auf der CrossAsia-eBooks Webseite gelesen und heruntergeladen werden. Die Hardcover-Ausgabe ist im lokalen Buchhandel oder über den Online-Buchhandel erhältlich.

CrossAsia-eBooks ist die Open-Access-Publikationsplattform von CrossAsia für wissenschaftliche E-Books aus dem Bereich der Asienwissenschaften. Wenn Sie ebenfalls Interesse daran haben, Ihre Forschungsarbeit bei uns zu veröffentlichen, dann nehmen Sie mit uns Kontakt auf!

“Texte aufräumen” – die ersten CrossAsia N-Gramm-Pakete stehen zum Download bereit

Die meisten kennen sicherlich Ursus Wehrlis Buch „Kunst aufräumen“. Dort wird z.B. Keith Harings „Untitled“ (1986) in seine einzelnen Farbsegmente zerlegt und diese werden fein säuberlich nach Farben und Größe geordnet übereinander gestapelt (siehe z.B. hier). Ganz ähnlich geht das Erstellen von N-Grammen vor. Der eigentliche Text wird in seine Einzelteile zerlegt, identische Einzelteile werden zusammengetragen und dann wird gezählt: was gibt es wie oft. Damit wird sogar noch etwas ökonomischer als bei Herrn Wehrli „aufgeräumt“. Die eigentliche Struktur, das Gesamtbild, wird aufgelöst und der Text strikt statistisch und auf der Basis seiner Einzelteile betrachtet. Was im Fall von N-Grammen als „Einzelteil“ gilt, kann dabei variieren. In Texten in lateinischer Schrift können das die Buchstaben sein oder die durch Leerstellen identifizierbaren Wörter oder auch zwei oder drei (etc.) aufeinanderfolgende Buchstaben oder Wörter.

„Aufräumen“ Ostasiatisch

Für ostasiatische Texte sind die am sichersten korrekt zu identifizierenden Einzelteile die verschiedenen Schriftzeichen (chinesische Schriftzeichen oder auch japanische bzw. koreanische Silbenzeichen). An einem Beispiel lässt sich gut zeigen, wie konzeptionell einfach N-Gramme zunächst gedacht sind. Aus den ersten zwei Phrasen des Daode jing

道可道,非常道。名可名,非常名。無名天地之始, 有名萬物之母。

… wird (hier ohne die Satzzeichen, da die im Original i.d.R. ja auch nicht zur Verfügung stehen) im Fall von 1-Grammen (Monogramm bzw. Engl. unigram) folgendes:

名, 5
道, 3
可, 2
非, 2

常, 2
之, 2
無, 1
天, 1

地, 1
始, 1
有, 1
萬, 1

物, 1
母, 1

… im Fall von 2-Grammen (Bigramm bzw. Engl. bigram), bei denen die Einzelteile nicht aneinander angrenzen, sondern sich schuppenartig überlagern (also 道可, 可道, 道非 etc.), nach Anzahl gestaffelt dieses:

非常, 2
道可, 1
可道, 1
道非, 1
常道, 1
道名, 1

名可, 1
可名, 1
名非, 1
常名, 1
名無, 1
無名, 1

名天, 1
天地, 1
地之, 1
之始, 1
始有, 1
有名, 1

名萬, 1
萬物, 1
物之, 1
之母, 1

Die 3-Gramm (Trigramm bzw. Engl. trigram) Liste würde noch länger und keiner der 3-Gramme würde – auf diesen kleinen Abschnitt bezogen – mehr als einmal vorkommen. Zwei Dinge werden klar: N-Gramme machen für kurze Texte keinen Sinn und die Listen werden schnell sehr groß. Für den gesamten Korpus des Xuxiu Siku quanshu mit 5.446 Titeln sind das 27.387 Monogramme, bzw. 13.216.542 Bigramme; allein für das Beispiel Buwu quanshu 卜筮全書 aus dem Headerbild werden bereits 3.382 Monogramme, 64.438 Bigramme und 125.010 Trigramme gebildet.

Weiterlesen

Südostasien: 700 E-Books des ISEAS – Yusof Ishak Instituts. Testzugang bis 7. Juni

CrossAsia bietet den registrierten Nutzerinnen und Nutzern über den Anbieter IG Publishing einen Testzugang zu der E-Book-Sammlung des in Singapur ansässigen ISEAS – Yusof Ishak Instituts, eines der führenden Südostasien-Forschungszentren und Herausgeber von wissenschaftlichen Büchern und Zeitschriften mit dem Schwerpunkt auf Politik, Wirtschaft, soziale Fragen und gesellschaftliche Entwicklungstrends in Südostasien und dem asiatisch-pazifischen Raum. Zu den Publikationen gehört u.a. auch die Reihe „Trends in Southeast Asia“.

Die Sammlung umfasst zurzeit 742 Publikationen aus den Jahren 1980-2019. Bei der einfachen Suche können Filter gesetzt werden (Fachgebiet, Erscheinungsjahr, Sprache). Bei der erweiterten Suche können weitere Suchkriterien einbezogen werden. Zu den Treffern erscheinen Images und kurze Resümees. Die Titel sind im Volltext durchsuchbar.

Bitte testen Sie die Datenbank und senden Sie uns gerne Ihr Feedback: x-asia@sbb.spk-berlin.de

 

Testzugang zur Datenbank 中華數字書苑 · 圖片庫

Ab sofort können wir Ihnen einen Testzugang zur Datenbank 中華數字書苑 · 圖片庫 („Apabi Picture Database“) anbieten. Die Datenbank versammelt umfangreiches Bildmaterial aus chinesischen und westlichen Publikationen aus allen Bereichen der bildenden Kunst. In der Datenbank kann in Sparten wie z.B. Porträtmalerei, Kalligraphie etc., bzw. nach Region und Entstehungszeit gebrowst werden. Die Datenbank ist zudem mittels einfacher und erweiterter Suche durchsuchbar. Für die gefundenen Kunstwerke bzw. Bilddokumente werden eine Kurzbeschreibung sowie Querverweise und weiterführende Literatur angeboten, leider werden nicht in jedem Fall Quellenangaben gemacht.

Wir möchten Sie um reges Ausprobieren der Datenbank und Ihr Feedback bitten. Schreiben Sie uns (an diese Adresse: x-asia(at)sbb.spk-berlin.de)  oder auch im Forum, sollten Sie Interesse an einer dauerhaften Lizensierung der Datenbank haben.

Der Testzugang endet am 11.06.2019

Umfrage Forschungsdaten – Newsletter 18

Umfrage zu Forschungsdaten in den asienbezogenen Wissenschaften

Liebe Asienwissenschaftlerin, lieber Asienwissenschaftler,
liebe Nutzerin, lieber Nutzer von CrossAsia,

der aktuelle Newsletter steht ganz im Zeichen von Forschungsdaten. Diese erlangen aufgrund des digitalen Wandels in der Wissenschaft und des Einsatzes computergestützter Methoden zunehmend an Bedeutung. Dies betrifft nicht nur die Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften im Allgemeinen, sondern auch die Asienwissenschaften, wo bisher im Gegensatz zu anderen Disziplinen vergleichsweise wenig passiert ist. Drei wichtige Aspekte bezüglich Forschungsdaten haben sich in der Diskussion um digitale Forschungsdaten herauskristallisiert:

  • Der Anspruch der guten wissenschaftlichen Praxis und der damit geforderten Nachvollziehbarkeit der Forschungsbasis im Kontext digitaler Forschungsdaten.
  • Forschungsdaten als zitierfähige Datenpublikationen, die nicht nur der Forschungsfrage, in deren Kontext sie entstanden sind, als Basis dienen können, sondern darüber hinaus für verschiedenste Nachnutzungen bereit stehen.
  • Die Präsentation der Forschungsdaten in der Form, dass sie mittels digitaler Werkzeuge genutzt werden können und bspw. über Visualisierungen und statistische Methoden weitere, u.U. nicht vorausgesehene Erkenntnisse durch eine Nutzungsverbesserung der Daten generieren können.

Die Diskussion um digitale Forschungsdaten betrifft darüber hinaus aber auch zahlreiche rechtliche, ethische und organisatorische Aspekte, wie bspw. die Einwilligung zur Nachnutzung der Daten durch andere Forscherinnen und Forscher, das Einholen des Einverständnisses zur Nachnutzung der Daten durch bspw. Studienteilnehmer*innen und den Schutz von Persönlichkeitsrechten sowie anderer sensitiver Daten.

Das Thema Forschungsdaten inklusive des Umgangs mit diesen ist längst auch auf der Agenda von Wissenschaftsgremien und Forschungsförderern angekommen. So ruft die DFG bspw. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dazu auf, bei der Antragsstellung bereits ein Konzept für den Umgang mit Forschungsdaten in dem Projekt zu entwickeln.

Der FID Asien, der von der DFG maßgeblich finanziell unterstützt wird, möchte die Fachcommunity der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die zu Asien forschen, beim Forschungsdatenmanagement unterstützen und innerhalb der Fachcommunity eine Diskussion zum Thema anstoßen. Dies geschieht auch vor dem Hintergrund der sich aktuell etablierenden Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI). Die Asienwissenschaften sind aufgefordert, auf Bedarfe und Besonderheiten bezüglich Forschungsdaten aufmerksam zu machen, damit diese in die allgemeine Diskussion eingebracht und bei der Erarbeitung der infrastrukturellen und technischen Rahmenbedingungen berücksichtigt werden können.

Um diesen Dialog anzustoßen möchte der FID Asien gemeinsam mit den Fachgesellschaften (DGA, DMG, DVCS, GJF, VfK, VSJF) von Ihrer Expertise lernen und von Ihnen erfahren, wie Sie im Forschungsprozess mit ihren Daten umgehen, welche Erfahrungen und Meinungen Sie zur Recherche und Nachnutzung sowie Erstellung und Bereitstellung von Forschungsdaten haben.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie sich einen Augenblick Zeit für diese Umfrage nehmen. Die Beantwortung dauert ca. 20 Minuten. Die Ergebnisse der Umfrage werden wir bei ausreichender Beteiligung im CrossAsia Blog veröffentlichen.

Die Umfrage ist offen bis: 8. April 2019

Weitere interessante und neue Entwicklungen aus CrossAsia

Neu lizenzierte Datenbanken und Testzugänge

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Ihr Team vom FID Asien

Foreign Broadcast Information Service (FBIS) Daily Reports, 1941-1996

Testzugang zu FBIS vom 1.3.2019 bis 31.05.2019

Eine Gruppe von Fachinformationsdiensten (FID) und die Staatsbibliothek zu Berlin mit ihrem FID Asien bemühen sich seit geraumer Zeit, die Datenbank „Foreign Broadcast Information Service (FBIS) Daily Reports, 1941-1996“ zu lizenzieren. Die Inhalte sind thematisch nicht nur für verschiedene FID relevant, sondern bieten auch für die interdisziplinäre und transregionale Forschung eine hervorragende Quellengrundlage. Aus diesem Grund strebt die Staatsbibliothek zu Berlin in Abstimmung mit mehreren FID eine Lizenz an, die sowohl die Zugänge und Nutzungsmöglichkeiten im Rahmen aller FID ermöglicht und darüber hinaus als Nationallizenz allen berechtigten Einrichtungen zur Verfügung stehen soll. Die Verhandlungen mit dem Anbieter sind vorläufig abgeschlossen, momentaner Stand ist: das Lizenzmodell einer FID- und Nationallizenz (u.a. inkl. Archivierungs- und Hostingrechten sowie Rechten für Text- und Datamining) wurde anbieterseitig akzeptiert und gleichzeitig konnten die Kosten verhandelt werden.

Uns ist wichtig, von Ihnen zu erfahren, ob unsere Annahme korrekt ist, dass FBIS nicht nur wenigen FID exklusiv zur Verfügung stehen soll, sondern es sinnvoller ist, eine inklusive Lösung für die inter- und transregionale Forschung in Deutschland anzustreben. Dazu dient dieser Testzugang, der über verschiedene Zugangswege sicherstellen soll, dass FBIS gründlich getestet und geprüft werden kann. Nutzen Sie bitte das CrossAsia-Forum oder schicken Sie uns bitte eine Nachricht mit Ihrer Rückmeldung.

Im Anschluss plant die Staatsbibliothek zu Berlin –bei positiver Rückmeldung aus der Wissenschaft – die DFG um finanzielle Unterstützung bei der Lizenzierung von FBIS zu bitten.

Zu den Inhalten:

Foreign Broadcast Information Service (FBIS) Daily Reports, 1941-1996

Die Tagesberichte des Foreign Broadcast Information Service (FBIS) waren für die US-Regierung für mehr als ein halbes Jahrhundert die Quelle für global frei zugängliche Informationen schlechthin. Aufgabe des im Jahr 1941 innerhalb des Office of the Coordinator of Information gegründeten und seit 1947 der CIA unterstellten FBIS war es, im Dienste der politischen Entscheidungsträger und Analysten abgefangene Rundfunksendungen ausländischer Regierungen, offizielle Nachrichtendienste sowie geheime Rundfunksendungen aus besetzten Gebieten weltweit zu überwachen, aufzunehmen, zu transkribieren und schließlich aus über 50 Sprachen zu übersetzen.

Die Datenbank des Anbieters Readex versammelt somit eine Fülle von Informationen aus über 100 Ländern der Welt außerhalb der USA zu den Schlüsselthemen des 20. Jh. wie Kalter Krieg, Nahost-Konflikt, Rassenbeziehungen, Apartheid, Atomwaffen etc.

Die Datenbank gliedert sich in die drei Teile:

FBIS Daily Reports 1941-1974

FBIS Daily Reports 1974-1996

  • Part 1: Middle East, Africa, Near East and South Asia (MEA, NES)
  • Part 2: Sub-Saharan Africa & South Asia (SSA, SAF, AFR, SAS)
  • Part 3: China (CHI)
  • Part 4: Asia, Pacific and East Asia (APA, EAS)
  • Part 5: Latin America (LAT, LAM)
  • Part 6: Eastern Europe (EEU)
  • Part 7: Soviet Union and Central Eurasia (SOV)
  • Part 8: Western Europe (WEU).

sowie

FBIS Daily Reports Annexes

Die Berichte werden als Images angeboten, können im Volltext durchsucht und im PDF-Format heruntergeladen werden. Hilfreich ist es, große Treffermengen durch die Suche nach Kontinenten bzw. Ländern oder Regionen, das Genre wie Text, Exzerpt, Zusammenfassung etc. oder Titel des Berichtes oder auch zeitlich einzugrenzen. Zudem kann nach bestimmten historischen Ereignissen wie z.B. Berlin Blockade gesucht werden.