CrossAsia – Fachinformationsdienst Asien

Testzugang für die E-Book Plattform KinoDen – Kinokuniya Digital Library

Wir freuen uns für den Zeitraum November 2021 bis einschließlich Januar 2022 einen Testzugang zu der japanischen E-Book-Plattform KinoDen – Kinokuniya Digital Library anbieten zu können.

KinoDen funktioniert als eine Aggregator-Plattform für die E-Books von über 130 japanischen Verlagen, mit einem Bestand von momentan etwas mehr als 40.000 Titeln im Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften.

Die Qualität der Bücher reicht vom retrospektiv gescannten Buch (PDF mit OCR für die Suche) bis zu echten Volltexten (EPUB). KinoDen funktioniert auf mobilen Endgeräten, für die Benutzung werden Chrome, Edge, Firefox oder Safari empfohlen.

Das Angebot ist ein Testzugang im doppelten Sinne. Zum einen der Zugriff auf die Plattform selbst, zum anderen ist für alle E-Books nur ein „Probelesen“ der ersten 20-30 Seiten, manchmal auch nur festgelegter Seiten möglich, da wir z.Z. noch keinen Titel lizenziert haben.

Eine Volltextsuche über alle Titel hinweg ist jedoch möglich. Treffer werden in Form von Text-Snippets angezeigt. Das Inhaltsverzeichnis kann auch eingesehen werden.

Wir würden uns freuen, wenn Sie das Angebot trotz der Beschränkungen ausführlich testen könnten.

Da sich der Anbieter als Aggregator schwertut, die von der DFG im Rahmen der Förderung für die Fachinformationsdienste (FID) geforderten Lizenzbedingungen zu erfüllen (insbesondere Archiv- und Textmining-Rechte, die zumeist bei den einzelnen Verlagen liegen), würden uns zahlreiche Rückmeldungen von Ihrer Seite zu den u. g. Punkten sehr bei der Einschätzung helfen, wie der Bedarf von Ihrer Seite für solche Angebote ist und ob wir hier tätig werden sollen.

Neben dem Vorteil der Volltextsuche über den gesamten Bestand, interessiert uns vor allem, ob Sie

  1. das Angebot inhaltlich für sinnvoll erachten, d.h. sich Titel aus Ihrem Fachgebiet, die Sie auch als E-Book nutzen würden überhaupt darin befinden?
  2. ggf. ein Einzelzugriffsrecht auf Titel ausreicht, d.h. wenn ein Band in Benutzung ist, niemand anderes auf ihn zugreifen kann?
  3. wie Sie die beschränkte Ausdruckfunktion (begrenzte Seitenzahl (z.Z. 60 S.) pro Druck, mehrere Druckvorgänge für einen Titel nötig) für Ihre Arbeit bewerten?

Für den Zugang loggen Sie sich bitte wie üblich bei CrossAsia ein und folgen dann diesem Link.

Wir freuen uns über ein reges Testen der Datenbank und Ihr Feedback dazu, gern via E-Mail oder im Forum.

Ergebnisse der Umfrage zu den Forschungsbedingungen in den chinabezogenen Wissenschaften in Europa

Vom 24. August bis 27. August 2021 fand die 23. Konferenz der European Association for Chinese Studies (EACS) statt. Sie wurde als Online-Konferenz vom Ostasiatischen Institut der Universität Leipzig ausgerichtet. In Vorbereitung auf und begleitend zur Konferenz hatte CrossAsia zur Teilnahme an einer Umfrage zur Ermittlung der Forschungsbedingungen in den chinabezogenen Wissenschaften in Europa aufgerufen.

Wir möchten Ihnen an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich für Ihre Teilnahme an der Umfrage, deren Ziel es war, die Bedürfnisse und Wünsche der Forschergemeinschaft besser zu verstehen,  und mehr über die Bedingungen und Anforderungen in den chinabezogenen Wissenschaften in Europa zu erfahren, danken. Gemeinsam mit europäischen Partnerbibliotheken möchten wir dazu beitragen, die Bedingungen für die Asienforschung in Europa durch den Aufbau eines europäischen Wissens- und Lizenzierungsnetzwerks nachhaltig zu verbessern. Daher sollten Antworten auf Fragen hinsichtlich der Priorisierung von Ressourcenarten, des Verständnisses rund um die Prozesse bei der Lizenzierung von E-Medien, der Verbreitung und Nutzung von Digital Humanities-Methoden und der internationalen Vernetzung von Wissenschaftler:innen und sich daraus ergebenden Synergien beim Zugang zu Ressourcen gefunden werden. Diese Antworten sollen nun im Folgenden vorgestellt werden.

Charakterisierung der Teilnehmenden
An der 23. EACS nahmen insgesamt 630 Personen teil. Wir haben 132 vollständig ausgefüllte Fragebögen erhalten. Ausgewertet wurden nur die Fragebögen, die von Personen stammen, die aktuell mit einer europäischen Forschungseinrichtung assoziiert sind.
An der Umfrage haben Wissenschaftler:innen aus 24 europäischen Ländern teilgenommen. Die meisten Befragten (29%) sind in Deutschland tätig, gefolgt von Großbritannien und Italien (jeweils 12%). Die anderen Staaten liegen bei unter 5 %.
In Deutschland gibt es mit dem Fachinformationsdienst Asien (FID Asien) und der Onlineplattform CrossAsia ein gut entwickeltes Angebot zur Versorgung der Forschenden mit Ressourcen zu den Asienwissenschaften und hier insbesondere zu den chinabezogenen Wissenschaften. Vor diesem Hintergrund und im Angesicht des vergleichsweise starken Anteils von in Deutschland tätigen Teilnehmern an der Umfrage wird ein Ungleichgewicht in den Antworten in die Betrachtung einfließen.

Abbildung 1 Teilnehmer:innen der Umfrage auf Länder aufgeteilt

Die klare Mehrheit der Teilnehmenden (98,49%) ist an einer wissenschaftlichen Einrichtung tätig, der überwiegende Anteil davon wiederum (90,91%) an einer Universität bzw. Hochschule. In der Regel besteht dort Zugang zu einer Bibliothek zwecks Bereitstellung der benötigten Ressourcen.

Abbildung 2: Institutionelle Anbindung der Befragten

Wie erwartet nannten mehr als 97% der Befragten die VR China als ihren Hautforschungsschwerpunkt, mehr als 21% nannten darüber hinaus Taiwan. In der Regel werden die Anrainerstaaten Chinas nicht in die Forschung einbezogen, einzelne Forscher:innen arbeiten jedoch zu Themen die auch Japan, Südkorea, die Mongolei, Russland, Südostasien und in geringem Umfang auch Südasien betreffen.

Abbildung 3 Anzeige der Hauptforschungsregionen (bis zu drei Nennungen pro Person möglich)

Hinsichtlich der thematischen Ausrichtung der Forschungsinhalte zeigt sich deutlich, dass klassische textorientierte historische Themen in der Regel unter den Befragten in allen europäischen Staaten am stärksten vertreten sind (35,82%). Eine Ausnahme bilden die Rückmeldungen aus Russland. Hier gaben alle Teilnehmenden an, dass die Geschichtswissenschaften nicht zu ihren Hauptinteressen gehören. Ein weiteres stark vertretenes Gebiet ist Literatur/Philologie (24,88%). Gebiete, zu denen weniger Wissenschaftler:innen forschen, sind: Kunstgeschichte, Linguistik, Philosophie, Politikwissenschaften, Religionswissenschaften und Soziologie (ca. jeweils 10%). Zu den Bereichen Anthropologie, Archäologie/Ur- und Frühgeschichte, Wirtschaft, Bildung/Bildungswissenschaften, Kulturgeographie, Rechtswissenschaft , Bibliotheks- und Informationswissenschaften sowie Medien-, Informations- und Kommunikationswissenschaften (jeweils 5% oder weniger) forschen nur einzelne wenige Wissenschaftler:innen. Die Auswertung ergibt, dass nach wie vor die „traditionellen“ Gebiete der chinabezogenen Wissenschaften am stärksten vertreten sind. Aber auch kleinere oder neuere Wissenschaftsgebiete sind repräsentiert. Die Heterogenität der europäischen chinabezogenen Forschung spiegelt sich in den Teilnehmer:innen der Befragung wider.

Zugang zu Ressourcen
Das Ziel der Befragung war es, einen Überblick über die Zugangsoptionen zu Informationsressourcen in der europäischen chinabezogenen Forschung zu gewinnen.
Eine zentrale Frage ist dabei die nach der Bedeutung unterschiedlicher Quellentypen. In der Umfrage wurde zwischen Print- und Online-Ressourcen unterschieden. Als E-Ressourcen werden hier online verfügbare Quellen und Fachinformationen bezeichnet, die in verschiedensten Formen, beispielsweise als E-Books, elektronische Zeitschriften, in lizenzpflichtigen Datenbanken oder im Open Access vorliegen.

Abbildung 4: Bedeutung von Print-Ressourcen für die Teilnehmenden

Abbildung 5: Bedeutung von elektronischen Ressourcen für die Teilnehmenden

Die überwiegende Mehrheit der Teilnehmenden dieser Umfrage (89,39%) schätzt die E-Ressourcen als wichtiger ein als die gedruckten. Dies zeigt, dass Zugang auch zu elektronischen Ressourcen mittlerweile eine unabdingbare Voraussetzung für erfolgreiche Forschung ist. Betrachtet man nur die deutschen Teilnehmer:innen, dann verstärkt sich dieser Eindruck marginal (rund 95% der deutschen Teilnehmer:innen halten E-Ressourcen für essentiell). Nichtsdestotrotz werden auch gedruckte Medien als wichtig erachtet. 87 % der Teilnehmenden halten sie für wesentlich, wichtig bzw. nach wie vor wichtig.

Abbildung 6 Nutzung von verschiedenen Materialarten (bis zu drei Antworten pro Person möglich).

 

Die Materialarten spiegeln die Forschungsinteressen der Befragten wider, die in der Mehrzahl historisch bzw. philologisch/linguistisch orientiert sind.

Zugang zu E-Ressourcen
Neben dem festgestellten Bedarf an E-Ressourcen für die chinabezogene Forschung in Europa sind die Verfügbarkeit und der Zugang zentrale Themen.

Abbildung 7 Zugang zu Datenbanken über die jeweilige Institution

Diese Graphik zeigt deutlich, dass es der Mehrzahl der Befragten am Zugang zu den für ihre Forschung essentiellen Datenbanken mangelt. Wissenschaftler:innen, die an deutschen Institutionen tätig sind, haben diese Frage deutlich positiver beantwortet. Über 74% der Befragten gaben an, Zugang zu den benötigten Quellen zu haben, in den optionalen Kommentaren wurde vielfach auf CrossAsia verwiesen.
Um Zugriff auf E-Ressourcen anbieten zu können, müssen diese in der Regel lizenziert werden. Die Umfrage hat gezeigt, dass der gesamte Prozess der Lizenzierung für die Wissenschaft relativ intransparent gestaltet ist. Im ersten Schritt wissen lediglich etwa 17% der Befragten nicht mit Sicherheit, wer neue Ressourcen zur Lizenzierung vorschlagen darf. Hingegen wissen bereits mehr als 31% der Befragten nicht, wer an den Prozessen zur Evaluierung neuer Ressourcen im eigenen Institut beteiligt ist. Mehr als 33% können nicht die Personen benennen, die letztendlich über eine Lizenzierung von E-Ressourcen entscheiden. Angesichts der dringenden Notwendigkeit, elektronische Ressourcen besser als bislang in die Informationsversorgung zu integrieren, sollten Studierende und Forscher:innen stärker in Entscheidungsprozesse einbezogen werden.

Digital Humanities
Methoden im Bereich Digital Humanities werden in der Regel erst anwendbar, wenn die erforderlichen E-Ressourcen vorliegen oder Daten generiert werden können. Deshalb stellt die Verfügbarkeit von entsprechenden Online-Ressourcen eine direkte Bedingung für die problemlose Umsetzbarkeit von DH-Projekten, die solche Quellen benötigen, dar.

Abbildung 8 Nutzung von DH-Methoden in der Forschung der Befragten.

 

Die gestiegene Bedeutung von Digital Humanities in der chinabezogenen Forschung wird auch in der obenstehenden Graphik deutlich. Sie zeigt, dass bereits knapp 50% der Befragten mit DH-Methoden arbeiten oder dies zumindest vorhaben. Dieses positive Gesamtbild ist gleichmäßig über Europa verteilt.
Hinsichtlich verschiedener Tools sieht die Verteilung wie folgt aus:

Abbildung 9 Verteilung der benutzten DH-Tools

Es ist wenig überraschend, dass zwei textbasierte Methoden (Text and data mining, textual analysis) am häufigsten (mit 30,30% sowie 25,00%) genannt werden, haben doch die meisten Teilnehmenden einen philologisch/historischen Forschungshintergrund geltend gemacht. Dem entgegen steht die eingeschränkte Verfügbarkeit der dafür benötigten Daten, 22,95 % der Befragten gaben an, nicht über einen entsprechenden Zugang zu verfügen.

Abbildung 10 Zugang zu lizenzierten Datenbanken um DH-Projekte durchführen zu können.

Die Vernetzung der Forschenden untereinander war ebenfalls ein Punkt der Umfrage. Ziel war es hier herauszufinden, inwieweit Wissenschaftler:innen, die in ihrem Land eventuell keinen Zugang zu wichtigen Ressourcen haben, durch ihre Anbindung an internationale Forschungsprojekte Zugangsmöglichkeiten zu den benötigten Informationen erlangen.

Abbildung 11 Teilnahme der Befragten an internationalen Forschungsgruppen

Derzeit sind im europäischen Rahmen in den chinabezogenen Wissenschaften internationale Forschungsgruppen noch die Ausnahme, nur etwa 1/5 der befragten Wissenschaftler:innen partizipiert daran. Dass nahezu 45% planen, sich in einer internationalen Forschungsgruppe zu engagieren, zeigt das Interesse von Seiten der Forschenden. Jedoch wirkt sich die Mitarbeit in einem internationalen Forschungsprojekt nicht zwangsläufig auch auf die Zugänglichkeit der dortigen Ressourcen aus. Nur 9% der Befragten haben Zugang zu den Ressourcen der Partnerinstitutionen, 21% hingegen nicht.

Fazit
Die chinabezogene Forschung in Europa zeigt sich im Spiegel der Umfrage als geisteswissenschaftlich dominiert mit einem Fokus auf die VR China. Der Zugang zu Ressourcen, unabhängig ob print oder online, wird als sehr wichtig eingeschätzt, E-Ressourcen wird eine größere Bedeutung beigemessen. Dabei ist der Zugang vor allem zu letzteren nicht überall gesichert. Ein Grund könnte das fehlende Wissen rund um die Prozesse der Lizenzierung sein. Wenn diese besser kommuniziert würden, könnten Forschende an den richtigen Stellen Einfluss nehmen, ihre Vorschläge und Wünsche unterbreiten.
Eine positive Ausnahme in Europa bildet die Literaturversorgung für die Forschenden in Deutschland. Dort haben wesentlich weniger Wissenschaftler:innen gravierende Probleme bei der Beschaffung der für ihre Forschungen benötigten Informationen. Es kann davon ausgegangen werden, dass der Hauptgrund dafür der Fachinformationsdienst Asien mit dem Onlineangebot CrossAsia ist, der eng mit den Forschenden zusammenarbeitet, um die benötigten Materialien verfügbar zu machen. Als Beleg können zahlreiche Nennungen in den Kommentaren gelten.
Die Ergebnisse der Umfrage bestätigen die Erwartungen, dass der Zugang zu E-Ressourcen in Europa nicht einheitlich gut ist, es große Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern hinsichtlich der Versorgung mit den benötigten Materialien gibt und die Prozesse, die zur Lizenzierung einzelner Datenbanken führen, nicht transparent sind.
Der hohe Grad der Spezialisierung der einzelnen Wissenschaftler:innen führt zu vielfältigen Nutzungswünschen. Mit einem gemeinsamen und koordinierten Vorgehen, gerade auch im Hinblick auf die stetig wachsende Digitalisierung und die Zunahme von DH-Projekten sollte versucht werden, dieser Diversität besser gerecht zu werden.
Um den Zugang zu elektronischen Medien zu erleichtern, sind die Beratung von Wissenschaftler:innen und Mitarbeiter:innen aus den Bibliotheken und Informationszentren, das Teilen von Informationen rund um das Thema Lizenzierung sowie der Austausch von Erfahrungsberichten unabdingbar.
Durch langfristige internationale Zusammenarbeit und zuverlässige Koordinierung der unterschiedlichen Partner kann und sollte, unserer Ansicht nach, eine Verbesserung der Zugangsbedingungen für die europäische Forschungsgemeinschaft erreicht werden. Der FID Asien sieht sich hier in der Pflicht und möchte diese Aufgabe gern gemeinsam mit Ihnen in Angriff nehmen.

Neues Themenportal online: Die tibetische Sammlung der SBB-PK

Die Staatsbibliothek zu Berlin beherbergt eine der größten Tibetica-Sammlungen im deutschsprachigen Raum. Sie setzt sich aus modernen Erwerbungen mit derzeit etwa 17.800 Titeln und einem umfangreichen vormodernen Bestand von etwa 6.700 Signaturen zusammen. Hinter diesen Zahlen verbergen sich die verschiedensten Medien. Von Handschriften und Blockdrucken bis hin zu Monographien, Zeitschriften und Zeitungen lassen sich die unterschiedlichsten Materialien finden. Die modernen Bestände stammen in erster Linie aus Tibet und dem chinesischen Verlagswesen sowie der tibetischen Exilgemeinde in Nordindien.

Das neue Themenportal legt seinen Fokus auf die vormodernen Sammlungen, stellt einige näher vor und setzt sie in Kontext mit ihren Sammlern. Diese Präsentation soll Nutzer dazu einladen, die Bestände zu erkunden und dazu begeistern, selbst weiter zu recherchieren. Dazu steht am Ende eine umfangreiche Liste mit Katalogen zur gesamten Sammlung zur Verfügung.

Erinnerung: Einladung zum Informations- und Austauschtreffen zum FID Asien Folgeantrag am 27.01. ab 17 Uhr

Im April werden wir einen Folgeantrag für den FID Asien stellen, der aktuell bis Ende 2021 von der DFG gefördert wird. Wir möchten uns in den Bereichen der Informationsversorgung und darauf aufbauender Services weiterhin dicht an Ihren Bedürfnissen, an den Bedürfnissen der Forschenden, Studierenden und Lehrenden der asienbezogenen Wissenschaften ausrichten.

Wir laden herzlich ein zum:

Informations- und Austauschtreffen mit der Fachcommunity zum geplanten FID Antrag (2022-2024) für die Regionen Ost-, Südost- und Zentralasien
Mittwoch, 27. Januar 2021, 17-18:30 Uhr via Webex (Link zum Meetingraum)

Das Austauschtreffen richtet sich an die asienwissenschaftlichen Forschenden, Studierenden und Lehrenden der von der Staatsbibliothek zu Berlin betreuten Regionen Ostasien (chinesischer Raum, Japan, die beiden Koreas), Südostasien (alle Staaten und Regionen Südostasiens von der chinesischen Südgrenze bis nach Indonesien) und Zentralasien (Mongolei und die zentralasiatischen Gebiete der Volksrepublik China mit den Sprachen Mongolisch, Tibetisch und Uigurisch). Ziel dieses Austauschtreffens ist, dass Sie als asienwissenschaftliche Forschende und Nutzer:innen von CrossAsia Ihre Wünsche, Ideen und Vorstellungen in die Planungen des Folgeprojekts des FID Asien einbringen können. Thematisch sollen die Bereiche Digitale Wissenschaften, Forschungsdaten sowie Infrastrukturen für externe Projekte (Stichwort Satellitenprojekte) im Mittelpunkt des Treffens stehen.

Wir freuen uns auf die Diskussion und den Austausch mit Ihnen!

Ihr CrossAsia Team

Zwei Open Access Neuerscheinungen bei CrossAsia-eBooks

“Kannada” – was ist denn das?

Sie suchen für das neue Jahr eine neue Herausforderung? Dann lernen Sie doch die südindische Sprache Kannada mit dem Lehrbuch A Manual of Modern Kannada von Robert J. Zydenbos.

Kannada (auch als Kanarisch bekannt) ist eine der wenigen großen lebenden indischen Literatursprachen, die aufgrund ihrer historischen Bedeutung und ihres literarischen Reichtums von der indischen Regierung offiziell als klassische Sprachen anerkannt wurden. Heute wird es von rund 65 Millionen Menschen gesprochen.

Robert J. Zydenbos: A Manual of Modern Kannada.
Heidelberg: CrossAsia-eBooks, 2020.
https://doi.org/10.11588/xabooks.736
ISBN (Softcover): 978-3-946742-83-8, ISBN (Hardcover): 978-3-946742-84-5

 

 

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Zwei Neuerscheinungen bei CrossAsia-eBooks – „Chinese Perceptions of Russia and the West“ und „Wege durchs Labyrinth“

Wir freuen uns sehr, Ihnen zwei Open Access Neuerscheinungen bei CrossAsia-eBooks zur Kenntnis bringen zu können:

Chinese Perceptions of Russia and the West: Changes, Continuities, and Contingencies during the Twentieth Century, edited by Gotelind Müller und Nikolay Samoylov. Heidelberg: CrossAsia-eBooks, 2020. ISBN 978-3-946742-78-4 (Online-PDF) ; 978-3-946742-79-1 (Hardcover).

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Neuerscheinung bei CrossAsia-eBooks – Oral-Written-Performed: The Rāmāyaṇa Narratives in Indian Literature and Arts

Das Rāmāyaṇa Epos ist bekannt für eine unerschöpfliche Vielfalt an Formen und Erzählstrukturen, die über verschiedene Medien tradiert werden. Der bei CrossAsia-eBooks neu erschienene Band Oral-Written-Performed: The Rāmāyaṇa Narratives in Indian Literature and Arts untersucht ausgewählte textliche, mündliche, visuelle und performative Formen, in denen die Geschichte von Rāma in der indischen Literatur und Kunst dargestellt wird. Der Band befasst sich mit der Frage, wie Erzählungen zu Vehikeln für literarische Konventionen und Ideologien werden, die unterschiedliche kulturelle Werte zum Ausdruck bringen.

Dieses Buch führt Beiträge von einigen der führenden Wissenschaftler:innen sowie Nachwuchswissenschaftler:innen auf dem Gebiet des Rāmāyaṇa-Epos in Form einer thematisch geordneten Sammlung von Artikel zusammen. Hervorgegangen ist der Band aus einem Panel auf der 25th European Conference on South Asian Studies in Paris 2018.

Oral-Written-Performed: The Rāmāyaṇa Narratives in Indian Literature and Arts ist eine hervorragende Ergänzung zu früheren Veröffentlichungen zu den Rāmāyaṇa Traditionen und eine unverzichtbare Lektüre für Studenten der südasiatischen Literatur, Kunst und Religion.

Stasik, Danuta (Hg.): Oral-Written-Performed: The Rāmāyaa Narratives in Indian Literature and Arts. Heidelberg ; Berlin: CrossAsia-eBooks, 2020.
ISBN (PDF): 978-3-946742-61-6, ISBN (Hardcover): 978-3-946742-62-3,
ISBN (Softcover): 978-3-946742-68-5
https://doi.org/10.11588/xabooks.530

Der Band kann als Gesamt-PDF oder in einzelnen Kapiteln auf der CrossAsia-eBooks-Website gelesen und heruntergeladen werden. Eine Hard- oder Softcover-Ausgaben ist im lokalen Buchhandel oder über den Online-Buchhandel erhältlich.

CrossAsia-eBooks ist ein Service der Universitätsbibliothek Heidelberg und des Südasien-Instituts in Kooperation mit der Staatsbibliothek zu Berlin und wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Rahmen des FID Asien gefördert.

Wenn Sie ebenfalls Interesse daran haben, Ihre Forschungsarbeit bei uns zu veröffentlichen, dann nehmen sie mit uns Kontakt auf!

Aktuell vereinfachte Registrierung und Verlängerung für die Angebote des FID Asien und CrossAsia

[Dieser Beitrag wurde am 11.05.2020 aktualisiert]

Angesichts der aktuellen Lage, die auch unser Handeln und unsere Aktivitäten massiv beeinflusst, haben wir uns darauf verständigt, dass bis auf weiteres folgende Regelungen für die Beantragung und Verlängerungen der Zugriffsrechte auf lizenzierte Datenbanken  in den CrossAsia-Konten gelten:

Sollten Sie Probleme haben, den auf den Antragsformularen geforderten Stempel Ihrer Einrichtung zu organisieren, schicken Sie uns bitte das Registrierungs- bzw. Verlängerungsformular ausgefüllt und unterschrieben zurück. Bitte senden Sie das Formular elektronisch an x-asia@sbb.spk-berlin.de. Sie finden auch einen Link zum Herunterladen des Formulars in Ihren Accounteinstellungen in der rechten Spalte.

Nach Eingang des unterschriebenen Formulars werden wir Ihren Zugang  für die lizenzpflichtigen Inhalte vorläufig freischalten.

Bitte reichen Sie das Formular mit Stempel Ihrer Institution nach Ende dieser Frist – sofern diese nicht verlängert wird – nach, damit wir Sie für die Dauer eines vollen Jahres freischalten können.

Bitte teilen Sie diese Informationen mit allen Interessierten. Fragen Sie ggf. bei Ihren Hochschulen nach, ob dieses zeitlich befristete neue und vereinfachte Verfahren auch aus Sicht der Hochschulen tragbar ist.

Sollten Sie Anregungen oder Probleme mit den Angeboten haben, wenden Sie sich bitte an uns: x-asia@sbb.spk-berlin.de.

Ihr CrossAsia Team

Naval Kishore Press – digital: Digitalisierung und Texterkennung bei Devanagari-Drucken

Der 1858 in der nordindischen Stadt Lakhnau gegründete Verlag Naval Kishore Press (NKP) entwickelte sich in den ca. hundert Jahren seines Bestehens zu einem der bedeutendsten Verlagsunternehmen Indiens. Zu Lebzeiten des Gründers Munshi Naval Kishore (1836-1895) veröffentlichte der Verlag geschätzte 5.000 Titel in den Sprachen Hindi, Sanskrit, Urdu, Arabisch, Persisch und Englisch. Inhaltlich deckte das Verlagsportfolio eine große Bandbreite ab – Schulbücher, Ratgeber, Texte der klassischen Sanskrit-Literatur, Literatur zum Islam, Koran-Ausgaben und Übersetzungen englischer Klassiker, wie z.B. die Dramen William Shakespeares, wurden publiziert. Die CATS Bibliothek / Abteilung Südasien der Universität Heidelberg besitzt mit ca. 2.000 Titeln der Naval Kishore Press einen repräsentativen Querschnitt der Veröffentlichungen dieses bedeutenden Verlagshauses.

Um diesen Schatz für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sichtbarer – und vor allem besser nutzbar – zu machen, wurde im Rahmen des FID Asien das Teilprojekt Naval Kishore Press – digital initiiert. Ausgewählte Hindi- und Sanskrit-Titel in Devanagari-Schrift aus der NKP Sammlung werden im Digitalisierungszentrum der UB Heidelberg digitalisiert. Aus diesen Bildfaksimiles werden unter Einsatz der Plattform Transkribus editierbare Volltextversionen erstellt. Die HTR Engine von Transkribus basiert auf künstlicher Intelligenz und wird folgendermaßen angewendet: Zunächst werden von ca. 200 Seiten des zu erkennenden Materials „Ground Truth“ (GT) Transkriptionen erstellt. Dabei handelt es sich um manuell transkribierte 1:1 Wiedergaben des Textes auf dem Bildfaksimile. Die GT und die Bildfaksimile werden verwendet um ein Datenmodell zu trainieren, dessen HTR Algorithmen auf künstlichen neuronalen Netzen basieren und mit dem nun weitere Devanagari-Text automatisch transkribiert werden können. Mit einer Character Error Rate (CER) von 2-5% beim Validierungssatz liefern die beiden trainierten Datenmodelle bereits hervorragende Ergebnisse.

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Newsletter Nr. 19 – Fotoausstellung „Mandala – Secret Tantric Temple“

Liebe CrossAsia-Nutzerin, lieber CrossAsia-Nutzer,

in Zusammenarbeit mit der Mongolischen Botschaft in Berlin zeigen wir vom 26. November bis 28. Dezember 2019 im Lesesaal der Staatsbibliothek zu Berlin eine Fotoausstellung mit dem Titel „Mandala – Secret Tantric Temple“. Die Ausstellung zeigt über 20 großformatige Fotografien des Choijin Lama Temple Museums im Herzen von Ulaanbaatar und gibt einen einzigartigen Einblick in die religiöse Geschichte der Mongolei. Wir freuen uns auf Ihren Besuch bei uns vor Ort.

Mit der Bitte zur Teilnahme an der Umfrage zu Forschungsdaten in den asienbezogenen Wissenschaften haben wir den Frühjahrs-Newsletter eingeleitet. Im aktuellen Newsletter finden Sie die Auswertung der Umfrage sowie den Hinweis, dass ab sofort auch Informationen zu Forschungsdaten auf unserer Webseite zu finden sind. Wir freuen uns, wenn Sie uns mit Ihren Fragen und Bedarfen zum Thema Forschungsdaten ansprechen.

Neben Forschungsdaten möchten wir Ihnen den Artikel „Texte aufräumen“ ans Herz legen, der sehr anschaulich beschreibt, was N-Grams sind und welches Potenzial die bisher bereitgestellten N-Gramm Listen für die Digitalen Geisteswissenschaften bieten. Der Artikel geht aber auch auf die rechtlichen Bedingungen ein, die es uns ermöglichen, die lizenzrechtlich geschützten Texte als N-Gramm Listen frei zum Download anzubieten. Wir können Sie also nur einladen, sich die Daten anzuschauen und mit ihnen herumzuspielen. Im Gegenzug freuen wir uns, wenn Sie uns Ihre Ergebnisse und Visualisierungen mitteilen. Gerne können Sie dafür auch als Gastautor oder -autorin hier im Blog auftreten.

Die Volltextsuche wächst weiter. Unter anderem wurde sie um die mehr als 4.600 OCR-Texte der westlichsprachigen Asiensammlung aus den Digitalisierten Sammlungen der Staatsbibliothek zu Berlin sowie um ca. 180.000 Bücher aus der Republikzeit ergänzt. Eine stets aktuelle Zusammenstellung der Inhalte der Volltextsuche finden Sie auf unserer Webseite.

Was ist noch in den letzten Monaten passiert?

Auch in diesem Newsletter können wir Ihnen wieder einige neu lizenzierte Datenbanken sowie solche im Test anbieten. Darüber hinaus sind auf unseren Open Access Publikationsplattformen verschiedene Neuerscheinungen zu verzeichnen. Bei CrossAsia-eBooks ist die bisher unveröffentlichte Grammatik des Klassischen Chinesisch von Ulrich Unger mit einem ausführlichen Vorwort von Reinhard Emmerich erschienen sowie Early Modern India: Literatures and Images, Texts and Languages, ein Konferenzband, der aktuelle Forschungen zu einer der wichtigsten literarischen und historischen Epochen Südasiens der Frühen Neuzeit präsentiert.

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