Nutzerumfrage

Ergebnisse der Umfrage zu Forschungsdaten in den asienbezogenen Wissenschaften

Im Frühjahr haben wir Sie als FID Asien gemeinsam mit den Fachgesellschaften (DGA, DMG, DVCS, GJF, VfK, VSJF) zu Forschungsdaten in den asienbezogenen Wissenschaften befragt. Ziel der Umfrage war, zu ermitteln, wie Sie im Forschungsprozess mit ihren asienbezogenen Daten umgehen, welche Erfahrungen und Meinungen Sie zur Recherche und Nachnutzung sowie Erstellung und Bereitstellung von Forschungsdaten haben und welche Unterstützungsangebote Sie bereits erhalten, bzw. welche Sie sich seitens des FID Asien wünschen.

Wir möchten Ihnen an dieser Stelle ganz herzlich für Ihre rege Beteiligung und die vielfältigen, äußerst hilfreichen Hinweise danken, die Sie uns gegeben haben. Die Beteiligung an der Umfrage und die Ergebnisse zeigen sehr deutlich, dass Forschungsdaten und der Umgang mit diesen auch in den asienbezogenen Wissenschaften bereits wichtige Themen sind, aber es auch noch einigen Erklärungs- und Diskussionsbedarf gibt. Mit diesem Beitrag möchten wir über eine Auswertung der Ergebnisse hinaus versuchen, die Diskussion weiter anzuregen und zugleich in einigen Bereichen vielleicht etwas mehr Klarheit schaffen.

Im Folgenden finden Sie eine Auswertung der Umfrage mit den wichtigsten Ergebnissen und Grafiken sowie mit Erläuterungen; eine vollständige Aufführung aller Tabellen und Grafiken finden Sie zum Download anbei.

 

 

 


Wer waren die Teilnehmenden an der Umfrage?

Für die Umfrage sind 128 vollständig ausgefüllte Antwortbögen bei uns eingegangen. Die Antwortbögen wurden überwiegend von Professor*innen und Wissenschaftlichen Angestellten (je 26% der Befragten) eingereicht. 16% der Teilnehmenden schreiben ihre Promotion und 9% studieren. Die Teilnehmenden sind überwiegend an Universitäten bzw. Hochschulen tätig (80%), ein deutlich kleinerer Anteil ist an außeruniversitären Einrichtungen (knapp 9%) und Bibliotheken (6%) tätig. 66% der Teilnehmenden haben in den letzten 10 Jahren vorwiegend in Deutschland gewirkt, gefolgt von Asien und Europa (ohne Deutschland) mit ca. 13% bzw. 11%.

Bezüglich ihres Forschungsinteresses nennen die Teilnehmenden mit Abstand am häufigsten die Region China, Taiwan, Hongkong und Macao sowie Japan, mit 45% bzw. 44% (siehe Abb. 1). Die Verteilung spiegelt etwa die Nutzergruppen in CrossAsia wider.

Die Teilnehmenden verorten ihr Forschungsgebiet mit 40% in den Geschichtswissenschaften, gefolgt von den Literaturwissenschaften / Philologien (25%), Politologie (23%), Religionswissenschaften (17%) sowie Philosophie und Soziologie (je 15%). Für eine Grafik siehe Abb. 2. Unter „Sonstiges“ wurden insbesondere Schnittmengen zwischen verschiedenen Fächern genannt oder Spezialisierungen, wie Medizingeschichte, Sozialpolitik oder Technikstudien.

Bezüglich der Vorerfahrungen mit digitalen Forschungsdaten und Forschungsdatenrepositorien haben wir um eine Selbsteinschätzung gebeten. Etwa Dreiviertel der Teilnehmenden haben demnach Erfahrungen, wie Abb. 3 zeigt: 13% schätzen ihre Erfahrungen als weitrechend ein, 32% sagen sie haben einige Erfahrungen und 30% haben erste Erfahrungen.

 


Warum sind Forschungsdaten wichtig?

Wir haben danach gefragt, ob die Teilnehmenden eine Initiative, digitale Forschungsdaten von gesicherter Qualität für die asienbezogene Forschung zu sammeln und aufzubereiten, für unterstützenswert halten. Insgesamt mehr als 90% der Befragten haben mit „Ja, auf jeden Fall“ (66%) oder „Eher ja“ (27%) geantwortet. Die genannten Gründe, warum eine solche Initiative wichtig ist, sind vielfältig; viele werden unten in den weiteren Fragen noch ausführlicher behandelt. Stichwörter sind Transparenz, Nachvollziehbarkeit von Forschung, Sicherung von Forschungsergebnissen, und Erhöhung und Verbesserung der Zugänglichkeit zu Wissen. Weitere wichtige Argumente für eine solche Initiative sind, erstens, dass (fachspezifische) Standards für Qualitätskriterien und Qualitätssicherung entwickelt werden können (bspw. Datenstandards und Standards für die Beschreibung der Daten, i.e. Metadatenstandards, sowie Standards für den Austausch von Daten bspw. über Schnittstellen etc.) und, zweitens, dass Synergieeffekte erlangt werden können, bspw. durch die Beratung von Projekten bereits in der Antragsstellung und das Bereitstellen von Best Practice Beispielen, damit Standards von Anfang an mit eingeplant und eingehalten werden können.

Die überwiegende Mehrzahl der Antwortenden (88%) meint, dass recherchierbare und nachnutzbare asienbezogene Forschungsdaten einen Mehrwert für die Forschung darstellen. Abb. 4 zeigt die Gründe, die am stärksten priorisiert werden. Diese Frage war auf bis zu drei Antwortmöglichkeiten beschränkt. Den Kommentaren zufolge war die gewünschte Priorisierung hier nicht immer einfach. Dies zeigt sich auch daran, dass die Verteilung der Antworten sich über alle Optionen erstreckt.

 


Wie werden Daten im Forschungsprozess erstellt und gesichert?

Wir fragten nach der Verwendung von digitalen Werkzeugen für die Forschung. Hier war keine Begrenzung der Antwortoptionen gesetzt. Insgesamt haben wir von den 128 Teilnehmenden 505 Antworten erhalten. Im Schnitt verwendet somit jede/r vier verschiedene Tools für seine/ihre Forschung.

Einige Tools wie Portale und Datenbanken (91%) sowie Office Software (82%) können als Standardtools angesehen werden. Speziellere Tools wie zur Analyse (30%), Annotation (23%), Visualisierung (20%) und zum Erstellen von Editionen (16%) werden jedoch noch vergleichsweise wenig verwendet (siehe Abb. 5).

Die nächsten Fragen befassen sich mit dem Sichern von Daten.

66% der Befragten sichern ihre gesammelten Daten im Laufe des Forschungsprozesses unaufgefordert, sodass am Ende des Forschungsprozesses digitale Forschungsdaten vorliegen, davon 43% wann immer es möglich ist und 56% wenn es ihnen sinnvoll erscheint. 14% der Befragten sichern nur, wenn sie explizit dazu aufgefordert werden und 4% sichern ihre Daten nicht. 11% der Teilnehmenden sagen, dass bei ihnen keine Daten anfallen.

Aber wo speichern die Forscherinnen und Forscher ihre digitale Datengrundlage?

Die überwiegende Anzahl derer, bei denen Daten im Verlauf des Forschungsprozesses anfallen, speichert diese auf dem eigenen Arbeitsrechner (65%) und/oder auf einem externen Medium wie Festplatte, CD/DVD, USB-Stick (55%). Nur etwas mehr als 5% der Antwortenden, das sind sieben Personen, speichern ihre Daten auch in einem Repositorium (siehe Abb. 6). Als Sonstiges wurde noch die Veröffentlichung ergänzt, das bedeutet die Veröffentlichung der Forschungsdaten bspw. in einem sogenannten Data Journal oder als Ergänzung zu einer wissenschaftlichen Publikation (Stichwort „enhanced publication“).

Die sieben Personen, die ihre digitalen Forschungsdaten auch in einem Repositorium speichern, haben 10 Antworten gegeben. Fünf der Antwortenden speichern ihre Daten in einem universitären bzw. institutionellen Repositorium, zwei jeweils bei GitHub und Zenodo und eine Person bei TextGrid.

 


Wie sieht es mit der Recherche und Nachnutzung von digitalen Forschungsdaten aus?

Wir haben nach der Nachnutzung digitaler Forschungsdaten gefragt, sowohl selbst generierter Daten als auch solcher anderer Wissenschaftler*innen. Mit Nachnutzung digitaler Forschungsdaten meinen wir, dass Forschungsdaten – die häufig auch über den ursprünglichen Erzeugungs- und Forschungskontext hinaus einen bleibenden Wert haben – Grundlage für andere Forschungsfragen und -vorhaben bilden können. Von den Befragten – Mehrfachantworten waren möglich – hat die überwiegende Anzahl der Antwortenden schon einmal Daten nachgenutzt. Bei diesem Datenmaterial hat es sich entweder um selbsterstelltes Datenmaterial gehandelt, oder um solches aus einer Projektgruppe mit eigener Beteiligung, bei anderen Forschenden angefragtes Material oder aus einem Datenarchiv. Knapp 20% der Befragten hat nach eigenen Angaben bislang keine Daten nachgenutzt (siehe Abb. 7).

Uns haben in der Folge insbesondere zwei Dinge interessiert:

Erstens, wenn schon einmal Daten nachgenutzt wurden, um welche Art von Daten hat es sich gehandelt?

Wie in den Geistes- und Sozialwissenschaften zu erwarten, hat die überwiegende Anzahl der Teilnehmenden bereits mit Textdaten (70%) gearbeitet, gefolgt von bibliographischen Daten (42%), Bilddaten (39%) und numerischen, statistischen Daten (35%). Andere Datenformate wie audiovisuelle Daten, Programmcodes etc. spielen aktuell eine deutlich untergeordnete Rolle (siehe Abb. 8).

Zweitens, wenn die nachgenutzten Daten aus einem Datenarchiv/Repositorium stammen, wo bzw. wie wurden sie gefunden?

Von 42 Personen haben wir insgesamt 67 Antworten erhalten. Ergebnis ist hier, dass von den Befragten überwiegend universitäre bzw. institutionelle Repositorien verwendet werden (14%) oder aber Datenarchive aus Asien (12,5%). Von den zentralen Angeboten wie Repositorien und Nachweissystemen wurden überwiegend – jedoch zugleich in sehr geringem Maße – GitHub (7%) und Zenodo (6%) genannt (siehe Abb. 9). Unter Sonstiges wurden beispielweise GRETIL (Göttingen Register of Electronic Texts in Indian Languages) ergänzt oder der UK Data Service, der Zugang zu soziologischen und wirtschaftlichen Daten bietet.

 

Wir haben diejenigen gebeten, die angegeben haben, dass sie Daten aus einem Repositorium in Asien verwendet haben, dies zu spezifizieren. Genannt wurden folgende Angebote bzw. Institutionen:

  • Academia Sinica Taiwan – Datenbanken
  • Center for Open Data in the Humanities (Japan, NII)
  • Docusky (National Taiwan University)
  • eGangotri Digital Preservation Trust (über archive.org)
  • Indira Gandhi Center for the Arts
  • JACAR (Japan Center for Asian Historical Records)
  • Kansai University Library – Datenbanken
  • Kindai University Library – Datenbanken
  • Kokubunken (National Institute of Japanese Literature Repository) – Repositorium
  • National Bureau of Statistics of China – statistische Datenbanken
  • National Diet Library – Datenbanken
  • Nichibunken (International Research Center for Japanese Studies) – Datenbanken
  • NINJAL (National Institute for Japanese Language and Linguistics) – Datenbanken
  • SAT Daizōkyō Text Database – Korpus buddhistischer Texte

Auffällig ist, dass zusätzlich zu den obengenannten auch einige lizenzpflichtige Datenbanken angegeben wurden, die über CrossAsia zugänglich sind. Dies war so mit der Frage nicht beabsichtigt; wir hatten auf Daten abgezielt, die in verschiedenen Forschungskontexten entstanden sind und veröffentlicht wurden. Ein Beispiel wäre, in einem Forschungsprojekt werden Archivmaterialien aus bspw. einer lizenzpflichtigen Datenbank verwendet, die nur als Images zur Verfügung stehen. Ein mögliches Forschungsdatum wäre in dem Beispiel die Transkription und Annotation der Texte. Aus Forschersicht ist aber sicherlich nicht falsch anzunehmen, dass es erst einmal unerheblich ist – sofern die Qualität gesichert und das Entstehen der Daten dokumentiert ist – woher die Daten kommen, die für die jeweilige Fragestellung relevant sind. Deutlich wurde uns bei den Antworten, dass hier gegebenenfalls noch Aufklärungs- bzw. Definitionsarbeit notwendig ist, was – zumindest in diesem Kontext – mit Forschungsdaten, Datenrepositorien etc. gemeint ist.

Nachdem wir erfahren haben, wo Daten gefunden werden und was für Daten das sind, haben uns die Kriterien interessiert, die Forscherinnen und Forscher an die Nachnutzung von Forschungsdaten aus einem Repositorium stellen.

Dazu haben wir mittels einer Matrixfrage gebeten, folgende drei Kriterien nach ihrer Wichtigkeit zu bewerten, wobei die Skala von 1 = „sehr wichtig“ bis 5 = „überhaupt nicht wichtig“ reicht. Alle Kriterien wurden von 70% der Befragten als „wichtig“ oder „sehr wichtig“ eingestuft (siehe Abb. 10):

  • Beschreibung und Kontextualisierung der Daten (als Beleg für deren Erstellung auf der Basis bester wissenschaftlicher Praxis)
  • Angaben zu Lizenzen und den Möglichkeiten der Nachnutzung
  • Zitierbarkeit der Daten (Permalink)

Als weitere wichtige Kriterien wurden darüber hinaus noch genannt:

  • gut angelegte Suchmaschinen
  • Verwendung offener, nicht-proprietärer Standards
  • Verwendung quelloffener, nicht-proprietärer Software
  • Zeichenkodierung (chinesisch, japanisch, koreanisch etc.)
  • rechtliche und ethische Aspekte (wie Einverständnis-Erklärung der untersuchten Personen, Schutz von Anonymität / Persönlichkeitsrechten bei qualitativen Daten)
  • Interoperabilität der Daten

Als letzte Frage in diesem Abschnitt haben wir nach Problemen bei der Recherche nach Forschungsdaten in Datenrepositorien gefragt. Auch hier waren wieder Mehrfachantworten möglich. Wir haben von 127 Personen 221 Antworten erhalten (siehe Abb. 11). Davon haben 37 Personen (29%) bisher keine Probleme identifizieren können. Die restlichen 185 Antworten verteilen sich auf alle von uns vorgeschlagenen Kriterien. Am häufigsten werden von den Befragten allerdings nicht-Unicode-kompatible Schriften (42%), nicht-lateinische Schriften (32%) und proprietäre Formate (25%) genannt.

Weitere genannte Aspekte unter Sonstiges thematisieren mangelnde Quellenangaben, unklare Nutzungsrechte und eine nicht gesicherte Zugänglichkeit.

 


Wie sieht es mit der Bereitschaft zum Teilen von Daten aus?

Wir haben nach digitalen Forschungsdaten gefragt, die aus Sicht der Forschenden von anderen nachgenutzt werden können. Bei den Antworten wird deutlich, dass die größte Gruppe (58 Personen oder 45%) unsicher ist, ob die Daten, die sie im Rahmen ihrer Forschung erstellt oder zusammengestellt haben, für andere Wissenschaftler*innen nützlich sein könnten. 30% antworten mit „ja“ und 19% mit „nein“. Dies wäre also ein weiterer wichtiger Aspekt, wo mehr Vermittlungs- und Aufklärungsarbeit geleistet werden kann, dass erstellte Daten auch in anderen Kontexten mit ganz anderen Fragestellungen, auch solchen, die mit dem ursprünglichen Forschungsobjekt nichts zu tun haben müssen, nützlich sein können. Zu denken wäre hier bspw. an Metastudien, die Studiendesigns anderer Wissenschaftler zum Forschungsgegenstand nehmen. Diese Unsicherheit rührt sicherlich auch daher, dass nicht immer klar ist, wie aus den Ergebnissen und Nebenprodukten der eigenen Forschung Daten mit einer gewissen Abstraktionsebene generiert werden können, sodass diese für andere Kontexte nützlich sind.

Wir haben die 39 Personen, die mit „ja“ geantwortet haben, gebeten zu spezifizieren, um was für Daten es sich handelt, die aus ihrer Sicht von anderen nachnutzbar sind. Unter den 104 Antworten wurden mit Abstand am häufigsten Textdaten (von 24% der Befragten) genannt, gefolgt von Bilddaten (15%), bibliographischen Daten und statistischen/numerischen Daten (jeweils 12%). Audiodaten, Programmcode, Videodaten und Geodaten wurden von nur 6 oder weniger Personen genannt (weniger als 5%), digitale 3D Modelle wurden gar nicht genannt. Unter Sonstiges wurden noch Grundrisse, Scans von Manuskripten und Archivdaten ergänzt, wobei diese sich in vielen Fällen – je nach Inhalt – einem der oben genannten Kategorien zuordnen lassen (Textdaten, Bilddaten, numerische Daten).

Mit 86% kann sich die überwiegende Anzahl der Befragten vorstellen, Teile ihrer Forschungsdaten für andere zur Verfügung zu stellen. Nur 10 Personen (8%) stimmen jedoch einer bedingungslosen Bereitstellung der eigenen Forschungsdaten für andere zu. Die meisten knüpfen dies an Bedingungen:

  • dass die jeweilige Person als Quelle angegeben und über die Nutzung informiert wird (61%).
  • dass die jeweilige Person ein OK geben muss, bevor der Zugriff auf die Daten erfolgen kann (11%).

Knapp 4% (5 Personen) sprechen sich gegen eine Bereitstellung der Daten aus und 9% (12 Personen) enthalten sich einer Stellungnahme.

Unter Sonstiges werden weitere individuelle Bedingungen genannt, die teils aus Kombinationen der obenstehenden Bedingungen bestehen, teils die Informant*innen mitberücksichtigt und teils die Veröffentlichung der Daten berührt.

Wir haben nach den Gründen gefragt, die für eine Veröffentlichung der eigenen Forschungsdaten sprechen (Abb. 12), als auch nach solchen gegen eine Veröffentlichung (Abb. 13). Auch hier waren wieder Mehrfachantworten möglich.

Bei den Gründen für eine Veröffentlichung werden die „inhaltlichen“ Aspekte relativ häufig genannt (40% oder mehr der Befragten), wohingegen die strukturellen Aspekte, wie Anforderungen seitens Fördergeber oder Fördermittel, relativ wenig zum Tragen kommen (10% oder weniger).

Die inhaltlichen Aspekte sind:

  • Möglichkeit der Nachnutzung der Daten durch andere Wissenschaftler*innen (71% der Befragten)
  • Qualitätssicherung und Nachvollziehbarkeit der Forschung (69%)
  • Langzeitarchivierung der Daten (66%)
  • Zitierfähigkeit der Daten (Permalink) (55%)
  • Schutz vor Plagiaten bzw. davor, dass das Forschungsthema durch andere Wissenschaftler*innen besetzt wird (40%)

Bei den Kontra-Argumenten überwiegen die organisatorisch-strukturellen Gründe: 62% der Befragten nennen den Zeitaufwand für die Aufbereitung (Kuratierung) der Daten vor der Übergabe, 45% nennen die Kosten bzw. das fehlende Budget, 37% fehlt das technische Know-how und 34% geben an, sie haben keine Kontrolle über die Verwendung ihrer Forschungsdaten.

28% der Befragten sagen jeweils, dass die Daten urheberrechtsbelastet sind und/oder Persönlichkeitsrechte betreffen. Unter Sonstiges wurde noch ergänzt, dass die Daten politisch sensibles Material enthalten können.

Als nächstes haben wir gefragt, nach welchen Kriterien die Wissenschaftler*innen Daten auswählen würden, die sie zugänglich machen.

Nur eine geringere Anzahl an Personen würde alle Forschungsdaten zugänglich machen (22 Personen oder 17%). Die Mehrzahl würde dies an bestimmte Bedingungen knüpfen: als Ergänzung zu einer Publikation (58%), von anderen angefragte/benötigte Daten (44%), aussagekräftige Daten/Materialien (42%) und Daten, die aus Projekten entstehen, die mit öffentlichen Mitteln gefördert werden (32%). Auffällig ist, dass gerade der Punkt „Kritische Forschungsdaten“, also solche, die ggf. nicht reproduzierbar sind und besonders einer Sicherung bedürfen, nur von 34 Personen oder 27% genannt wird. Originalschrift scheint auch weniger ein Kriterium zu sein; auch dies wird nur von 26% genannt (siehe Abb. 14).

 

Anschließend haben wir die Teilnehmer*innen gebeten, die drei wichtigsten Eigenschaften eines Forschungsdatenrepositoriums (Abb. 15) sowie die nötigen Rahmenbedingungen (Abb. 16) zu benennen. Dabei ging es uns um eine Priorisierung, dass alle aufgeführten Aspekte irgendwie wichtig sind, war vorausgesetzt.

Bezüglich der Frage nach den Eigenschaften eines Repositoriums wurde von den Befragten mit Abstand am häufigsten die Vertrauenswürdigkeit der betreibenden Organisation angeführt (57%), gefolgt von einer eindeutigen Zitierbarkeit der Daten (38%), differenzierten und kontrollierten Zugriffsrechten (30%) sowie besonderen Schutzmechanismen für sensible Einzelinformationen (28%).

Interessant ist, dass die zuverlässige Auffindbarkeit von Daten in Originalschrift und die Verzeichnung des Bestands in anderen Systemen bspw. über Schnittstellen vergleichsweise selten genannt wurden (20% und 12% der Befragten). Dies mag vielleicht daran liegen, dass sowohl das verwendete Vokabular als auch die Thematik unter Wissenschaftler*innen weniger verwendet wird, sondern eher bibliothekarischer Natur ist.

Bezüglich der Rahmenbedingungen wurden fast alle vorgeschlagenen Punkte gleich bewertet mit etwa 20-31% der Befragten, abgesehen dem Aspekt „Klare Nutzungs-/Lizenzvereinbarungen zwischen Datengebenden, Archiv und Nutzenden“ (54%) sowie „Übertragung eventueller Verpflichtungen (wie Veröffentlichung, Archivierung etc.)“ (5%).

In einer Matrixfrage haben wir die Forscherinnen und Forscher gebeten zu bewerten, wie wichtig ihnen folgende Kriterien sind, wenn sie eigene asienwissenschaftliche Forschungsdaten veröffentlichen (wollen/würden). Die Skala reicht erneut von 1 = „sehr wichtig“ bis 5 = „überhaupt nicht wichtig“ (siehe Abb. 17).

Die Kriterien mit den Prozentwerten der Befragten, die sehr wichtig oder wichtig angekreuzt haben, lauten akkumuliert:

  • Beschreibung der Daten in Originalschrift möglich (73%)
  • Beschreibung der Daten in Transliteration / Transkription möglich (63%)
  • Beschreibung der Daten auf Deutsch / Englisch möglich (73%)
  • Verwendung von fach- / region- / sprachspezifischen Terminologien (z.B. Maße, Einheiten) (54%)
  • Verwendung fachspezifisch und international gängiger Metadatenstandards (57%)

Alle fünf Kriterien werden demnach überwiegend als wichtig oder sehr wichtig eingestuft. Auffällig ist, dass die Beschreibung der Daten in Originalschrift sowie auf Deutsch / Englisch als besonders wichtig erachtet werden. 50% bzw. 47% der Befragten bewerten dies als sehr wichtig.

Auffällig ist auch, dass bei den zwei zuletzt genannten Kriterien besonders viele Teilnehmenden keine Antwort geben (13% und 17%). Dies kann entweder auf den Fragentyp zurückzuführen sein, oder aber die beiden Kriterien sind ggf. ebenfalls weniger verständlich.

 


Welche Unterstützung und Informationsangebote gibt es und welche werden benötigt?

Im letzten Themenblock haben uns Informationsangebote zu Forschungsdaten und der Umgang mit diesen sowie Bedarfe an solchen Angeboten interessiert. Wir haben gefragt, wie umfänglich die Teilnehmenden sich an ihren wissenschaftlichen Einrichtungen in Bezug auf Forschungsdaten beraten fühlen. 36% der Befragten fühlen sich vollumfänglich oder in einigen Themenbereichen gut beraten, 45% fühlen sich gar nicht oder nicht ausreichend beraten. Der größte Anteil antwortete im Mittelfeld, d.h. zu einigen Themenbereichen oder nicht ausreichend, akkumuliert beläuft sich dies auf 60%.

Wir haben diejenigen gefragt, die positiv geantwortet haben (46 Personen), in welchen Themenbereichen sie Unterstützung erhalten. Hier waren Mehrfachantworten möglich. Eher dominant sind technische/organisatorische Themen wie Datenmanagement, Open-Access-Lizenzen, Datenformate etc. Eher weniger häufig genannt werden Rechtsaspekte und praktische Belange, wie „Wie finde ich ein Repositorium?“ oder „Was muss ich bei der Dokumentation der Daten beachten?“

  • Datenmanagement allgemein (21% der Befragten)
  • Open-Access-Lizenzen (16%)
  • Technische Fragen zu Datentypen, Formaten, Metadatenstandards (13%)
  • Langzeitarchivierung (12%)
  • Urheberrecht (11%)
  • Dokumentation der beschreibenden Daten (Metadaten) (9%)
  • Ethik und Persönlichkeitsrechte (9%)
  • Repositorium finden (7%)

In der nächsten Frage wollten wir nun wissen, welche Beratungs- und Informationsbedarfe seitens des FID Asien gewünscht werden. Hier waren wieder Mehrfachantworten möglich.

Nur 16 Personen (12%) haben keinen Bedarf an Beratungsangeboten gemeldet. Die restlichen 406 Antworten verteilen sich folgendermaßen auf die vorgeschlagenen Themen:

  • Datenmanagement allgemein (55% der Befragten)
  • Technische Fragen zu Datentypen, Formaten, Metadatenstandards (48%)
  • Dokumentation der beschreibenden Daten (Metadaten) (46%)
  • Langzeitarchivierung (41%)
  • Open-Access-Lizenzen (38%)
  • Urheberrecht (37%)
  • Repositorium finden (27%)
  • Ethik und Persönlichkeitsrechte (21%)

Auch hier ist auffallend, dass Rechtsfragen weniger häufig genannt werden. Unter Sonstiges wurde u.a. noch die Interoperabilität von Forschungsdaten genannt.

Die nächste Frage befasst sich mit den Angeboten des FID Asien, die sich aktuell in Vorbereitung befinden (siehe Abb. 18). Hier wurde in einer Matrixfrage auf einer Skala von 1 = „sehr wichtig“ bis 5 = „überhaupt nicht wichtig“ nach der Wichtigkeit dieser Angebote gefragt.

Zwei Angebote des FID Asien wurden thematisiert. Erstens, im Zusammenhang mit den im CrossAsia ITR (Integriertes Textrepositorium) gespeicherten Volltexten aus lizenzierten Datenbanken soll es in Zukunft möglich sein, diese Volltexte über Schnittstellen anzusprechen und in digitale Werkzeuge zu laden. Daran gekoppelt sind natürlich einerseits ein Authentifizierungssystem, andererseits die Idee, die mittels digitaler Werkzeuge angereicherten Daten ins ITR zurückzuspielen und dort dauerhaft referenzierbar bereitzustellen. Dieses Angebot wurde von 52% der Befragten als wichtig oder sehr wichtig bezeichnet.

Zweitens stellten wir ein Angebot im Zusammenhang mit den Open Access Publikationsplattformen des FID Asien vor: die dauerhafte Speicherung und Verwaltung von Forschungsdaten mit Bezug zu Open Access-Publikationen, die auf den ePublishing Plattformen des FID Asien veröffentlicht sind, inkl. deren Verknüpfung zu den zugehörigen Publikationen. Dies wurde sogar von 65% der Befragten als wichtig oder sehr wichtig bezeichnet.

Auffallend ist, dass auch bei dieser Matrixfrage wieder der Anteil derjenigen, die keine Antwort gegeben haben, relativ hoch ist (24% bzw. 18%). Ein Grund dafür kann u.U. sein, dass die vorgestellten Angebote nicht ausreichend bekannt sind oder ungenügend erläutert wurden.

Daran anschließend haben wir gefragt, welche Angebote mit Bezug auf Forschungsdaten vom FID Asien gewünscht werden, die nicht bereits genannt wurden. Hier wurde insbesondere ein Verzeichnis von fachrelevanten Repositorien bzw. eine Übersicht, Bibliographie oder Metakatalog zu Forschungsdaten mit Asienbezug genannt, die in relevanten Repositorien verzeichnet bzw. veröffentlicht sind. Unterstrichen wurde dieser Wunsch mit dem Hinweis, dass Daten in Originalschrift häufig in den Repositorien nicht (zuverlässig) nachgewiesen werden.

Abschließend haben wir in diesem Themenkomplex noch gefragt, wenn Daten vor- und aufbereitet werden, sodass Dritte diese nutzen können, zu welchen Aspekten besonders Unterstützung benötigt wird (siehe Abb. 19). Hier haben wir eine Priorisierung angestrebt.

Angeführt wird die Liste von fachspezifischen Aspekten, wie Empfehlungen zum Umgang mit Forschungsdaten (44% der Befragten) und Standards für eine angemessene Dokumentation (34%). Dies wird gefolgt von eher technischen Themen, wie unterstützende Software-Tools für die Aufbereitung und Bereinigung von Daten (32%) oder Beratung bei technischen Fragen (25%). Rechtliche Aspekte finden sich eher im Mittelfeld oder unter den weniger häufig genannten Punkten. So wird Beratung zum bzw. eine Auseinandersetzung mit dem Urheberrecht von 28% der Teilnehmenden gewünscht und selbiges zum Datenschutz von 20%. Eine fachspezifische Auseinandersetzung zu ethischen Fragen im Zusammenhang mit personenbezogenen Fragen wird von 9% gewünscht.

18% sagen, dass sie eher keine Zeit für die Aufbereitung von Daten, die nicht unmittelbar etwas mit ihrer Forschung zu tun haben, aufbringen wollen.

 

Im Freitextfeld für abschließende Kommentare zur Umfrage haben wir u.a. Hinweise erhalten, dass das Thema als sehr wichtig erachtet wird und gewünscht wird, dass zukünftige Wissenschaftler-Generationen bereits während des Studiums für die Frage des Umgangs mit und der Bereitschaft zur Veröffentlichung von Forschungsdaten sensibilisiert werden sollten. So wurde auch darauf hingewiesen, dass es für manche in der Umfrage verwendeten Begriffe hilfreich gewesen wäre, wenn zu diesen eine Definition mitgeliefert worden wäre, um sowohl ein gemeinsames Verständnis zu haben, als auch diejenigen, die noch nicht so tief in der Materie sind, mit einzubinden.


Was soll nun mit diesen Erkenntnissen geschehen?

Das Thema Forschungsdaten in den asienbezogenen Wissenschaften wurde bereits auf der CrossAsia Fachtagung im Januar 2018 gemeinsam als wichtig identifiziert und der FID Asien hat diese Anforderung der Wissenschaft in den Nachfolgeantrag mit aufgenommen. Die Aufgabe, ein entsprechendes Beratungs- und Informationsangebot zu entwickeln, das Sie bei allen Fragen rund um das Thema Forschungsdaten unterstützen soll, haben wir also schon für die Förderrunde 2019-2021 auf der Agenda. Die Ergebnisse der Umfrage helfen uns – und vielleicht auch Ihnen – zu beurteilen, wo wir in den asienbezogenen Wissenschaften derzeit „in Summe“ stehen. Für den FID Asien ist dabei wichtig, nicht nur den bereits im Thema fortgeschritteneren Forschenden als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen, sondern auch grundlegende Kenntnisse zu Forschungsdaten, Nachweise zu bereits bestehenden Angeboten und Informationen zu aktuellen Entwicklungen für die gesamte Community zusammenzutragen und bereitzustellen. Diese Aufgabe können wir nun auf der Basis Ihrer vielen hilfreichen Antworten und Anregungen, die wir im Rahmen der Umfrage erfahren haben, etwas zielgenauer angehen. Wir laden Sie ein, uns auch im weiteren Prozess mit Ihren Anregungen und Ihrem Feedback zu begleiten.

Umfrage Forschungsdaten – Newsletter 18

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Umfrage zu Forschungsdaten in den asienbezogenen Wissenschaften

Liebe Asienwissenschaftlerin, lieber Asienwissenschaftler,
liebe Nutzerin, lieber Nutzer von CrossAsia,

der aktuelle Newsletter steht ganz im Zeichen von Forschungsdaten. Diese erlangen aufgrund des digitalen Wandels in der Wissenschaft und des Einsatzes computergestützter Methoden zunehmend an Bedeutung. Dies betrifft nicht nur die Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften im Allgemeinen, sondern auch die Asienwissenschaften, wo bisher im Gegensatz zu anderen Disziplinen vergleichsweise wenig passiert ist. Drei wichtige Aspekte bezüglich Forschungsdaten haben sich in der Diskussion um digitale Forschungsdaten herauskristallisiert:

  • Der Anspruch der guten wissenschaftlichen Praxis und der damit geforderten Nachvollziehbarkeit der Forschungsbasis im Kontext digitaler Forschungsdaten.
  • Forschungsdaten als zitierfähige Datenpublikationen, die nicht nur der Forschungsfrage, in deren Kontext sie entstanden sind, als Basis dienen können, sondern darüber hinaus für verschiedenste Nachnutzungen bereit stehen.
  • Die Präsentation der Forschungsdaten in der Form, dass sie mittels digitaler Werkzeuge genutzt werden können und bspw. über Visualisierungen und statistische Methoden weitere, u.U. nicht vorausgesehene Erkenntnisse durch eine Nutzungsverbesserung der Daten generieren können.

Die Diskussion um digitale Forschungsdaten betrifft darüber hinaus aber auch zahlreiche rechtliche, ethische und organisatorische Aspekte, wie bspw. die Einwilligung zur Nachnutzung der Daten durch andere Forscherinnen und Forscher, das Einholen des Einverständnisses zur Nachnutzung der Daten durch bspw. Studienteilnehmer*innen und den Schutz von Persönlichkeitsrechten sowie anderer sensitiver Daten.

Das Thema Forschungsdaten inklusive des Umgangs mit diesen ist längst auch auf der Agenda von Wissenschaftsgremien und Forschungsförderern angekommen. So ruft die DFG bspw. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dazu auf, bei der Antragsstellung bereits ein Konzept für den Umgang mit Forschungsdaten in dem Projekt zu entwickeln.

Der FID Asien, der von der DFG maßgeblich finanziell unterstützt wird, möchte die Fachcommunity der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die zu Asien forschen, beim Forschungsdatenmanagement unterstützen und innerhalb der Fachcommunity eine Diskussion zum Thema anstoßen. Dies geschieht auch vor dem Hintergrund der sich aktuell etablierenden Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI). Die Asienwissenschaften sind aufgefordert, auf Bedarfe und Besonderheiten bezüglich Forschungsdaten aufmerksam zu machen, damit diese in die allgemeine Diskussion eingebracht und bei der Erarbeitung der infrastrukturellen und technischen Rahmenbedingungen berücksichtigt werden können.

Um diesen Dialog anzustoßen möchte der FID Asien gemeinsam mit den Fachgesellschaften (DGA, DMG, DVCS, GJF, VfK, VSJF) von Ihrer Expertise lernen und von Ihnen erfahren, wie Sie im Forschungsprozess mit ihren Daten umgehen, welche Erfahrungen und Meinungen Sie zur Recherche und Nachnutzung sowie Erstellung und Bereitstellung von Forschungsdaten haben.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie sich einen Augenblick Zeit für diese Umfrage nehmen. Die Beantwortung dauert ca. 20 Minuten. Die Ergebnisse der Umfrage werden wir bei ausreichender Beteiligung im CrossAsia Blog veröffentlichen.

Die Umfrage ist offen bis: 8. April 2019

Weitere interessante und neue Entwicklungen aus CrossAsia

Neu lizenzierte Datenbanken und Testzugänge

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Ihr Team vom FID Asien

Newsletter Nr. 16

Liebe CrossAsia-Nutzerinnen, liebe CrossAsia-Nutzer,

 

CrossAsia ist mit einer Fachtagung in das Jahr gestartet. Für diejenigen, die nicht dabei sein konnten, haben wir einen Bericht vorbereitet.

2018 stehen wir vor der Aufgabe, einen neuen FID-Antrag zu stellen, um unsere Services für Sie auch weiterhin anbieten und vor allem ausbauen zu können. Wir werden Sie darüber auf dem Laufenden halten.

Außerdem haben wir einige neue Datenbanken, Themenportale und eBook-Publikationen für Sie bereitgestellt, die CrossAsia-Suche verbessert und auch das Integrierte Text-Repositorium macht Fortschritte. Falls Sie die Neuerungen noch nicht ausprobieren konnten, können Sie sich unter den folgenden Links einen ersten Überblick verschaffen:

 

Über die CrossAsia Fachtagung 2018

Zwei neue Themenportale in CrossAsia

Vier neue Datenbanken lizensiert

Neue Datenbank: North China Standard Online

Neue Datenbank: Asia and the West: Diplomacy and Cultural Exchange

Zwei neue Veröffentlichungen bei CrossAsia-eBooks

CrossAsia Suche schlägt eine „Brücke“ zwischen elektronischer Recherche und gedrucktem Buch

DBpia und KISS in CrossAsia Suche integriert

CrossAsia ITR – was schon ist und was noch kommt

CrossAsia Volltextsuche (Beta)

 

Wir hoffen, dass Sie uns auch weiterhin mit Interesse und Aufmerksamkeit begleiten und von unseren Angeboten regen Gebrauch machen!

 

Viel Spaß beim Lesen des Newsletters wünscht Ihnen Ihr

 

CrossAsia-Team

Umfrage zur Literaturversorgung im Bereich Asien

Der FID Asien – CrossAsia wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft in dem Förderprogramm „Fachinformationsdienste für die Wissenschaft“ gefördert. Die DFG evaluiert derzeit dieses Förderprogramm und bittet alle Nutzerinnen und Nutzer der CrossAsia-Angebote im Rahmen einer Umfrage um ihre Unterstützung.

Ein Hinweis in eigener Sache: Wir von CrossAsia werden die Ergebnisse bzw. die Auswertung dieser Umfrage nicht erhalten! Sollte diese Umfrage für Sie Anlass sein, uns etwas zu unseren Angeboten und Services mitzuteilen, so kontaktieren Sie uns doch bitte über Email oder nutzen bitte das CrossAsia-Forum.

  • Literaturversorgung im Bereich Asien

    Wie gestaltet sich die Versorgung mit wissenschaftlicher Literatur in Ihrem Tätigkeitsbereich? Welche Medientypen spielen in Ihrer Arbeit eine wichtige Rolle? Haben Sie Zugang zu den für Sie relevanten Forschungsinformationen, die Sie für Ihre wissenschaftliche Arbeit benötigen? Was würden Sie noch brauchen?

    Im Auftrag der DFG evaluiert die Prognos AG das Förderprogramm „Fachinformationsdienste für die Wissenschaft“ (FID). Als Teil der Evaluation führt die Prognos AG eine Umfrage von (potentiellen) Nutzer/-innen der Fachinformationsdienste durch.

    Sie beschäftigen sich mit Forschung oder nutzen für andere Zwecke wissenschaftliche Literatur und forschungsrelevante Informationen? Dann laden wir Sie ein, an der Befragung teilzunehmen. Mit Ihrer Teilnahme an der Umfrage helfen Sie uns, Fragen zu der Literaturversorgung in Ihrem Bereich und weitere Fragen zu beantworten. Die Umfrage auszufüllen, dauert etwa 10 Minuten.

    Hier geht es zur Umfrage: www.prognos.com/FID/Nutzer/CrossAsia/Portal

 

 

Nutzerumfrage

Zu Beginn dieses Jahres hatten wir Sie ja gebeten, an unserer Umfrage teilzunehmen und darin auch versprochen, eine detaillierte Auswertung der Ergebnisse im Newsletter bekannt zu machen. Ziel der Umfrage war es, herauszufinden, inwieweit unsere Angebote – Datenbankenportal, Newsletter, CrossAsia-Campus, Blauer Leihverkehr – bei Ihnen bekannt sind und wie, bzw. warum sie vielleicht nicht genutzt werden. Darüber hinaus wollten wir Ihnen die Möglichkeit geben, Wünsche an uns heranzutragen, Hinweise zur Verbesserung unserer Angebote zu machen, oder uns ganz allgemein ein Feedback zu unserer Arbeit zu geben.

Ganz herzlichen Dank an alle, die sich die Zeit genommen haben, an der Umfrage teilzunehmen. Insgesamt haben 202 Personen teilgenommen, 167 haben die Umfrage abgeschlossen. Von diesen 167 Personen waren 101 Studierende (BA 27, MA 24, Magister 27), 23 Doktorandinnen / Doktoranden, 49 Lehrende und 17 Privatpersonen.

Hier nun einige Ergebnisse und Zahlen:

Als zentrales Angebot von CrossAsia gilt weiterhin das umfangreiche Angebot an lizenzpflichtigen Datenbanken. 90% der Umfrageteilnehmerinnen und -teilnehmer kennen das Angebot der lizenzpflichtigen Datenbanken in CrossAsia und über zwei Drittel davon nutzen die Datenbanken einmal pro Woche oder häufiger. Bislang weniger bekannt ist die virtuelle Forschungsumgebung CrossAsia-Campus, die Netzspeicherplatz für Dateien bereitstellt, die entweder CrossAsia intern öffentlich zugänglich gemacht werden sollen oder nur vom Nutzer selbst bzw. einer geschlossenen Gruppe eingesehen werden können. Nur 20% der Befragten kennen dieses Angebot, noch weniger nutzen es tatsächlich.

Im Newsletter Nr. 2 finden Sie eine ausführlichere Vorstellung des Campus.

Auch wenn die Zugriffsstatistik unserer Webseite andere Zahlen nennt, so haben nur knapp 30% der Umfrageteilnehmerinnen und -teilnehmer angegeben, den Fachinformationsführer Online Guide East Asia (OGEA) zu kennen. Wiederum nur die Hälfte davon gibt an, ihn mit einer monatlichen bzw. halbjährlichen Regelmäßigkeit zu nutzen.

Mit rd. 12.000 Seitenaufrufen durch Browser im März und April 2013 und etwas über 8.000 im Mai, gehört die OGEA Suche eigentlich zu einer der meistgenutzten Seiten des CrossAsia-Angebots. Unter dem Link crossasia.org/ogea/ogeasearch.html finden Sie die Suchmaske der sachlich erschlossenen und kommentierten Link-Sammlung OGEA. Im Gegensatz zu den freien Suchmaschinen im Netz bietet OGEA eine von Fachwissenschaftlern getroffene Auswahl an für die Ostasienwissenschaften relevanten Internetressourcen. OGEA bietet sozusagen einen Blick auf das Internet durch einen „Ostasien-Filter“ und ermöglicht so eine gezieltere Suche.

Unter den Umfrageteilnehmern etwas besser bekannt ist der „Blaue Leihverkehr“ (BL), der Sonderleihverkehr für originalsprachige Literatur zwischen der Ostasienabteilung der Staatsbibliothek und den einzelnen ostasienwissenschaftlichen Instituten. Er wird von knapp der Hälfte der Befragten genutzt, wobei von diesen gut ein Drittel ihn mehrmals im Jahr oder sogar monatlich in Anspruch nimmt. Wie bei OGEA, fallen auch hier die tatsächlichen Zahlen deutlich positiver aus. Mit Stichtag 10. Juni 2013 wurden bereits 1.202 Leihvorgänge von uns bearbeitet. Mit der Bereitstellungsdauer der Literatur sind die Antwortenden überwiegend zufrieden.

Da aber doch einige unserer CrossAsia-Nutzer den „Blauer Leihverkehr“ (BL) noch nicht zu kennen scheinen, hier noch einmal kurz, wie er funkioniert und für wen und was er gedacht ist:
Zur Nutzung berechtigt sind alle Angehörigen eines asienwissenschaftlichen Instituts, also Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Studierende, Promoventen etc. Vorbedingung: das Institut muss außerhalb von Berlin sein und es muss mit uns einen Vertrag über den BL geschlossen haben. Die Nutzung des BL ist von einer CrossAsia-Registrierung unabhängig. Entleihbar über diesen Weg ist zudem nur originalsprachige Literatur, also japanisch, chinesisch, koreanisch, mongolisch, tibetisch etc. Verschickt werden sowohl Bücher, als auch Aufsätze in Kopie. Die Leihdauer ist großzügig bemessen (für gewöhnlich ein Jahr), außer bei Sonderbeständen, wie z.B. Lesesaalbestand. Ausleihe und Rückgabe erfolgt stets über Ihr Institut. Die Bestellung kann direkt aus dem Ostasien-OPAC der Staatsbibliothek heraus erfolgen . Klicken Sie beim gewünschten Titel einfach auf den Link „Blauer Leihverkehr“.

 

OPAC mit Bestell-Link für den Blauen Leihverkehr

 

Wie gesagt, ist ein CrossAsia Account nicht für die Nutzung des BL notwendig. Wenn Sie Ihre Bestellung aber absetzen, während Sie bei CrossAsia eingeloggt sind, sind im Bestellformular bereits Ihre Institutsadresse und Name ausgefüllt. Im anderen Fall müssen Sie die Daten noch auswählen bzw. per Hand nachtragen.

Finden Sie einen gesuchten Buchtitel oder Aufsatz nicht bei uns, dann können Sie ihn über das Online-Formular trotzdem bestellen. Sollten wir den gewünschten Titel tatsächlich nicht haben, betrachten wir Ihre Bestellung als Anschaffungsvorschlag/Nutzerwunsch mit Vormerkung und versuchen, den Titel für Sie zu beschaffen. Wegen des Versands aus Asien dauert Ihre Bestellung dann aber etwas länger und kann schon mal ca. zwei Monate betragen. Nach Eintreffen des Titels bei uns werden die Bücher dann direkt an Ihr Institut weiterverschickt.

Wichtig für uns zu erfahren war in der Umfrage auch, wie die Angebote von CrossAsia in den Unterricht eingebunden werden, bzw. wie an den einzelnen Instituten die Weitergabe von Informationen zu CrossAsia an die Studierenden erfolgt und ob wir hier Unterstützung leisten können oder sollten. Unter den befragten Lehrenden kennt mehr als die Hälfte unser Angebot der kostenlosen CrossAsia-Schulung vor Ort und nimmt dieses Angebot auch gerne wahr. Über 80% gaben an, CrossAsia im Unterricht selbst bzw. für dessen Vorbereitung zu nutzen. In Hilfsmittelkursen wird auf unsere Angebote hingewiesen und die Studierenden werden dazu angehalten, bei der Recherche für Hausarbeiten und Referate auch die Ressourcen von CrossAsia zu benutzen und auch in den Beständen zu recherchieren, die ihnen über den BL zur Verfügung steht.

Für BA-Studierende ist die Sprachhürde für die Nutzung vieler in CrossAsia angebotenen Ressourcen jedoch noch recht hoch und das Angebot wird u.U. erst im Rahmen ihrer Abschlussarbeit relevant.

Viele von Ihnen haben die Gelegenheit der Umfrage genutzt, um Wünsche zu neuen Inhalten zu äußern oder technische Probleme anzusprechen. Einige Ihrer Anregungen haben wir schon aufgenommen. Seit Ende Mai gehört deshalb z.B. das Project MUSE zum Angebot von CrossAsia. Eine Kurzinfo zu Project MUSE finden Sie weiter unten in diesem Newsletters. Ebenfalls in diesem Newsletter finden Sie eine Beschreibung unserer neuen CrossAsia-Suche. Diese implementiert nun einen von Ihnen (und uns) lange gehegten Wunsch, nämlich das gleichzeitige Suchen von Lang- und Kurzzeichen, bzw. der japanischen und chinesischen Varianten bestimmter Schriftzeichen (CJK-Mapping).

Nicht zuletzt freuen wir uns, dass zwei Dritteln der Befragten unser Newsletter bekannt ist und mehr als die Hälfte von Ihnen die darin behandelten Themen als „hilfreich“ bis „sehr hilfreich“ bezeichnen. Das bestärkt uns darin, auch weiterhin Themen aus unserer Arbeit, die für Sie interessant oder relevant sein könnten, zusammenzustellen und als Newsletter anzubieten. Gern nehmen wir auch für den Newsletter Vorschläge und Anregungen zu Themen entgegen.

Auch wenn die Umfrage jetzt abgeschlossen ist, so nehmen wir natürlich zu jeder Zeit weitere Anregungen, Vorschläge, Wünsche oder Kritik zu unseren Angeboten und Services entgegen. Schreiben Sie uns einfach. Sie erreichen uns unter x-asia(at)sbb-berlin.spk.berlin.