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Diskutieren Sie mit! Neue Funktionalitäten im CrossAsia Portal

Mit dem Relaunch des CrossAsia Portals hat das CrossAsia Forum ein vollkommen neues Gewand bekommen. Alle bisherigen Informationen aus dem Forum sind bei der Umstellung selbstverständlich nicht verloren gegangen, sondern stehen Ihnen zum Nachlesen weiterhin zur Verfügung. Die Entscheidung für das neue Forum, das auf der Open Source Software Discourse läuft, bietet zahlreiche neue Funktionalitäten, die wir Ihnen heute kurz vorstellen möchten.

Bleiben Sie immer auf dem Laufenden, was gerade für Sie interessantes im Forum diskutiert wird

Wenn Sie am CrossAsia Portal eingeloggt sind, haben Sie unter der Ansicht „Aktuell“ die Möglichkeit zu sehen, über welche Themen seit Ihrem letzten Besuch im Forum geschrieben wurde;  im Reiter „Ungelesen“ finden Sie alle Nachrichten, die Sie noch nicht gelesen haben. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, sich über neue Posts im Forum per E-Mail benachrichtigen zu lassen. Die Einstellungen, wann Sie über Neuigkeiten im Forum per E-Mail informiert werden möchten, treffen Sie in Ihren Profileinstellungen im Forum. Um einige Möglichkeiten zu nennen: Sie können sich bei allen neuen Posts benachrichtigen lassen, nur wenn in bestimmten Kategorien bspw. zu den Datenbanken etwas passiert, oder nur bei Antworten auf die eigenen Posts eine Mail erhalten.

Ansicht Aktuell: Neue Beiträge seit dem letzten Besuch

Profileinstellungen

Neben den Angaben in Ihrem CrossAsia Account, wo Sie die Gültigkeit Ihres Zugangs etc. einsehen können, haben Sie nun im Forum die Möglichkeit sich in der Community bekannt zu machen und dort „Über sich“ etwas zu schreiben, ein Profilbild hochzuladen, einen Link zu Ihrer eigenen Webseite abzulegen u.ä. Müssen Sie aber natürlich nicht. In Ihrem Discourse-Profil stellen Sie auch z.B die oben genannten Benachrichtigungen ein. Zu den individuellen Profileinstellungen gelangen Sie, wenn Sie angemeldet im Forum oben rechts in der Menüleiste auf den bunten runden Button (mit Ihrem Anfangsbuchstaben) klicken und anschließend das Zahnrad für die Einstellungen auswählen.

Änderung der Profileinstellungen: Klick auf das Zahnrad

Private Nachrichten

Das Forum ist nach wie vor so eingestellt, dass alle Nachrichten im Forum für jede und jeden sichtbar sind, schreiben können jedoch nur angemeldete Personen. Jetzt können Sie das Forum jedoch auch verwenden, um einzelnen oder mehreren CrossAsia Nutzerinnen und Nutzern Nachrichten zu senden, die nur für diese sichtbar sind. Damit können Sie beispielsweise für Ihre eigenen Arbeitsgruppen im CrossAsia Forum eine Kommunikationsgruppe bilden. Eine Nachricht direkt an einen bestimmten Nutzer können Sie schreiben, indem Sie auf das Profilbild eines Nutzers oder einer Nutzerin klicken und dort „Nachricht“ auswählen. Im Adressfeld können Sie dann weitere Nutzernamen hinzufügen.

Verfassen einer Privaten Nachricht

Kommentarfunktionen

Wir haben das CrossAsia Forum noch stärker in die Architektur des CrossAsia Portals eingebunden. So ist es ab sofort möglich, die Beiträge im CrossAsia Blog zu kommentieren. Die Kommentare zu den Artikeln können Sie sowohl im Blog unterhalb des jeweiligen Artikels als auch im Forum in der Kategorie „Blog Kommentare“ einsehen und ergänzen.

Auch die Liste der Datenbanken wurde um eine Kommentarfunktion ergänzt. Wenn Sie auf die Sprechblase rechts in der Anzeige klicken wird das CrossAsia Forum nach bereits vorhandenen Kommentaren zu der entsprechenden Datenbank durchsucht. Wir laden Sie herzlich ein, im Forum nach Ihren Fragen und Problemen zu suchen – und falls Sie nicht fündig werden sollten, Ihre Kommentare und Fragen zu der entsprechenden Datenbank in den vorgeschlagenen Themen im Forum zu hinterlassen. Gibt es noch keine Kommentare im Forum zu der ausgewählten Datenbank wird Ihnen angeboten, ein neues Thema anzulegen und dort Ihren Kommentar zu hinterlassen. Versuchen Sie es einfach einmal.

Datenbank-Kommentarfunktion am Beispiel CAJ

Diskutieren Sie mit!

Trotz der neuen Funktionalitäten ist unsere Idee für das Forum die gleiche geblieben:  Wir wünschen uns, dass es für Sie als Kommunikationsplattform mit uns und untereinander dient. Es muss nicht nur Kummerkasten bleiben, wenn eine Datenbank einmal wieder nicht funktioniert oder Sie Probleme mit dem Login haben. Wir hoffen, dass das neue Aussehen des Forums ansprechender ist und die Funktionen Sie ermuntern mitzudiskutieren. Wir laden Sie herzlich ein: kommen Sie miteinander ins Gespräch, tauschen Sie sich aus zu Ihren Recherchefragen, der Nutzung von Datenbanken und wie Sie bei der Recherche nach bestimmten Materialien oder zu bestimmten Themen vorgehen. Als regelmäßige Nutzerinnen und Nutzer der CrossAsia Plattform sind Sie die Profis und haben das größte Wissen zur Recherche in den verschiedenen Datenbanken. Wir freuen uns, wenn Sie Ihre Kniffe und Tricks mit uns und der CrossAsia Community teilen.

Relaunch des CrossAsia Portals am 13. Februar

Am kommenden Montag, dem 13. Februar, wird das Portal CrossAsia einen Relaunch erfahren. Auf den ersten Blick werden Sie sehen, dass das Portal optisch etwas moderner daher kommt. Die meisten Anpassungen passierten jedoch im Hintergrund: CrossAsia sollte IT-technisch einfacher betrieben werden können. Einige Änderungen und auch Auswirkungen wird es jedoch geben, beispielsweise beim Anmeldeprozess. Heute möchten wir Sie darüber informieren und Ihnen berichten, mit welchen Einschränkungen Sie gegebenenfalls am 13. Februar rechnen können. In den kommenden Tagen werden wir über weitere neue Funktionen berichten, die ebenfalls für Sie freigeschaltet werden.

Was passiert am 13. Februar?

Das Portal mit seinen Funktionalitäten wird auf eine neue Typo3-Version migriert. Bekannte Services wie das Forum, der Campus und auch der Blaue Leihverkehr werden am Vormittag geplant temporär offline genommen. Sie werden vom Netz genommen, um die Daten zu migrieren und auch sicherzustellen, dass während des Migrationsprozesses keine neuen Daten angelegt werden und damit gegebenenfalls verloren gehen würden. Darüber hinaus können im Laufe des gesamten Tages einzelne Angebote wie die Datenbanken oder auch die Suche temporär nicht zur Verfügung stehen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Änderungen im Anmeldeprozess bei CrossAsia

Mit dem Relaunch wird sich der Anmeldeprozess bei CrossAsia für alle ändern. Dies wird Sie unmittelbar betreffen, daher berichten wir heute bereits über diese Änderungen.

Als erste Einrichtung bieten wir künftig an, dass Sie sich mit Ihrer universitären bzw. institutionellen ID bei uns anmelden können. Für alle neuen Nutzerinnen und Nutzer besteht die Option, sich sofort mit dieser ID der Heimatinstitution zu registrieren. Dieses neue Login-Verfahren ermöglicht es Ihnen, mit nur einem Login sowohl auf die Ressourcen aus dem Angebot ihrer Heimatinstitution wie Campuslizenzen etc. als auch auf die CrossAsia-Ressourcen zugreifen zu können.

Neues Login-Fenster mit Auswahl der Heimatinstitution

Voraussetzung dazu ist, dass Ihre Universität oder Ihr Forschungsinstitut den Angehörigen einen Shibboleth-Login im Rahmen der DFN-AAI-Föderation anbietet. Ob dies der Fall ist, können Sie auf der neuen CrossAsia-Seite während des Anmeldeprozesses anhand einer Liste von Institutionen erkennen. Zudem werden Sie auf der neuen Seite ausführliche Tipps und Hinweise zum neuen Anmeldeprozess finden. Soviel aber jetzt schon:

Um diesen Service nutzen zu können haben Sie ab dem 13. Februar die Möglichkeit, einmalig Ihren bestehenden CrossAsia Account mit der User ID Ihrer Universität oder Forschungseinrichtung zu verknüpfen. Anschließend loggen Sie sich bei CrossAsia bitte ausschließlich mit der ID Ihrer Heimatinstitution ein. Sie können CrossAsia wie gewohnt nutzen und zeitgleich auch auf die Ressourcen Ihrer Heimatinstitution zugreifen. Alle diejenigen, die das nicht machen wollen oder können – weil beispielsweise Ihre Heimatinstitution keinen solchen Shibboleth-Login anbietet – können sich selbstverständlich weiterhin bei uns anmelden, sie erhalten dann von uns eine sogenannte Shibboleth-Identität und melden sich über die „Virtuelle Heimatinstitution“ CrossAsia.org an. Wie dies geht erfahren Sie auch auf unseren neuen Anmeldeseiten.

Die Anmeldung wird für Sie zunächst einmal aufwendiger sein. Wir hoffen, dass wir Sie trotzdem auf dieses Angebot des zeitgleichen Zugriffs auf die Ressourcen Ihrer Institution und von CrossAsia neugierig machen konnten. Versuchen Sie es einfach.

Trotz unserer vorherigen Tests des Anmeldeprozesses und der verschiedenen Services von CrossAsia kann es Anfang kommender Woche zu unerwarteten Problemen kommen. Sollten Sie Schwierigkeiten bei der Anmeldung oder an anderer Stelle haben, melden Sie sich bitte jederzeit bei uns. Wir richten im Forum ein spezielles Thema „Feedback zum CrossAsia Relaunch“ ein, wo Sie für alle sichtbar Ihre Fragen und Probleme schreiben können. Auch können Sie uns selbstverständlich wie gewohnt per E-Mail unter x-asia@sbb.spk-berlin.de oder telefonisch (+49 30 266 436001) erreichen.

 

Die Suche nach mongolischer Literatur und die „Balk-Janhunen Romanization“

In Bibliothekskatalogen werden nichtlateinische Schriften nach alter Regel umschrieben. Mittel der Wahl bei der Umschrift nichtlateinischer Alphabetschriften ist die Transliteration – so etwa bei der Umschrift der slawischen kyrillischen Buchstaben oder des griechischen Alphabets[1].

Jedoch existierte in der  Mongolistik lange kein Transliterationssystem für die sogenannte „altmongolische“ Schrift. In Ermangelung einer brauchbaren Transliteration nutzte man in der Wissenschaft für die lateinschriftliche Wiedergabe mongolischer Termini meist die von Nicholas Poppe in seiner „Grammar of written Mongolian“ verwandte Transkription.[2] Diese gern als „Poppe-Umschrift“ apostrophierte Wiedergabe der mongolischen Schrift ist aber offenbar keine auf ihn allein zurückzuführende Umschrift, da Poppe sie in seiner Grammatik so charakterisiert: „The transcription used in this book is that found in most scientific works dealing with the Mongolian language“.[3]

Nun ist diese Transkription aber keine Transliteration. Sie beabsichtigt gerade nicht, die Grapheme der mongolischen Schrift buchstabengetreu wiederzugeben, sondern versteht sich als eine lateinschriftliche Wiedergabe, die sich zwar aus der Originalschrift ableitet, aber im Ergebnis einer phonetisch ausgerichteten Lautschrift entspricht. Es ist daher durchaus folgerichtig, dass in Poppes Grammatik der Abschnitt über die Lautlehre (§ 15-57) dem Abschnitt über Schrift, Buchstaben und Orthographie (§ 58 ff.) vorausgeht. In dem „Phonetics“ überschriebenem Kapitel werden die Regeln beschrieben, die in phonetischer und phonotaktischer Hinsicht für die Funktionsweise der Transkription bestimmend sind. In ihrer Herangehensweise ist die Umschrift nach Poppe jenem Konzept nicht unähnlich, das in den Ostasienwissenschaften als „Lesung“ bekannt ist.

Die Staatsbibliothek zu Berlin hat in den neunzehnhundertneunziger Jahren damit begonnen, in größerem Umfang originalsprachige Literatur in mongolischer Schrift zu erwerben und in ihren Katalogen zu verzeichnen.[4] Zu diesem Zeitpunkt gab es für deutsche Bibliotheken keine verbindlichen Regelungen zur Umschrift der mongolischen Schrift (eine Feststellung, die nach wie vor zutrifft). Es zeigte sich aber sehr bald, dass eine Transkription nach Poppe kein geeignetes Instrument zur Katalogisierung größerer Textmengen sein kann. Insbesondere bei Namen und Geographica – die bei Büchern naturgemäß häufig vorkommen – ist es oft praktisch unmöglich, die „richtige“ Phonetik eines Wortes zu ermitteln. Hier wirkt sich die Tatsache aus, dass es bis heute kein einziges Wörterbuch gibt, das eine verbindliche Transkription nach Poppe ausweisen würde. Was schon für die einfachen Lexeme gilt, ist umso mehr hinsichtlich der schlicht nicht existierenden Nachschlagewerke für persönliche Namen oder Ortsnamen zu beklagen. Wollte man alle in der täglichen Praxis vorkommenden Begriffe in Sinne einer richtigen Lesung nach Poppe bestimmen, käme dies einem Normierungsvorhaben gleich, für die selbst an der Staatsbibliothek zu Berlin jegliche Voraussetzung fehlt.

Ein echtes Transliterationssystem für die mongolische Schrift wurde erst in den neunziger Jahren von Michael Balk und Juha Janhunen entwickelt.[5] Da die Staatsbibliothek an der Entwicklung eines solchen Systems ein unabweisbares Interesse hatte und in Person des Erstgenannten an dieser Entwicklung unmittelbar beteiligt war, wurde die später als „Balk-Janhunen Romanization“ (BJR) bezeichnete Transliteration ohne weitere Umschweife für die Katalogisierung eingesetzt. Für dieses Vorgehen kann geltend gemacht werden, dass es keine für Bibliotheken verbindliche Regeln gab und das Poppe-System für die Belange der Bibliothek nicht geeignet ist.

Die Transliteration nach BJR hat sich bislang als Instrument der Katalogisierung in überraschend guter Weise bewährt. Da es ohne Sonderzeichen auskommt, ist es einfach zu handhaben. Aufgrund des logischen und linguistischen Ansprüchen – besonders hinsichtlich der Kategorien „Graphem“ und „Phonem“ – genügenden Aufbaus ist sie strukturell unmittelbar einleuchtend und, wie sich gezeigt hat, relativ leicht zu vermitteln. Da es sich um eine graphematische Wiedergabe der Schrift handelt, die nicht zu einer bestimmten Aussprache nötigt – wie dies bei einer erklärtermaßen an der Phonetik orientierten Transkription der Fall sein muss –, kann BJR so gelesen werden, wie mit der mongolischen Schrift vertraute Mongolen heutzutage selbst ihre Schrift natürlicherweise lesen: in der ihnen vertrauten Artikulation, die sich von der in Poppes Grammatik beschriebenen Sprachstufe gänzlich unterscheidet. Nicht zuletzt kann BJR ohne einen Thesaurus im Sinne eines umfassenden Verzeichnisses möglicher Lesungen benutzt werden. Der Bearbeiter ist also bei der Umschrift stummer Buchstaben nicht dazu gezwungen, stets eine lautliche Interpretation dieser Buchstaben liefern zu müssen (wobei man ja durchaus auch mal „danebenliegen“ kann).

Allerdings hat sich gezeigt, dass nicht alle Nutzer unserer Kataloge mit BJR vertraut sind und aus Gewohnheit oder Unkenntnis erwarten, die Literatursuche auch mit der Umschrift nach Poppe vornehmen zu können. Da sich Poppes Transliteration aus der Schrift ableitet und diese phonetisch interpretiert, BJR aber nichts anderes ist als eine exakte alphabetische Notation dieser Schrift, müsste es doch möglich sein, mit Hilfe eines geeigneten Programms aus der Schrift alle „Lesungen“ automatisch zu erzeugen, die sich im Sinne des von Poppe beschriebenen phonetischen Interpretationsspielraums aus einer vorliegenden orthographischen Tatsache ergeben können. Es ist Matthias Kaun gewesen, der eben diese Idee hatte: Wenn wir aus BJR alle theoretisch möglichen „Lesungen“ ableiten und im Katalog als zusätzlichen Sucheinstieg anbieten, wird die „richtige“ oder vom Benutzer erwartete Transkription in jedem Fall dabei sein. Er oder sie bekommt dann zwar im Katalog den Eintrag in BJR angezeigt, wird den bibliographischen Nachweis aber auch dann finden, wenn die Abfrage der Stichwörter mit der Umschrift nach Poppe vorgenommen wurde.

Brent Ho hat mit viel Geduld das Programm geschrieben, auf dem die hier angebotenen Such- und Findmöglichkeiten beruhen. Für die fachliche Seite zeichnet Michael Balk verantwortlich, der seinem Freund und Kollegen Oliver Corff für eine Reihe entscheidender Hinweise dankbar ist.

Hier die Transliterationstabelle, die sich in Poppes Grammatik findet:[6]

Die korrespondierenden Transliterationen nach BJR sehen so aus:

Transkription

nach Poppe

Transliteration nach Balk und Janhunen
Initial Medial Final
1 a va a a        e
2 e a a a        e
3 i vi i i
4 o        u vu u u
5 ö        ü vui u u
6 n n n        v v
7 ng vg vg
8 q q q q
9 γ qh qh        q qh        q
10 b b b b
11 p p p
12 s s s s        z
13 š sh sh sh
14 t        d t d        t t
15 l l l l
16 m m m m
17 č c c
18 ǰ j z
19 y j        y j        y
20 k        g g g g
21 k k k
22 r r r r
23 v w w
24 h vh h

 

Vergleicht man die  beiden Formen der Umschrift, sticht zunächst die unterschiedliche Behandlung der anlautenden Vokale ins Auge. In der mongolischen Schrift wird vor einem Vokal im Anlaut ein konsonantisches Element gesetzt, das funktional einem Alif zur Bezeichnung des als Phonem gewerteten Stimmabsatzes etwa im Arabischen ähnlich ist.[7] Dieses traditionell als „Diadem“ (mongolisch: tidimtitim = титим) bezeichnete alphabetische Element, das im Wortanlaut auch in Kombination mit dem Buchstaben h auftaucht, wird in der Umschrift nach Poppe nicht berücksichtigt. Das Fehlen einer „Krone“ vor dem Vokal a markiert eine palatale Vokalisation des Wortes und somit den Anlaut e.

Die beiden Formen des Auslauts – zum einen der nach rechts geschwungene „Schweif“ (sagul = segül = сүүл), zum zweiten der nach links geschwungene Endstrich (vurgica = orkiča = орхиц) – werden in BJR durch a versus e unterschieden, vgl. sara = sara „Mond“ versus sare = sar-a „Monat“ (kyrillisch beides: сар). In der Transkription nach Poppe richtet sich der Vokal (a oder e) naturgemäß nicht nach der Schrift, sondern nach der Vokalharmonie.

Dem in der Transkription ausgedrückten phonetischen Unterschied zwischen den Vokale o u ö ü entspricht in der Schrift weitgehend ein einfaches u, dessen mongolische Bezeichnung nicht ganz unzutreffend „Bauch“ lautet (gadasu = gedesü = гэдэс). Während in der Mitte und am Ende eines Wortes in der Schreibung keinerlei Differenz erkennbar ist, wird lediglich im Anlaut zwischen vu = o/u und vui = ö/ü unterschieden; in der Transliteration wird daher im Gegensatz zur Transkription auch nur dieser sichtbare Teil ausgedrückt.

Hinsichtlich der Lautbuchstaben n und ng ist zu bemerken, dass die Transliteration den Unterschied zwischen einem punktierten n und einem unpunktieren v exakt markiert, während die Transkription unterschiedslos ein n einsetzt. Es ist in der modernen Rechtschreibung üblich, am Silbenanfang mit Punkt und am Silbenende ohne Punkt zu orthographieren: nidunuv = nidunun = ноднин „Vorjahr“; vuivdur = öndür = өндөр „hoch“; vuivggadu = önggetü = өнгөт „bunt“.

Kein Unterschied zwischen der Transliteration nach Poppe und der Transliteration nach Balk und Janhunen ergibt sich für die Buchstaben q b p l m k r.

Der durch ein Gamma wiedergegebene Laut entspricht in der Schrift entweder einem durch zwei Punkte markiertem q am Anfang einer Silbe – in BJR als qh notiert – oder einem unmarkierten einfachen q im Ausgang derselben, vgl. qhadaqhadu = ɣadaɣadu = гадаад „äußerer; bulaq = bulaɣ = булаг „Quelle“; qhaqcaqav = ɣaɣčaqan = ганцхан „allein“.

Die in Reihe 12 notierte abweichende Form eines auslautenden s wird in BRJ durch z markiert, was sich in der lautbezogenen Umschrift nach Poppe naturgemäß nicht niederschlägt. Der Auslaut z ist allerdings in moderner Orthographie nicht üblich. Die in Reihe 13 aufgeführte, durch zwei rechts des Zeichens geschriebene Punkte markierte Variante des Buchstabens s wird in BJR nicht-diakritisch durch sh anstatt š wiedergeben.

Hinsichtlich der Dentale kennt die Schrift ein in initialer Position klar ausgeschriebenes t, das in medialer Position vor einem Konsonanten oder am Wortende graphisch etwas verkürzt erscheint. Dieses Zeichen wird in BJR einheitlich als t wiedergegeben: tatguburi = tedkübüri = тэтгэвэр „Unterstützung, Pension“; vaqamat = aqamad = ахмад „Senioren“. Dagegen wird das Zeichen d in echten mongolischen Wörtern nur in intervokalischer Position auftauchen: madaral = mederel = мэдрэл „Sensation“; baqhadur = baɣatur = баатар „Held“. In der Transkription richtet sich die Verteilung von t und d allein nach der angenommenen Aussprache.

Der in initialer und medialer Position anzutreffende Buchstabe c wird in der Transliteration ohne Haček geschrieben (bicig = bičig = бичиг „Schrift“). Eine graphische Variante dieses Buchstabens, die nur in medialer Position erscheint, ist in der Transliteration durch z ausgedrückt: qhazar = ɣaǰar = газар. Derselbe Laut wird im Anlaut eines Wortes mit dem Buchstaben j geschrieben: jiqhasu = ǰiɣasu = загас „Fisch“. Die beiden mit Poppe unter ǰ zusammengefassten Zeichen (in BJR durch j und z transliteriert) sind graphisch gesehen durchaus unähnlich.

Der stimmhafte palatale Approximant (das deutsche „Jot“) wird bei Poppe nach englischem Muster einheitlich durch y wiedergegeben, auch wenn es in moderner Orthographie zwei unterschiedliche Zeichen gibt, die auch in Unicode klar unterschieden werden.[8] In der Transliteration nach Balk und Janhunen wird U+1835 (Mongolian letter JA) durch j und U+1836 (Mongolian letter YA) durch y ausgedrückt : sajiv = sayin = сайн „gut“ versus sayiqav = sayiqan = саяхан „neulich“

Der in Reihe 20 aufgeführte Buchstabe g wird in der Transliteration einheitlich behandelt. In der Umschrift nach Poppe richtet sich die Wiedergabe nach der Aussprache: gar = ger = гэр „Jurte“ versus gala = kele = хэл „Sprache“. Der in Reihe 21 genannte Buchstabe kommt nur in Fremdwörtern vor und bleibt, wie bereits erwähnt, unverändert (zum Beispiel: kilugram = kilugram = килограмм “Kilogramm”). Dasselbe gilt für den Buchstaben in Reihe 23, der häufig in Namen und Begriffen tibetischen, sanskritischen oder chinesischen Ursprungs auftaucht, zum Beispiel: wavgzil = vangǰil = ванжил „dbang-rgyal“; wcir = včir = очир „vajra“; wavg = vang = ван „Prinz“.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die mögliche Korrelation zwischen den nach Balk und Janhunen transliterierten mongolischen Buchstaben und ihren nach Poppe transkribierten Entsprechungen:

BJR Poppe
a a        e
b b
c č
d t        d
e a        e
g g        k
h h
i i
j ǰ        y
k k
l l
m m
n n
p p
q q        γ
qh γ
r r
s s
sh š
t t        d
u o        u        ö        ü
v n
va a
vg ng
vh h
vi i
vu o        u
vui ö        ü
w v
z s        ǰ

 

[1] In den „Regeln für die alphabetische Katalogisierung“ (RAK) wurden die verbindlichen Transliterationen in der „Anlage 5“ aufgeführt. Die für deutsche wissenschaftliche Bibliotheken bisher gültigen RAK wurden 2015 durch die „Resource Description and Access“ (RDA) genannten Regelungen ersetzt. Bestimmungen zur Umschrift gibt es zur Zeit für Arabisch, Armenisch, Bengali, Chinesisch, Devanagari, Georgisch, Gujarati, Hebräisch, Japanisch, Kannada, Koreanisch, Kyrillisch, Malayalam, Oriya, Sinhala, Tamil und Telugu.

[2] Nicholas Poppe: Grammar of written Mongolian. Wiesbaden : Harrassowitz, 1954 (Porta linguarum orientalium)

[3] Grammar of written Mongolian, S. XIII.

[4] Kyrillisch gedruckte Werke aus der „äußeren“ Mongolei wurden nach dem Zweiten Weltkrieg sowohl in der Ost-Berliner Staatsbibliothek als auch in ihrem West-Berliner Pendant in beachtlichem Umfang gesammelt. Ein Publikationsgeschehen in mongolischer Schrift lässt für die zu China gehörige Innere Mongolei erst in den achtziger Jahren feststellen; während der Kulturrevolution und den darauf unmittelbar folgenden Jahren gab es keine nennenswerte Buchproduktion und daher auch keine Möglichkeit, mongolisch gedruckte Bücher zu erwerben.

[5] Michael Balk & Juha Janhunen:  „A new approach to the Romanization of Written Mongol“. Writing in the Altaic World : proceedings of the 41st Annual Meeting of the Permanent International Altaistic Conference (PIAC). Helsinki : Finnish Oriental Society, 1999 (Studia orientalia ; 87), S. 17-27. – Juha Janhunen: „Written Mongol“. The Mongolic languages. London [u.a.] : Routledge, 2003 (Routledge language family series), S. 30-56. – Michael Balk: „Sieben Strophen des Udānavarga in mongolischer Version“. Per Urales ad Orientem : iter polyphonicum multilingue ; festskrift tillägnad Juha Janhunen på hans sextioårsdag den 12 februari 2012. Helsinki : Suomalais-Ugrilainen Seura, 2012 (Suomalais-Ugrilaisen Seuran toimituksia), S. 25-37.

[6] Grammar of written Mongolian, S. 17.

[7] Vgl. Wolfdietrich Fischer: Grammatik des klassischen Arabisch. Wiesbaden : Harrassowitz, 2002 (Porta linguarum orientalium), S. 10 (§ 14).

[8] http://www.unicode.org/charts/PDF/U1800.pdf.

CrossAsia-eBooks ist online …

… mit einer Neuerscheinung zum Thema Arbeitsmigration:

UprechtIm Vorfeld der näher rückenden FIFA-Weltmeisterschaft in Katar wächst das mediale Interesse an der großen Rolle, die ausländische Arbeitskräfte für das rasante Wachstum der Golfstaaten-Metropolen spielen, und an den oft problematischen Arbeits- und Lebensbedingungen dieser Menschen. Deutlich weniger Aufmerksamkeit gilt jedoch dem ‚anderen Ende‘ dieser Migrationsprozesse, nämlich den Kontexten, aus denen diese Arbeiter kommen und in die sie später zurückkehren.

Hannah Uprety untersucht in ihrer Masterarbeit Between Exploitation and Economic Opportunity?: Identities of Male Nepalese Labor Migrants in the Gulf Region wie sich diese meist männlichen Migranten und ihre Familien in transnationale Formen der Lebensführung einfinden und wie ihre Identitäten sich entlang dieses Prozesses verändern.

Außerdem neu auf CrossAsia-eBooks die ersten Bände der Reihe Berlin Geographical Papers, die Ergebnisse von aktuellen Forschungsprojekten am Centre for Development Studies der Freien Universität Berlin (ZELF) veröffentlicht. Der regionale Schwerpunkt liegt auf Asien mit besonderem Fokus auf Süd- und Zentralasien. Die Reihe hat das Ziel der schnellen Kommunikation von Forschungsergebnissen an eine interessierte Öffentlichkeit.

Mit der Open-Access-Plattform CrossAsia-eBooks bieten wir Asienwissenschaftlerinnen und Asienwissenschaftlern weltweit eine zeitnahe und kostenfreie Publikationsmöglichkeit für wissenschaftliche E-Books. CrossAsia-eBooks ergänzt unsere Angebote CrossAsia-Repository und CrossAsia Journals im Bereich elektronisches Publizieren.

Digitalisierung auf Wunsch – CrossAsia DoD geht an den Start

Beim neuen CrossAsia Digitisation on Demand (DoD) wird das namensgebende „on Demand“ groß geschrieben. Seit Ende März 2016 bietet „CrossAsia – Fachinformationsdienst Asien“ mit diesem nachfrageorientierten und disziplinspezifischen Digitalisierungsservice die Möglichkeit, nicht digital und frei im Netz verfügbare Werke mit Relevanz für die Asienwissenschaften zu digitalisieren und nach dem Prinzip des Open Access zugänglich zu machen. Auf Basis von Digitalisierungswünschen soll damit der digital frei verfügbare asienwissenschaftliche Bestand gezielt und bedarfsgerecht in den kommenden drei Jahren um etwa 300 Bände aus den Beständen der Staatsbibliothek zu Berlin (SBB) und circa 150 Bände aus dem Bestand der Universitätsbibliothek Heidelberg und der Bibliothek des Südasien-Instituts (SAI) der Universität Heidelberg erweitert werden.

Zur Digitalisierung können gemeinfreie Werke vorgeschlagen werden – d.h. die Autorin bzw. der Autor ist seit mindestens 70 Jahren verstorben – und sogenannte „vergriffene Werke“ deutscher Verlage mit Erscheinungsjahr bis 1965, für die kein verlegerisches Angebot mehr besteht und die im Buchhandel nicht länger erhältlich sind. Willkommen sind natürlich auch Werke, für die die Autorinnen und Autoren CrossAsia die einfachen Nutzungsrechte zur Digitalisierung und Bereitstellung übertragen haben.

Dank der Förderung seitens der Deutschen Forschungsgemeinschaft kann das Angebot Forscherinnen und Forschern aus dem Kreis der Asienwissenschaften kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Zur Realisierung der Digitalisierungswünsche steht ein Fond für die nächsten drei Jahre zur Verfügung, der es erlaubt, die Bände im genannten Umfang zu digitalisieren. Die Mittel werden nach dem Prinzip first-come, first-served eingesetzt. Alle in diesem Zusammenhang angefertigten digitalen Reproduktionen werden unmittelbar als Open-Access-Titel in den jeweiligen Bibliotheken (Digitalisierte Sammlung der SBB bzw. Literatur zu Südasien – digital) online zur Verfügung gestellt.

In den Digitalisierten Sammlungen der SBB und am SAI sind bereits zahlreiche Werke aus den Altbeständen in Berlin und Heidelberg, d.h. erschienen bis Anfang des 20. Jahrhunderts, online frei zugänglich. Im Vergleich dazu strebt dieses Angebot an, gezielt diejenigen Titel aus den Beständen in Berlin und Heidelberg zu digitalisieren, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für ihre eigene Forschung benötigen. Damit möchte CrossAsia einen Beitrag zur Förderung spezialisierter Forschung im Bereich der Asienwissenschaften leisten.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://crossasia.org/service/crossasia-dod/.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf SBB aktuell

CrossAsia E-Publishing – Erste Zeitschriften online

CrossAsia wurde im Sommer dieses Jahres um den Bereich CrossAsia E-Publishing  erweitert. Neben der Veröffentlichung von Einzeldokumenten im CrossAsia Repository können unter CrossAsia Journals E-Journals und unter CrossAsia E-Books elektronische Bücher dauerhaft und im Sinne des Open Access publiziert werden.

Auf CrossAsia Journals sind mit Internationales Asienforum und Electronic Journal of Vedic Studies nun zwei international renommierte Zeitschriften im Volltext zugänglich.

Neben der Suchmöglichkeit nach Autorin/Autor und Titelstichwort(e) wird bei allen Zeitschriften eine nach Jahrgängen geordnete Heftübersicht angeboten, um den Zugriff auf einzelne Artikel zu erleichtern. Alle veröffentlichten Beiträge können als PDF heruntergeladen werden und sind über DOI dauerhaft referenziert.

Internationales Asienforum
In Kooperation mit dem Arnold-Bergstraesser-Institut für kulturwissenschaftliche Forschung in Freiburg i.Br. und der Redaktion des Internationalen Asienforums wird ein Online-Archiv für die Zeitschrift aufgebaut. Bis auf die jeweils letzten drei Jahrgänge sollen alle Hefte der Zeitschrift seit ihrem Erscheinen 1970 kostenfrei online zugänglich gemacht werden. Auf die Volltexte der Jahrgänge 2008 bis 2011 kann bereits zugegriffen werden, die Jahrgänge 2006, 2007 und 2012 sind in Vorbereitung und werden Anfang 2015 bereitgestellt.

Electronic Journal of Vedic Studies

In Absprache mit dem Herausgeber Professor Michael Witzel, Harvard University, wird das Electronic Journal of Vedic Studies auf CrossAsia Journals unter einer neuen Oberfläche gehostet. Die Jahrgänge 2011 bis 2014 sind bereits im neuen Format nach CrossAsia überführt worden und dort im Volltext zugänglich, die älteren Jahrgänge bis 1995 werden sukzessive folgen.

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an: Nicole Merkel-Hilf (merkel(at)ub.uni-heidelberg.de)

Fusion von CrossAsia und Savifa

Mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bauten die Bibliothek des Südasien-Instituts (SAI) und die Universitätsbibliothek Heidelberg (UB) die Virtuelle Fachbibliothek Savifa auf.

Vor dem Hintergrund einer Kooperation zwischen SAI, UB und der Staatsbibliothek zu Berlin geht Savifa im August 2015 vom Netz. Zentrale Module von Savifa, wie die Bereiche E-Publishing, Digitale Sammlungen, die Odisha Bibliographie wurden bereits in die von der Staatsbibliothek zu Berlin aufgebaute Virtuelle Fachbibliothek CrossAsia integriert und sind jetzt hier unter neuem Gewand zugänglich. Neu eingerichtet wurde der sogenannte “Blaue Leihverkehr” mit einer verlängerten Leihfrist von 1 Jahr für Material in südasiatischen Sprachen.

Die Fusion ist noch nicht abgeschlossen und in den nächsten Monaten wird das Angebot zu Südasien noch weiter ausgebaut werden.

Due to the cooperation between SAI, UB and the Berlin State Library, Savifa will cease to exist in August 2015. Core modules of Savifa like E-Publishing, Digital Collections and the Odisha Bibliography are already accessible at the Virtual Library CrossAsia.

The integration is not yet completed and further South Asia related services will follow within the next months.

Neues im CrossAsia Lab: xA2XML Schnittstelle

Daten, die den CrossAsia Suchraum bilden, können jetzt auch plattformunabhängig über XML angesprochen und so in andere Umgebungen integriert werden.

Mittlerweile bietet CrossAsia die Möglichkeit in einem riesigen Suchraum zu suchen. Die Idee für xA2XML ist eine Entwicklung, die es ermöglicht, die Daten einfach in anderen Kontexten einzubinden. Im Prinzip wird über die XML-Schnittstelle der riesige CrossAsia Suchraum in einem XML string angeboten, so dass mit wenig Aufwand, die Daten auch in anderen Systemen integriert werden können. Alles dazu im CrossAsia Lab bzw. hier: xA2XML

Neu im Angebot: CrossAsia Lab

Im Laufe der Zeit wurden im Kontext von CrossAsia verschiedene Dinge angedacht, entwickelt und auch programmiert, die nicht immer das Licht der Öffentlichkeit gefunden haben und auf CrossAsia veröffentlicht wurden. Darunter gibt es auch Dinge, die in Bearbeitung sind oder waren, bei denen es schade wäre, wenn sie bei uns ungenutzt auf den Festplatten liegen würden. Das CrossAsia Lab soll einen Sammelort für solche Entwicklungen darstellen, zum Beispiel für Werkzeuge, die ggf. in anderen Kontexten, auf anderen PCs, sinnvoll genutzt werden könnten. Wir laden Sie gleichzeitig dazu ein, Ihre Entwicklungen, die z.B. aus den Angeboten von CrossAsia entstanden sind, hier mit in den Katalog aufzunehmen. Bei Fragen, Ideen oder Vorschlägen wenden Sie sich bitte an uns: x-asia@sbb.spk-berlin.de. Das CrossAsia Lab bietet derzeit drei Anwendungen:

Translit

Das Tool Translit bietet Ihnen die Möglichkeit, durch eine einfache lateinschriftliche Eingabe originalschriftlichen Text zu erzeugen. Wenn Sie zum Beispiel „Mongol bichig“ eingeben, setzt das Tool die eingegebene Phrase in die korrespondierende kyrillisch-mongolische Schreibung um: Монгол бичиг. Zusätzlich wird unter der Rubrik „RAK“ (RAK = „Regeln für die alphabetische Katalogisierung“) die in deutschen Bibliotheken übliche Transliteration erzeugt: Mongol bičig. Mehr zu Translit hier: crossasia.org/service/crossasia-lab/translit/

Tibetische Medizin-Termini

Die Terminologie der tibetischen Medizin ist weniger hinreichend erfasst, als man annehmen würde. Verschiedene Publikationen über tibetische Pharmakologie, Anatomie oder Pathologie bieten unterschiedliche Übersetzungen der in modernen oder klassischen Texten genannten medizinischen Termini. Es ist das Ziel der Datenbank, die Pluralität dieser Übersetzungen abzubilden. Mehr zu den tibetischen Medizin-Termini hier: crossasia.org/service/crossasia-lab/tibetische-medizin-termini/

Desktop

Die Idee war schon immer einfach: Wenn Sie ein Dokument auf dem PC geöffnet haben – gleich, ob im PDF-Reader, in der Texverarbeitung, im Browser etc. – kann es sein, dass Sie schnell nachschauen möchten, ob es mehr zu einem Themenkomplex, Schlagwort, Inhalt etc. gibt, oder ob ggf. ein Buch zu diesem Thema zum Ausleihen bereit steht oder ob Sie eine Quelle direkt über das Internet erhalten können. Der xA-Desktop bietet nach dem Herunterladen des Skripts eine einfache Möglichkeit, direkt aus den verschiedenen Umgebungen heraus eine CrossAsia-Suche mit verschiedenen Suchbegriffen anzustoßen. Dazu markieren Sie einfach die Begriffe und ziehen sie dann mit dem Cursor auf den xA-Desktop. Es ist möglich, mehrere Begriffe oder Suchstrings zwischenzuspeichern und dann die Suche auszuführen. In jedem Fall meldet sich die xA-Suche mit dem jeweiligen Resultat. Mehr zum Desktop hier: crossasia.org/service/crossasia-lab/desktop/

Neuer Service

Ab sofort bieten wir Ihnen auf unseren Homepageseiten einen Service, den Sie sich wiederholt gewünscht hatten: die Möglichkeit, sich über die aktuell erworbenen Titel der Ostasienabteilung zu informieren. Die neue Funktionalität befindet sich in der Navigation unter „Recherche und Ressourcen“ und heißt „Neuerwerbungen“ (auf den englischen Seiten unter „Search“: „Recent Acquisitions“).

Sie verzeichnet unter dem Reiter „Aktuell“ („Current“) für die beiden Halbjahre des jeweils laufenden Kalenderjahrs die neuen Titel der Ostasienabteilung in westlichen Sprachen, unterteilt nach Land, Region und Thema.

Ältere Einträge werden künftig in einem bereits angelegten Archiv zu finden sein, das sich nach und nach füllen und jahrgangsweise erweitern wird. Diese Funktionalität kann beispielsweise auch für Institutsbibliotheken als Orientierungshilfe für die eigene Akquisition dienen.