Veranstaltungen

Zwischen Identitätsfindung und Spurensuche: 100 Jahre Textgeschichte der Verfassungen der Mongolei

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe CrossAsia Nutzer:innen,

wir laden Sie herzlich zu unserer Veranstaltung ein, die sich der fassettenreichen Verfassungsgeschichte der Mongolei widmet. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der mongolischen Verfassungstradition zum Ende 2024 beleuchten wir die bewegte Geschichte zwischen dem Ringen um Identität und der Suche nach historischen Spuren.

Datum: 1. Oktober 2025
Uhrzeit: 18:00 Uhr
Ort: Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Wilhelm von Humboldt-Saal, Unter den Linden 8, 10117 Berlin

Programm

18:00 Uhr         Begrüßung
18:10 Uhr          Dr. Oliver Corff: „Zwischen Identitätsfindung und Spurensuche: 100 Jahre Textgeschichte der Verfassungen der Mongolei“
19:00 Uhr         Diskussionsrunde mit Botschafter Birvaa Mandakhbileg, Herrn Dietrich Nelle und N.N.
19:30 Uhr          Empfang und Ausstellungsbesichtigung

Ausstellung

Im Rahmen der Veranstaltung präsentieren wir eine Ausstellung mongolischer Verfassungsdokumente in vier thematischen Vitrinen. Die Ausstellung wird einmalig nur an diesem Abend gezeigt.

  • Pracht- und Dekorausgaben – Zeugnisse symbolischer Befrachtung
  • Sozialistische Ausgaben (bis 1990) – Dokumente der Volksrepublik
  • Demokratische Ausgaben (ab 1990) – Zeugnisse des Wandels
  • Übersetzungen – Die mongolische Verfassung in der Welt

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und einen spannenden Abend zur mongolischen Verfassungsgeschichte!

Um Anmeldung wird gebeten unter: https://pretix.eu/StaatsbibliothekZuBerlin/mongolei1-10-25/.

Während der Veranstaltung werden Bildaufnahmen für die Öffentlichkeitsarbeit der Staatsbibliothek zu Berlin angefertigt. Mit Ihrer Anmeldung stimmen Sie der Veröffentlichung zu nichtkommerziellen Zwecken zu.

CrossAsia Talks: Marlene Erschbamer 25.09.2025

(See English below)

Wir freuen uns, Sie zum ersten tibetologischen CrossAsia Talk des Jahres einzuladen: Am 25. September 2025, ab 18 Uhr (Berliner Zeit), wird Frau Dr. Marlene Erschbamer in einem Online-Vortrag über „Reading Outside the Lines – Mutterschaft und Mutterrollen in der Barawa Kagyü Tradition des tibetischen Buddhismus“ referieren.

Mutterschaft ist eine komplexe und höchst ambivalente Rolle für Frauen. Noch komplexer wird es, wenn Mutterrollen durch eine religiöse Brille betrachtet werden. Dies gilt auch für die Darstellung von Müttern im tibetischen Buddhismus. Um sich ein Bild von Mutterschaft im Laufe der Jahrhunderte zu machen, ist es hilfreich, zwischen den Zeilen, aber auch außerhalb der Zeilen tibetischer Texte zu lesen.
Aus tibetisch-buddhistischer Sicht wird von Frauen erwartet, liebevolle und fürsorgliche Mütter zu sein, idealerweise für alle fühlenden Wesen. Gleichzeitig bedeutet Mutterschaft ein Hindernis auf dem eigenen spirituellen Weg. Mutterschaft spielt sich zwischen Liebe und Mitgefühl ab, ist aber auch mit Herausforderungen, Enttäuschungen und Schwierigkeiten verbunden.
Dieser Vortrag gibt einen Einblick in die verschiedenen Darstellungen von Müttern innerhalb buddhistischer Traditionen, wobei der Schwerpunkt auf der Barawa-Kagyü-Tradition liegt. Es werden Themen angesprochen wie z.B. idealisierte Darstellungen von Empfängnis, Schwangerschaft und Geburt eines buddhistischen Meisters, Geburtshindernisse und Herausforderungen der Mutterschaft sowie die Mutterschaft buddhistischer Nonnen. Außerdem wird untersucht, ob männliche und weibliche Autoren Mütter in buddhistischen Texten unterschiedlich beschreiben und welche Aspekte der Mutterschaft sie jeweils thematisieren. Präsentiert werden Auszüge aus tibetischen, sikkimesischen und bhutanesischen Quellen der Barawa-Kagyü-Tradition, die sich zum Teil im Besitz der Staatsbibliothek zu Berlin befinden.

Die Vortragssprache ist Englisch. Bei Fragen kontaktieren Sie uns unter: ostasienabt@sbb.spk-berlin.de.

Der Vortrag wird darüber hinaus via Webex gestreamt und aufgezeichnet*. Sie können am Vortrag über Ihren Browser ohne Installation einer Software teilnehmen. Klicken Sie dazu unten auf „Zum Vortrag“, folgen dem Link „Über Browser teilnehmen“ und geben Ihren Namen ein.

Alle bislang angekündigten Vorträge finden Sie hier. Die weiteren Termine kündigen wir in unserem Blog und auf unserem X-Account, Mastodon und BlueSky an.

We are delighted to invite you to the first Tibetological CrosAsia Talk of this year: On September 25, 2025, at 6 pm (Berlin time), Dr. Marlene Erschbamer will present an online lecture on „Reading Outside the Lines – Motherhood and the Roles of Mothers within the Barawa Kagyu Tradition of Tibetan Buddhism„.

Motherhood is a complex and highly ambivalent role for women. It becomes even more complicated when the roles of mothers are examined through a religious lens. This applies also to the image of motherhood in Tibetan Buddhism. To get an idea of motherhood through the centuries, it is helpful to read between the lines, but also outside the lines, of Tibetan texts.
From a Tibetan Buddhist perspective, women are expected to be loving and caring mothers, ideally to all sentient beings. At the same time, being a mother means placing obstacles on one’s spiritual path. Motherhood takes place between love and compassion, but also involves challenges, disappointments and hardships.
This lecture provides an insight into the different ways in which mothers have been portrayed in relation to a Buddhist tradition, with a focus on the Barawa Kagyu tradition. Topics include idealised representations of the conception, pregnancy and birth of a Buddhist master, obstacles to childbirth and challenges associated with motherhood, and Buddhist nuns who became mothers. It also asks whether male and female authors differ in the extent to which mothers are described in their texts and what aspects of motherhood they address. Extracts are presented from Tibetan, Sikkimese and Bhutanese sources of the Barawa Kagyu tradition. Some of these sources are part of the Staatsbibliothek zu Berlin.

The lecture will be held in English. If you have any questions, please contact us: ostasienabt@sbb.spk-berlin.de.

The lecture will also be streamed and recorded via Webex*. You can take part in the lecture using your browser without having to install a special software. Please click on the respective button “To the lecture” below, follow the link “join via browser” (“über Browser teilnehmen”), and enter your name.

You can find all previously announced lectures here. We will announce further dates in our blog and on X, Mastodon and BlueSky.

 

*Mit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung räumen Sie der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und ihren nachgeordneten Einrichtungen kostenlos alle Nutzungsrechte an den Bildern/Videos ein, die während der Veranstaltung von Ihnen angefertigt wurden. Dies schließt auch die kommerzielle Nutzung ein. Diese Einverständniserklärung gilt räumlich und zeitlich unbeschränkt und für die Nutzung in allen Medien, sowohl für analoge als auch für digitale Verwendungen. Sie umfasst auch die Bildbearbeitung sowie die Verwendung der Bilder für Montagen. / By participating, you grant the Stiftung Preußischer Kulturbesitz and its subordinate institutions free of charge all rights of usage of pictures and videos taken of you during this lecture presentation. This declaration of consent is valid in terms of time and space without restrictions and for usage in all media, including analogue and digital usage. It includes image processing and the usage of photos in composite illustrations. German law will apply.

CrossAsia Talks: Sarah Panzer 04.09.2025

(See English below)

Wir laden Sie herzlich zum ersten japanologischen CrossAsia Talk nach der Sommerpause ein: Am 4. September 2025 ab 18 Uhr (Berliner Zeit) wird Frau Prof. Sarah Panzer (Missouri State University) Einblicke in ihre Forschungsarbeit „Documenting the Lives of Germany’s ‘Forgotten’ Prisoners of War (POWs): Photographs in the Bandō-Sammlung“ geben. Die Vortragende war im Frühling diesen Jahres im Rahmen des Stipendienprogramms der Stiftung Preußischer Kulturbesitz an der Staatsbibliothek in der Ostasienabteilung zu Gast und hat sich intensiv mit der Bandō-Sammlung beschäftigt.

On 7 November, 1914 the German garrison at Tsingtao (Qingdao), following a brief siege, surrendered to Japanese and British colonial troops. The German servicemen captured at Tsingtao were subsequently interned in Japan for the duration of the First World War. After early temporary arrangements—including barracks dating back to the Russo-Japanese War—proved inadequate, a series of POW camps were constructed across Japan. These camps became a kind of wartime ‘Ersatz Deutschland’ for their occupants, with multiple musical and theatrical ensembles organized within the various camps, as well as teams and training groups for popular sports and leisure activities. The differences between the camps notwithstanding, all variously functioned as sites where German identity was translated, represented, and negotiated within the context of extended internment. This fragile connection back to Germany became all the more important as the POWs began to suspect that their existence—to say nothing of their personal sacrifice as prisoners—had been forgotten.

Like their counterparts in Europe, some of the men interned in Japan during the First World War had access to private cameras, which they either brought with them from China or acquired in Japan. They used their cameras to document life in the camps, as well as to capture images of Japan and the Japanese. The photos produced within the camps, whether as discrete albums or as individual snapshots, provide insight into how POWs made sense of their experience in Japan and their ambivalent position as, on the one hand, emissaries of German Kultur, and, on the other, prisoners subject to the authority of the Japanese Empire. Drawing on the work of historians such as Maiken Umbach, who has argued that photographs are often more “usefully thought of as performative props than as documents of historical reality,” in this presentation I interrogate the photos and photo albums created by the German POWs and archived within the Bandō-Sammlung as a window into their understanding of themselves and their relationship to Germany and to Japan.

Die Vortragssprache ist Englisch. Bei Fragen kontaktieren Sie uns unter: ostasienabt@sbb.spk-berlin.de.

Der Vortrag wird darüber hinaus via Webex gestreamt und aufgezeichnet*. Sie können am Vortrag über Ihren Browser ohne Installation einer Software teilnehmen. Klicken Sie dazu unten auf „Zum Vortrag“, folgen dem Link „Über Browser teilnehmen“ und geben Ihren Namen ein.

Alle bislang angekündigten Vorträge finden Sie hier. Die weiteren Termine kündigen wir in unserem Blog und auf unserem X-AccountMastodon und BlueSky an.

We cordially invite you to attend the first japanological CrossAsia Talk after the summer break: On 4 September 2025 from 6 pm (Berlin time), Prof. Sarah Panzer (Missouri State University) will give insights into her research work ‘Documenting the Lives of Germany’s “Forgotten” Prisoners of War (POWs): Photographs in the Bandō Collection’. The lecturer was a guest at the State Library in the East Asia Department in spring 2025 as part of the grant programme of the Stiftung Preußischer Kulturbesitz and worked intensively on the Bandō Collection.

On 7 November, 1914 the German garrison at Tsingtao (Qingdao), following a brief siege, surrendered to Japanese and British colonial troops. The German servicemen captured at Tsingtao were subsequently interned in Japan for the duration of the First World War. After early temporary arrangements—including barracks dating back to the Russo-Japanese War—proved inadequate, a series of POW camps were constructed across Japan. These camps became a kind of wartime ‘Ersatz Deutschland’ for their occupants, with multiple musical and theatrical ensembles organized within the various camps, as well as teams and training groups for popular sports and leisure activities. The differences between the camps notwithstanding, all variously functioned as sites where German identity was translated, represented, and negotiated within the context of extended internment. This fragile connection back to Germany became all the more important as the POWs began to suspect that their existence—to say nothing of their personal sacrifice as prisoners—had been forgotten.

Like their counterparts in Europe, some of the men interned in Japan during the First World War had access to private cameras, which they either brought with them from China or acquired in Japan. They used their cameras to document life in the camps, as well as to capture images of Japan and the Japanese. The photos produced within the camps, whether as discrete albums or as individual snapshots, provide insight into how POWs made sense of their experience in Japan and their ambivalent position as, on the one hand, emissaries of German Kultur, and, on the other, prisoners subject to the authority of the Japanese Empire. Drawing on the work of historians such as Maiken Umbach, who has argued that photographs are often more “usefully thought of as performative props than as documents of historical reality,” in this presentation I interrogate the photos and photo albums created by the German POWs and archived within the Bandō-Sammlung as a window into their understanding of themselves and their relationship to Germany and to Japan.

The lecture will be held in English. If you have any questions, please contact us: ostasienabt@sbb.spk-berlin.de.

The lecture will also be streamed and recorded via Webex*. You can take part in the lecture using your browser without having to install a special software. Please click on the respective button “To the lecture” below, follow the link “join via browser” (“über Browser teilnehmen”), and enter your name.

You can find all previously announced lectures here. We will announce further dates in our blog and on XMastodon and BlueSky.

 

*Mit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung räumen Sie der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und ihren nachgeordneten Einrichtungen kostenlos alle Nutzungsrechte an den Bildern/Videos ein, die während der Veranstaltung von Ihnen angefertigt wurden. Dies schließt auch die kommerzielle Nutzung ein. Diese Einverständniserklärung gilt räumlich und zeitlich unbeschränkt und für die Nutzung in allen Medien, sowohl für analoge als auch für digitale Verwendungen. Sie umfasst auch die Bildbearbeitung sowie die Verwendung der Bilder für Montagen. / By participating, you grant the Stiftung Preußischer Kulturbesitz and its subordinate institutions free of charge all rights of usage of pictures and videos taken of you during this lecture presentation. This declaration of consent is valid in terms of time and space without restrictions and for usage in all media, including analogue and digital usage. It includes image processing and the usage of photos in composite illustrations. German law will apply.

Newsletter 34 – CrossAsia Highlights der ersten Jahreshälfte 2025

Liebe CrossAsia Nutzer:innen,

 

von filmischen Annäherungen an Tibet über neue Datenbanklizenzen bis hin zu besonderen Schenkungen aus Thailand: Es gibt viel zu berichten. Werfen Sie mit uns in diesem Newsletter einen Blick auf all das, was sich in der ersten Jahreshälfte bei CrossAsia ereignet hat:

 

Sammlung Wolf Kahlen zum tibetischen Gelehrten Thang-stong-rgyal-po online!

Die Ostasienabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin hat die digitalisierte Sammlung des Künstlers und Tibetforschers Wolf Kahlen übernommen. Sie dokumentiert seine Forschungsreisen zwischen 1985 und 1994 durch Tibet, Nepal, China und die Mongolei und umfasst Fotografien, Reisetagebücher und Dokumentarfilme.

Schwerpunkt der Sammlung sind Kahlens Forschungen zu Thang-stong-rgyal-po (1361-1485), einem buddhistischen Gelehrten und Begründer der tibetischen Oper. Die Fotografien stehen für die wissenschaftliche Nutzung frei zur Verfügung, weitere Materialien sind auf Anfrage zugänglich.

Weitere Informationen:

 

Kontakt: x-asia@sbb.spk-berlin.de

 

Haben Sie schon den neuen und verbesserten Blauen Leihverkehr genutzt?

Schon seit dem vergangenen Jahr können Sie über den Blauen Leihverkehr sämtliche ausleihfähigen Bestände der Staatsbibliothek anfordern – sowohl die Bestände in ost-, zentral- und südostasiatischen Sprachen als auch die umfassende und stets aktuelle Sammlung westlichsprachiger Forschungsliteratur zu Asien.

Werfen Sie doch direkt mal einen Blick in die CrossAsia Suche!

 

Neue Publikationen im CrossAsia Open Access Repository

Neben Band 3 der Alliance for Research on East Asia (AREA) Ruhr Working Papers wurden die drei sinologischen Beiträge Xinyatuoluo : Envoy of Dashi or Wuxun, or Muscat or Sohar or…“, „Of Red Parrots from Dashi 大食 Submitted to the Song Court in the Eleventh Century“ und  „Pujiaxin 蒲加心 : an inter-national man of mystery in eleventh century China?“ von Johannes Kurz veröffentlicht. Ebenso die Zusammenfassung des bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) vorgelegten Abschlussberichts für das Forschungsprojekt „Urban-rural migration and rural revitalization in Japan“. Weitere Blogbeiträge des gleichen DFG-Projekts aus dem Zeitraum Juli 2024 bis Juni 2025 befinden sich derzeit in Vorbereitung für die Freischaltung. Darüber hinaus sind Folien einer Schulung von Seiten des FID Asien zum Umgang mit Forschungsdaten einsehbar. Wir bedanken uns bei allen Beitragenden für die Nutzung dieses Angebots! Open Access ermöglicht unbeschränkten und kostenlosen Zugang zu wissenschaftlicher Information. Dies stärkt die Sichtbarkeit von faktenbasiertem Wissen im Internet. Umfangreiche Informationen rund um Open Access bietet die Webseite des open-access.network.

 

Das CrossAsia Open Access Repository ist das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft empfohlene Fachrepositorium für die Asienwissenschaften (DFG-White List für fachspezifische Repositorien). Es bietet langfristige Archivierung sowie gute Auffindbarkeit der Inhalte dank DOI/URN-Vergabe und Nachweis in den einschlägigen Recherche-Tools. Sowohl Erst- und Zweitveröffentlichungen als auch Forschungsdaten können im CrossAsia Open Access Repository publiziert werden. Bei Fragen zu diesem kostenfreien Service kontaktieren Sie uns gerne unter x-asia@sbb.spk-berlin.de

 

Neue Datenbanken auf CrossAsia

  • 史料纂集 (第3期) Shiryō Sanshū (Teil 3): Bei Shiryō Sanshū (Verlag Yagi Shoten) handelt es sich um eine Materialsammlung historischer Dokumente in moderner Druckschrift. Mit Teil 3 der Onlineausgabe wird das Kokirokuhen mit den Bänden 4-7 der Zeitperioden Muromachi sowie Sengoku fortgesetzt ( 第3期:古記録編 室町・戦国 ④~⑦) und bietet Volltext-Zugriff auf insgesamt 60 Bände der Druckausgabe. Die Datenbank ist über JapanKnowledge abrufbar.

 

  • Digital Tibetan Archives Bonn (DTAB): Die Datenbank Digital Tibetan Archives Bonn (DTAB), die 4268 tibetische Rechtsdokumente aus verschiedenen Archiven und Privatsammlungen vereint, wird in einer neuen Präsentationsumgebung für Sie zur Nutzung zur Verfügung gestellt. Alle Informationen aus der alten Datenbank wurden dabei übernommen und neu aufbereitet. Darüber hinaus wurde die Datenbank stellenweise mit tibetischer Originalschrift ergänzt.

 

 

  • 臺灣時報系列 Taiwan Times: Taiwan Times 臺灣時報 wurde während der japanischen Besatzung (1895-1945) als japanische Zeitschrift vom Taiwanese Governor’s House herausgegeben und enthält Artikel und statistisches Material aus vielen Bereichen. Die Datenbank deckt fast den gesamten Zeitraum der japanischen Besatzung ab und enthält auch den Vorgängerbericht der Taiwan Association, 臺灣協會會報.

 

  • Gale British Library Newspapers Part VII: Southeast Asia, 1806-1977Diese Datenbank ist der kürzlich veröffentlichte, siebte Teil der digitalen Sammlung British Library Newspapers, der 36 seltene englischsprachige Zeitungen und Zeitschriften umfasst, die auf dem Gebiet der heutigen Staaten Malaysia, Myanmar, Singapur und Thailand über einen Zeitraum von mehr als 170 Jahren – von den frühen 1800er Jahren bis in die späten 1970er Jahre – veröffentlicht wurden.

 

  • Asahi Shimbun Digital: Als neue Lizenz steht für registrierte Nutzer:innen die japanischen Zeitung Asahi Shimbun Digital zur Verfügung. Darüber hinaus sind für die Asahi Shimbun Cross-Search weitere Inhalte lizenziert worden. Weitere Information finden Sie hier.

 

  • China on Film: Die Datenbank präsentiert eine Sammlung von Filmen aus dem British Film Institute (BFI), die vom frühen 20. Jahrhundert – mit einigen der frühesten bekannten Filmaufnahmen Chinas – bis zum Ende der 1990er Jahre reicht. Die Filme wurden von verschiedenen westlichen Filmemachern produziert, die in China gereist sind – darunter professionelle Filmschaffende, Touristen, Expatriates der Kolonialzeit und christliche Missionare. Die Sammlung enthält damit sowohl professionelle Produktionen als auch solche von Amateuren und umfasst Reiseberichte, Wochenschauen und Dokumentarfilme. Jeder Film wird von Audio- und Texttranskriptionen begleitet. Sie finden die Datenbank in unserer Datenbankenliste durch Anklicken der Kategorien Images, Objects, Art und dem Regionencluster Chinese Language Regions bzw. durch Auswahl des Ressourcentyps video.

 

  • UC Berkeley East Asian Library Rubbings: Bis zum 31. August 2025 können Sie die UC Berkeley East Asian Library Rubbings Collection Database testen. Die Datenbank ist durch eine Kooperation der US Berkeley mit dem Verlag der Fudan Daxue 复旦大学出版社 entstanden. Sie untergliedert sich in die acht Teildatenbanken: 摩崖石刻数据库, 碑刻数据库, 墓志、塔铭数据库, 造像数据库, 法帖数据库, 吉金数据库, 画像石数据库 und 砖瓦陶库. Die Abreibungen sind innerhalb der Teildatenbanken chronologisch sortiert. Zu jeder Abreibung finden sich Angaben wie zeitliche Einordnung, Herkunftsort, Abreibungstyp sowie eine kurze Beschreibung der wichtigsten Merkmale. Die Datenbank kann anhand dieser Beschreibungsdaten durchsucht werden. Die Digitalisate sind von ausgezeichneter Qualität.

 

 

CrossAsia Talks

Auch in diesem Jahr setzen wir unsere Reihe CrossAsia Talks erfolgreich fort. Bis zum Jahresende erwarten Sie noch einige Highlights:

 

Es lohnt auch ein Rückblick auf die vergangenen Talks in diesem Jahr:

  • 20.02.2025: Thies Staack (Universität Hamburg) nahm in seinem Vortrag „The Provenance of the Chinese Medical Manuscripts in the Unschuld Collection: New Evidence from an Unpublished Acquisition Notebook“ die umfangreiche Sammlung Unschuld mit chinesischen medizinischen Handschriften in den Blick und widmete sich erstmals und mittels einer bisher unveröffentlichten Quelle aus dem Besitz von Herrn Prof. Paul U. Unschuld der Provenienz dieser Handschriften. (Keine nachträgliche Online-Veröffentlichung)
  • 27.03.2025: Im Vortrag „The plight of expectant officials through the lens of the daily Shenbao“präsentierte Frau Prof. Elisabeth Kaske (Universität Leipzig), wie die Shanghaier Zeitung Shenbao die prekäre Situation der „Erwartungsbeamten der späten Qing-Zeit kommentierte – ihre zunehmende Zahl durch den Verkauf von Amtstiteln, ihre oft unsichere Beschäftigung und die wachsende Kritik an diesem System. Diese Analyse stützt Frau Kaske auf die digitale Auswertung der Shenbao-Archive und die damit verbundenen methodischen Herausforderungen.
  • 05.05.2025: Lukáš Kubík(Karls-Universität, Prag) hielt den Vortrag „(Un)official Korean Sources on late Koryŏ in the Staatsbibliothek zu Berlin’s East Asian Collection“, in dem er die Erkenntnisse aus seiner Forschung in den Berliner Beständen zu historischen Quellen aus der späten Koryŏ-Zeit genauer vorstellte. Während die offizielle Geschichtsschreibung wichtige Ereignisse dokumentiert, bietet eine Reihe inoffizieller Quellen einzigartige, oft persönliche Perspektiven, die unser Verständnis der Vergangenheit bereichern. Dazu gehören Lehrtexte, die in privaten Akademien verwendet werden, oder Sŏwŏn (書院), die die koreanische Geschichte aus früheren Werken zusammenstellen, um für Schüler einen verständlichen Überblick zu schaffen. Ebenso bedeutsam sind die Munjip (文集), die gesammelten Schriften von Gelehrten, Beamten und Literaten, in denen persönliche Überlegungen und Erfahrungen festgehalten sind, die selten in staatlich sanktionierten Aufzeichnungen zu finden sind. Diese verschiedenen Quellen offenbaren ein komplexes und facettenreiches Bild der historischen und intellektuellen Traditionen Koreas und ermöglichen es uns, weithin akzeptierte Darstellungen und individuelle Standpunkte zu untersuchen.

 

Wie klangen Buddhas Worte im Originalton? – Eine Tripitaka-Schenkung an die Staatsbibliothek

Am 28. April 2025 fand im Dietrich-Bonhoeffer-Saal der Staatsbibliothek die feierliche Übergabe des 80-bändigen Tripitaka-Sets „World Tipitaka Saj-jhā-ya Phonetic Recitation“ der World Tipitaka Foundation statt. Das 80-bändige Werk erschien erstmals 2016 in Thailand als Gedenkausgabe zu Ehren des thailändischen Königs Bhumibol Adulyadej und der Königin Sirikit und wird an ausgewählte Bibliotheken und akademische Einrichtungen in über 30 Ländern übergeben. Die 40-bändige Teilausgabe zu Ehren König Bhumibol Adulyadej des Großen verwendet zur Wiedergabe des Pali Textes außer der thailändischen Schrift eine phonetische Umschrift, die die exakte Aussprache des originalen Pali-Textes ermöglicht. Die ebenfalls 40 Bände umfassende Teilausgabe, die Königin Sirikit gewidmet ist, enthält neben der speziell entwickelten phonetischen Umschrift in lateinischen Buchstaben und der thailändischen Schrift eine Notation mit Musiknoten, die den authentischen Rhythmus und Ton des Pali-Textes nachvollziehbar macht. Weitere Infos zu dieser außergewöhnlichen Schenkung finden Sie in unserem Blog.

 

Vernetzung durch Koreanistik: ENKRS-Workshop 2025

Der Workshop 2025 des European Network of Korean Resources Specialists (ENKRS) fand vom 21. bis 24. Mai in Olomouc, Tschechien, statt und wurde vom Lehrstuhl für Asienstudien der Palacký-Universität ausgerichtet. Das diesjährige Thema „Korean Studies Librarianship and Digital Humanities: Opportunities and Challenges for Librarians in Supporting the Next Generation of Korean Studies Scholars“ brachte Fachleute zusammen, um Wissen auszutauschen und über die sich wandelnde Rolle von Bibliothekar:innen im digitalen Zeitalter zu diskutieren. Auch CrossAsia war vor Ort. Mehr erfahren Sie hier im Blog.

 

Buddhismus und Kunst in Thailand – Die Sammlung Heinrich Damm

Heinrich Damm (1947-2016) hatte seit seiner ersten Begegnung mit Thailand in den frühen 1970er Jahren die Begeisterung für das Land gepackt und sie ließ ihn nicht mehr los. Während zahlreicher Aufenthalte befasste er sich intensiv mit der Kultur, der Kunst und der Geschichte des Landes. Er erlernte Thailändisch und verbrachte längere Zeit in thailändischen Klöstern, um den Buddhismus zu studieren. In fast 50 Jahren trugen er, der beruflich als IT-Fachmann tätig war, und seine Frau Anne Heitzer (1955-2022) eine exzellente Literatursammlung mit dem Schwerpunkt Buddhismus und Kunst in Thailand zusammen. Nach dem Tode der Eheleute übernahm die Staatsbibliothek zum größten Teil als Schenkung ca. 260 Bücher aus der Sammlung, davon 57 in Thailändisch. Mehr Infos zur Sammlung Heinrich Damm finden Sie in unserem Blog.

 Meet CrossAsia

Kommen Sie mit uns ins Gespräch! Unser Team wird auf folgenden Konferenzen vertreten sein:

11.08. – 15.08.: International Association for Buddhist Studies (IABS) in Leipzig

20.08. – 22.08.: 19. Deutschsprachiger Japanologentag an der Goethe-Universität Frankfurt

09.09. – 11.09.: 5. Konferenz für Asienforschung der DGA (Deutsche Gesellschaft für Asienkunde) in Bonn

10.09. – 12.09.: 45th EASL conference, London

 

Und ein Team des FID-Netzwerks Asien wird auf folgenden Veranstaltungen vertreten sein:

08.09. 12.09.: 35. Deutscher Orientalistentag an der FAU Erlangen-Nürnberg

18.09. 20.09.: 5. Turkologentag an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

 

Wir wünschen Ihnen sonnige Sommermonate und einen erfolgreichen Start ins kommende Wintersemester!

Ihr CrossAsia Team

 

CrossAsia Talks: Maria Faust 23.10.2025

Am 23.10.2025 ab 18 Uhr hält Dr. Maria Faust (Technische Universität Chemnitz) einen Onlinevortrag mit dem Titel „Digital Senses, Analogue Landscapes? – A De-Westernized Approach of Landscape Epistemologies in Germany and China“, in dem sie untersucht, wie tiefe Mediatisierung und Digitalisierung unsere sinnliche Wahrnehmung von Landschaften in Deutschland und China verändert und zu einer zunehmend zweidimensionalen, von Sehen und Hören dominierten Landschaftserfahrung führt.

Landscape research is often situated in the Anthropocene (Dark Economies Research Group, 2023), and offers only few aspects that touch upon deep mediatization and digitalization (Jorge, 2024; Olwig, 1996; Stäheli, 2021). Moreover, de-Westernized, comparative and especially East Asian approaches are scarce (Djabarouti & Ren, 2024; Taylor & Qing, 2019). Beyond a Western approach – namely Germany –, we place particular emphasis on China as it is leading in climate protection technology with at the same time the most greenhouse gas emissions in total worldwide (Westermann, 2024) Moreover, Cosgrove notes, that the question of landscape epistemologies remains unresolved (Cosgrove, 2004, p. 54), especially under the conditions of deep mediatization. Thus, we have to ask:

Research Question: What are the epistemologies of sensory perception of landscape under the conditions of deep mediatization in both Germany and China?
Consequently, the research objective will unpack how digital media has changed our sensory perceptual experience of landscape and the world we live in and how this relates to aura and authenticity formation of landscape. Through the understanding of visual, auditory, tactile, olfactory, gustatory and equilibrium-related alterations caused by the virtual, will it be possible to contribute to an understanding of the sensory experience of the non-mediated landscape sphere. The findings suggest that the dominance of sight and sound leads to a vanishing of other sensory input forms and landscape perception becomes increasingly two-dimensional. Moreover, this new sensory perceptual experience will manifest new forms of aura and authenticity and create a paradoxical relationship between landscape and digital media. Conclusively, both China and Germany need counter-trends to regain belonging to nature which contributes to an overall improvement of well-being.

Die Vortragssprache ist Englisch. Bei Fragen kontaktieren Sie uns unter: ostasienabt@sbb.spk-berlin.de.

Der Vortrag wird via Webex gestreamt und aufgezeichnet*. Sie können am Vortrag über Ihren Browser ohne Installation einer Software teilnehmen. Klicken Sie dazu unten auf „Zum Vortrag“, folgen dem Link „Über Browser teilnehmen“ und geben Ihren Namen ein.

Alle bislang angekündigten Vorträge finden Sie hier. Die weiteren Termine kündigen wir in unserem Blog und auf unserem X-Account, Mastodon und BlueSky an.

On October 23, 2025, from 6 pm, Dr. Maria Faust (Chemnitz University of Technology) will give an online lecture titled „Digital Senses, Analogue Landscapes? – A De-Westernized Approach of Landscape Epistemologies in Germany and China,“ in which she examines how deep mediatization and digitalization are changing our sensory perception of landscapes in Germany and China, leading to an increasingly two-dimensional landscape experience dominated by sight and sound.

Landscape research is often situated in the Anthropocene (Dark Economies Research Group, 2023), and offers only few aspects that touch upon deep mediatization and digitalization (Jorge, 2024; Olwig, 1996; Stäheli, 2021). Moreover, de-Westernized, comparative and especially East Asian approaches are scarce (Djabarouti & Ren, 2024; Taylor & Qing, 2019). Beyond a Western approach – namely Germany –, we place particular emphasis on China as it is leading in climate protection technology with at the same time the most greenhouse gas emissions in total worldwide (Westermann, 2024) Moreover, Cosgrove notes, that the question of landscape epistemologies remains unresolved (Cosgrove, 2004, p. 54), especially under the conditions of deep mediatization. Thus, we have to ask:
Research Question: What are the epistemologies of sensory perception of landscape under the conditions of deep mediatization in both Germany and China?
Consequently, the research objective will unpack how digital media has changed our sensory perceptual experience of landscape and the world we live in and how this relates to aura and authenticity formation of landscape. Through the understanding of visual, auditory, tactile, olfactory, gustatory and equilibrium-related alterations caused by the virtual, will it be possible to contribute to an understanding of the sensory experience of the non-mediated landscape sphere. The findings suggest that the dominance of sight and sound leads to a vanishing of other sensory input forms and landscape perception becomes increasingly two-dimensional. Moreover, this new sensory perceptual experience will manifest new forms of aura and authenticity and create a paradoxical relationship between landscape and digital media. Conclusively, both China and Germany need counter-trends to regain belonging to nature which contributes to an overall improvement of well-being.

The lecture will be held in English. If you have any questions, please contact us: ostasienabt@sbb.spk-berlin.de.

The lecture will be streamed and recorded via Webex*. You can take part in the lecture using your browser without having to install a special software. Please click on the respective button “To the lecture” below, follow the link “join via browser” (“über Browser teilnehmen”), and enter your name.

You can find all previously announced lectures here. We will announce further dates in our blog and on X, Mastodon and BlueSky.

 

*Mit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung räumen Sie der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und ihren nachgeordneten Einrichtungen kostenlos alle Nutzungsrechte an den Bildern/Videos ein, die während der Veranstaltung von Ihnen angefertigt wurden. Dies schließt auch die kommerzielle Nutzung ein. Diese Einverständniserklärung gilt räumlich und zeitlich unbeschränkt und für die Nutzung in allen Medien, sowohl für analoge als auch für digitale Verwendungen. Sie umfasst auch die Bildbearbeitung sowie die Verwendung der Bilder für Montagen. / By participating, you grant the Stiftung Preußischer Kulturbesitz and its subordinate institutions free of charge all rights of usage of pictures and videos taken of you during this lecture presentation. This declaration of consent is valid in terms of time and space without restrictions and for usage in all media, including analogue and digital usage. It includes image processing and the usage of photos in composite illustrations. German law will apply.

References
Cosgrove, D. (2004). Landscape and Landschaft. Bulletin of the German Historical Institute, 35(Fall), 57–73. Retrieved from https://www.ghi-dc.org/publication/bulletin-35-fall-2004
Dark Economies Research Group (2023). Haunted Landscapes: Nature, Super-Nature, and Global Environments. Retrieved from https://darkeconomies.co.uk/haunted-landscapes/
Djabarouti, J., & Ren, Y. (2024). Cultural convergence in heritage landscape conservation: A comparative study of Chinese and English traditions. Arts & Communication, 2(1), 1923. https://doi.org/10.36922/ac.1923
Jorge, A. (2024). (Dis)connected atmospheres: Tourist locations in dead zones in post-pandemic Portugal. Nordicom, University of Gothenburg. https://doi.org/10.48335/9789188855961-16
Olwig, K. R. (1996). Recovering the Substantive Nature of Landscape. Annals of the Association of American Geographers, 86(4), 630–653. https://doi.org/10.1111/j.1467-8306.1996.tb01770.x
Stäheli, U. (2021). Soziologie der Entnetzung. Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft: Vol. 2337. Berlin: Suhrkamp.
Taylor, K., & Qing, X. (2019). Challenging landscape Eurocentrism An Asian perspective. In P. Howard, I. H. Thompson, E. Waterton, & M. Atha (Eds.), Routledge companions. The Routledge companion to landscape studies (pp. 311–328). Abingdon, Oxon: Routledge.
Westermann, R. (2024, September 16). Grün in China investieren. Retrieved from https://eco-city-china.com/newsroom/artikel-1/gruen-in-china-investieren

Online-Workshop „Open-Access-Publizieren in der Japanforschung“, 13.06.2025

In Kooperation mit dem BMBF-geförderten Projekt open-access.network, der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin und dem FID Asien lädt die Vereinigung für sozialwissenschaftliche Japanforschung (VSJF) zu einem Online-Workshop „Open-Access-Publizieren in der Japanforschung“ ein. Die Veranstaltung ist Teil der Workshopreihe „Disziplinäre Angebote in Kooperation mit Fachgesellschaften“.

Datum: 13.06.2025
Uhrzeit: 14:00 bis 16:00 Uhr

Die Veranstaltung richtet sich an Wissenschaftler*innen und wissenschaftlich Publizierende aller Karrierestufen aus dem Bereich der Japanforschung und ist ein kostenfreies Angebot. Um Anmeldung über den folgenden Link wird gebeten bis 11.06.2025:

 https://open-access.network/fortbilden/workshops/workshops-disziplinaere-angebote-in-kooperation-mit-fachgesellschaften/open-access-publizieren-japanforschung.

Nach Anmeldung erhalten Sie eine Bestätigungsemail mit einem Link zur Veranstaltung.

Zugleich bitten wir um Einreichung von Fragen oder Beispielen zu Erfahrungen mit dem Publizieren im Open-Access vorab unter folgendem Box-Link bis spätestens 6.6.2025:
https://box.fu-berlin.de/s/RkLtjDaLtRdYP6p .

Bei Fragen zur Veranstaltung senden Sie bitte eine E-Mail an linda.martin(at)open-access-berlin.de oder cosima.wagner(at)fu-berlin.de.

Abstract

Die digitale Transformation der Wissenschaft hat auch in der Japanologie die Art und Weise, wie Forschungsergebnisse publiziert werden, verändert. Zu klassischen Monografien und Zeitschriftenaufsätzen in Print sind in den letzten Jahren verstärkt eBooks, elektronische Zeitschriften und Wissenschaftsblogs als digitale Formate hinzugetreten. Während im Falle von eBooks und elektronischen Fachzeitschriften die digitalen Ausgaben den Vorteil einer schnellen, bequemen Erreichbarkeit von Fachliteratur “per Mouse-Klick” ermöglichen, erfordern sie auf Seiten von Bibliotheken ein komplexes Lizenz- und Zugangsmanagement sowie immer schwieriger werdende Erwerbungsentscheidungen zwischen sinkendem Anschaffungsbudget und stetig ansteigenden Kosten für zu lizensierende eRessourcen. Japan-Forschende, die Fachliteratur publizieren wollen, stehen wiederum vor der Frage, wie sie ihre Forschungsergebnisse auch digital sichtbar und für ein möglichst großes Publikum zugänglich publizieren können. Die Suche nach einem geeigneten Publikationsort wird darüber hinaus häufig von der Wahl eines mit (vermeintlich) hohem Renommee verbundenen Verlages beeinflusst.

Welche Rolle kann vor diesem Hintergrund das Publizieren im Open Access, d.h. die Schaffung von freiem Zugang zu wissenschaftlicher Information im Internet, einnehmen? Warum lohnt es sich, Publikationen zur offenen, selbst bestimmten Nachnutzung (über die Wahl einer offenen Lizenz) freizugeben? Unter welchen rechtlichen Bedingungen können die eigenen Texte z.B. auch in Fachrepositorien wie dem CrossAsia Repository (zusätzlich) zugänglich gemacht werden? Welche Positionen nehmen Förderorganisationen ein und welche Unterstützung bieten Bibliotheken, Infrastrukturanbieter*innen und Open-Access-Expert*innen?

Neben diesen allgemeinen Fragen rund um das Thema Open Access sollen im Workshop auch Praxisbeispiele der Teilnehmenden diskutiert und Möglichkeiten des Open-Access-Publizierens in der Japanforschung erörtert werden. Die Veranstaltung umfasst folgende Themenschwerpunkte:

●       Kurze Input-Beiträge zu
○       allgemeinen Informationen zu Open Access
○       Open Access aus der Sicht einer japanologischen Fachbibliothek
○       Service- und Unterstützungsangeboten des Fachinformationsdiensts (FID) Asien

●       Austausch zu Praxisbeispielen
○       “Bring your own problem”
○       “Meine Open Access Publikation“ (Austausch von Erfahrungswerten in der Gruppe)

Ziel des Workshops ist es, Basiskenntnisse zu Open Access zu vermitteln, einen Raum für den Austausch zum offenen wissenschaftlichen Publizieren in der Japanforschung zu eröffnen sowie die Handlungsspielräume des offeneren wissenschaftsgeleiteten Publizierens zu entdecken.

Agenda

14:00-14:10    Begrüßung (VSJF Vorstand, open-access.network)

14:10-14:25    Open Access: Grundlagen (open-access.network)

14:25-14:35   Open Access aus der Sicht einer japanologischen Fachbibliothek (C.Wagner, FUB UB)

14:35-14:50   Meine OA-Publikation (Austausch von Erfahrungswerten in Gruppen)

14:50-15:00   Plenum: Bericht zu Erfahrungswerten aus den Gruppen

15:00-15:30   „Bring your own problem“ (vorab eingereichte Kurzbeiträge der Teilnehmenden)

15:30-15:50   Service- und Unterstützungsangebote des FID Asien/CrossAsia

15:50-16:00   Offene Fragen und Wrap-Up

16:00                 Ende

Lektüretipps zur Vorbereitung

Becklas, C. (2025). Artikel Open Access publizieren. Eine Checkliste für Wissenschaftler*innen. https://doi.org/10.5281/zenodo.15082172

Brinken, H. (2021). 10 Gründe für Open Access. https://doi.org/10.5446/51995

Brehm, E., & Martin, L. (2024). Mehr als ein Format – Wege zur Open Access Publikation. https://doi.org/10.5281/zenodo.13867055

CrossAsia Talks: Lukáš Kubík 05.05.2025

(See English below)

Nach seinem Aufenthalt in der Ostasienabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin im Rahmen des Stipendienprogramms der Stiftung Preußischer Kulturbesitz im Jahr 2024 hält Herr Lukáš Kubík (Karls-Universität, Prag) am 05.05.2025 ab 18 Uhr (Berliner Zeit) einen Onlinevortrag mit dem Thema (Un)official Korean Sources on late Koryŏ in the Staatsbibliothek zu Berlin’s East Asian Collection“. In seinem Vortrag wird er die Erkenntnisse aus seiner Forschung in den Berliner Beständen zu historischen Quellen aus der späten Koryŏ-Zeit genauer vorstellen.

In this lecture, I will talk about Korean historical sources held in the East Asian collection of the Staatsbibliothek zu Berlin, focusing on both official and unofficial narratives from the late Koryŏ period onward. While official histories document key events, a range of unofficial sources offers unique, often personal perspectives that enrich our understanding of the past. Among these are educational texts used in private academies, or Sŏwŏn (書院), which compile Korean history from earlier works to create accessible overviews for students. Equally significant are the Munjip (文集), or collected writings of scholars, officials, and literati, which capture personal reflections and experiences rarely found in state-sanctioned records. These various sources reveal a complex and multifaceted picture of Korea’s historical and intellectual traditions, allowing us to explore widely accepted accounts and individual viewpoints.

Die Vortragssprache ist Englisch. Bei Fragen kontaktieren Sie uns unter: ostasienabt@sbb.spk-berlin.de.

Der Vortrag wird via Webex gestreamt und aufgezeichnet*. Sie können am Vortrag über Ihren Browser ohne Installation einer Software teilnehmen. Klicken Sie dazu unten auf „Zum Vortrag“, folgen dem Link „Über Browser teilnehmen“ und geben Ihren Namen ein.

Alle bislang angekündigten Vorträge finden Sie hier. Die weiteren Termine kündigen wir in unserem Blog und auf unserem X-Account an.

Weitere Informationen zum Vortragsthema finden Sie im Gastbeitrag von Herrn Kubík zu seinem Forschungsaufenthalt an der Staatsbibliothek zu Berlin. Alle Informationen zum Stipendienprogramm der Stiftung Preußischer Kulturbesitz können Sie hier finden.

After his stay as part of the grant programme of the Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Mr Lukáš Kubík (Charles University, Prague) will give an online lecture on 5 May 2025 from 6 pm (Berlin time) on the topic ‘(Un)official Korean Sources on late Koryŏ in the Staatsbibliothek zu Berlin’s East Asian Collection’. In his lecture, he will present the findings from his research in the Berlin holdings on historical sources from the late Koryŏ period in more detail.

In this lecture, I will talk about Korean historical sources held in the East Asian collection of the Staatsbibliothek zu Berlin, focusing on both official and unofficial narratives from the late Koryŏ period onward. While official histories document key events, a range of unofficial sources offers unique, often personal perspectives that enrich our understanding of the past. Among these are educational texts used in private academies, or Sŏwŏn (書院), which compile Korean history from earlier works to create accessible overviews for students. Equally significant are the Munjip (文集), or collected writings of scholars, officials, and literati, which capture personal reflections and experiences rarely found in state-sanctioned records. These various sources reveal a complex and multifaceted picture of Korea’s historical and intellectual traditions, allowing us to explore widely accepted accounts and individual viewpoints.

The lecture will be held in English. If you have any questions, please contact us: ostasienabt@sbb.spk-berlin.de.

The lecture will be streamed and recorded via Webex*. You can take part in the lecture using your browser without having to install a special software. Please click on the respective button “To the lecture” below, follow the link “join via browser” (“über Browser teilnehmen”), and enter your name.

You can find all previously announced lectures here. We will announce further dates in our blog and on X.

Further information on the topic of the lecture can be found in Mr Kubík’s guest article on his research stay at the Staatsbibliothek zu Berlin. All inormation about the Grant program of the Stiftung Preußischer Kulturbesitz can be found here.

 

*Mit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung räumen Sie der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und ihren nachgeordneten Einrichtungen kostenlos alle Nutzungsrechte an den Bildern/Videos ein, die während der Veranstaltung von Ihnen angefertigt wurden. Dies schließt auch die kommerzielle Nutzung ein. Diese Einverständniserklärung gilt räumlich und zeitlich unbeschränkt und für die Nutzung in allen Medien, sowohl für analoge als auch für digitale Verwendungen. Sie umfasst auch die Bildbearbeitung sowie die Verwendung der Bilder für Montagen. / By participating, you grant the Stiftung Preußischer Kulturbesitz and its subordinate institutions free of charge all rights of usage of pictures and videos taken of you during this lecture presentation. This declaration of consent is valid in terms of time and space without restrictions and for usage in all media, including analogue and digital usage. It includes image processing and the usage of photos in composite illustrations. German law will apply.

CrossAsia Talks: Elisabeth Kaske 27.03.2025

(See English below)

Frau Prof. Elisabeth Kaske (Universität Leipzig) wird uns am 27. März 2025 ab 18 Uhr eines ihrer aktuellen Forschungsthemen unter dem Titel „The plight of expectant officials through the lens of the daily Shenbao“ im Rahmen eines neuen CrossAsia Talk vorstellen. Ihr Vortrag untersucht, wie die Shanghaier Zeitung Shenbao die prekäre Situation der „Erwartungsbeamten der späten Qing-Zeit kommentierte – ihre zunehmende Zahl durch den verkauf von Amtstiteln, ihre oft unsichere Beschäftigung und die wachsende Kritik an diesem System. Diese Analyse stützt Frau Kaske auf die digitale Auswertung der Shenbao-Archive und die damit verbundenen methodischen Herausforderungen.

State bureaucrats became an object of ridicule in many literatures of the late nineteenth and early twentieth centuries, think of Gogol or Kafka or Li Boyuan’s Officialdom Exposed. However, they are not normally an object of compassion. This talk explores how the Shanghai daily newspaper Shenbao treated a very specific group of officials, namely the expectant officials of late Qing China.
Their numbers had become inflated by the widespread sale of official rank since the 1850s. Although they sported official titles like “magistrate” or “prefect” or “circuit intendant,” their employment situation was often precarious, with the luckier ones employed in newly established provincial bureaus. By the early 1900s, this system of parallel bureaucracies became increasingly seen as an aberration, as one commentator put it: “Foreigner are telling jokes that talent in China is defined exclusively as ‘expectant circuit intendant’. When I heard this, it makes me sweat.” (Shenbao 1907/02/22)
Wang Juan has argued that ridicule of the officialdom was a product of the tabloid press which only emerged after the failed reform movement of 1898. Before the disaster of defeat in the Sino-Japanese War gave rise to a public sphere in the late 1890s, Shenbao was (almost) the only Chinese language newspaper that commented publicly on government affairs. What was the stance of the newspaper towards the problem of expectant officials? When was it recognized as a problem? What were the solutions? When and how did a problem-solving attitude shift to ridicule and exasperation?
I have used Shenbao to gauge the changing perception of the expectant officials through almost forty years of Shenbao publishing from 1872 to 1911. Shenbao is entirely digitized. CrossAsia currently holds two versions of the Shenbao corpus. In addition, I have used the HistText corpus established by Christian Henriot and his team. However, the use of these corpuses poses methodological problems. The search “expectant official” yields a huge amount of results. Moreover, we need to distinguish journalistic comment from the memorials collected in the reprints of the Peking Gazette and from news items, which in all of these corpuses cannot be entirely mechanized. This exploratory talk from the perspective of a user of these corpuses will discuss the problems, possible solutions and tentative results.

Die Vortragssprache ist Englisch. Bei Fragen kontaktieren Sie uns unter: ostasienabt@sbb.spk-berlin.de.

Der Vortrag wird darüber hinaus via Webex gestreamt und aufgezeichnet*. Sie können am Vortrag über Ihren Browser ohne Installation einer Software teilnehmen. Klicken Sie dazu unten auf „Zum Vortrag“, folgen dem Link „Über Browser teilnehmen“ und geben Ihren Namen ein.

Alle bislang angekündigten Vorträge finden Sie hier. Die weiteren Termine kündigen wir in unserem Blog und auf unserem X-Account an.

Prof. Elisabeth Kaske (Leipzig University) will present one of her current research topics entitled ‘The plight of expectant officials through the lens of the daily Shenbao’ in a new CrossAsia Talk on 27 March 2025 from 6 pm. Her talk will examine how the Shanghai newspaper Shenbao commented on the precarious situation of the ‘expectant officials of the late Qing period – their increasing numbers through the sale of official titles, their often insecure employment and the growing criticism of this system. Ms Kaske bases this analysis on the digital analysis of the Shenbao archives and the methodological challenges associated with it.

State bureaucrats became an object of ridicule in many literatures of the late nineteenth and early twentieth centuries, think of Gogol or Kafka or Li Boyuan’s Officialdom Exposed. However, they are not normally an object of compassion. This talk explores how the Shanghai daily newspaper Shenbao treated a very specific group of officials, namely the expectant officials of late Qing China.
Their numbers had become inflated by the widespread sale of official rank since the 1850s. Although they sported official titles like “magistrate” or “prefect” or “circuit intendant,” their employment situation was often precarious, with the luckier ones employed in newly established provincial bureaus. By the early 1900s, this system of parallel bureaucracies became increasingly seen as an aberration, as one commentator put it: “Foreigner are telling jokes that talent in China is defined exclusively as ‘expectant circuit intendant’. When I heard this, it makes me sweat.” (Shenbao 1907/02/22)
Wang Juan has argued that ridicule of the officialdom was a product of the tabloid press which only emerged after the failed reform movement of 1898. Before the disaster of defeat in the Sino-Japanese War gave rise to a public sphere in the late 1890s, Shenbao was (almost) the only Chinese language newspaper that commented publicly on government affairs. What was the stance of the newspaper towards the problem of expectant officials? When was it recognized as a problem? What were the solutions? When and how did a problem-solving attitude shift to ridicule and exasperation?
I have used Shenbao to gauge the changing perception of the expectant officials through almost forty years of Shenbao publishing from 1872 to 1911. Shenbao is entirely digitized. CrossAsia currently holds two versions of the Shenbao corpus. In addition, I have used the HistText corpus established by Christian Henriot and his team. However, the use of these corpuses poses methodological problems. The search “expectant official” yields a huge amount of results. Moreover, we need to distinguish journalistic comment from the memorials collected in the reprints of the Peking Gazette and from news items, which in all of these corpuses cannot be entirely mechanized. This exploratory talk from the perspective of a user of these corpuses will discuss the problems, possible solutions and tentative results.

The lecture will be held in English. If you have any questions, please contact us: ostasienabt@sbb.spk-berlin.de.

The lecture will also be streamed and recorded via Webex*. You can take part in the lecture using your browser without having to install a special software. Please click on the respective button “To the lecture” below, follow the link “join via browser” (“über Browser teilnehmen”), and enter your name.

You can find all previously announced lectures here. We will announce further dates in our blog and on X.

 

*Mit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung räumen Sie der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und ihren nachgeordneten Einrichtungen kostenlos alle Nutzungsrechte an den Bildern/Videos ein, die während der Veranstaltung von Ihnen angefertigt wurden. Dies schließt auch die kommerzielle Nutzung ein. Diese Einverständniserklärung gilt räumlich und zeitlich unbeschränkt und für die Nutzung in allen Medien, sowohl für analoge als auch für digitale Verwendungen. Sie umfasst auch die Bildbearbeitung sowie die Verwendung der Bilder für Montagen. / By participating, you grant the Stiftung Preußischer Kulturbesitz and its subordinate institutions free of charge all rights of usage of pictures and videos taken of you during this lecture presentation. This declaration of consent is valid in terms of time and space without restrictions and for usage in all media, including analogue and digital usage. It includes image processing and the usage of photos in composite illustrations. German law will apply.

CrossAsia Talks: Thies Staack 20.02.2025

(See English below)

Den ersten CrossAsia Talk des Jahres 2025 wird Herr Thies Staack (Universität Hamburg) am 20. Februar 2025 ab 18 Uhr halten. Der Titel seines Online-Vortrags lautet: „The Provenance of the Chinese Medical Manuscripts in the Unschuld Collection: New Evidence from an Unpublished Acquisition Notebook“. Wir können uns somit auf einen weiteren CrossAsia Talk freuen, der die umfangreiche Sammlung Unschuld mit chinesischen medizinischen Handschriften in den Blick nimmt, sich aber erstmals und mittels einer bisher unveröffentlichten Quelle aus dem Besitz von Herrn Prof. Paul U. Unschuld der Provenienz der Handschriften widmen wird.

The provenance of the Chinese medical manuscripts collected by Paul Ulrich Unschuld has long remained an open question. Even the catalogue of the collection, published in 2012, offers very little information in this respect. The present lecture introduces a new source of provenance information: an unpublished acquisition notebook in which Unschuld recorded the date and place of purchase for nearly 800 manuscripts he acquired between 1996 and 2006. By synthesising the data contained in the notebook and in the documents kept in the archives of the Ethnological Museum of Berlin and the Berlin State Library, it has been possible to obtain provenance information on 490 manuscript volumes, which are now listed under 471 separate shelf marks in the “Unschuld collection” of the Berlin State Library. In addition to the year and month of acquisition, the city of origin could be determined for 371 of these manuscripts, and for a total of 67 even the specific location within that city. The lecture will present the results of this provenance research and describe how it was possible to match notebook entries with actual manuscripts in the Berlin State Library collection. In addition, it will further probe into the provenance of a sub-group of manuscripts that all went through the hands of the same book collector from Shanghai. Finally, the presentation will demonstrate the benefits of provenance data for research into regional peculiarities of medical knowledge and healing practices.

Die Vortragssprache ist Englisch. Bei Fragen kontaktieren Sie uns unter: ostasienabt@sbb.spk-berlin.de.

Der Vortrag wird via Webex gestreamt*. Sie können am Vortrag über Ihren Browser ohne Installation einer Software teilnehmen. Klicken Sie dazu unten auf „Zum Vortrag“, folgen dem Link „Über Browser teilnehmen“ und geben Ihren Namen ein.

Alle bislang angekündigten Vorträge finden Sie hier. Die weiteren Termine kündigen wir in unserem Blog und auf unserem X-Account an.

The first CrossAsia Talk of the year 2025 will be held by Mr Thies Staack (University of Hamburg) on February 20, 2025 from 6 pm. The title of his online lecture is: ‘The Provenance of the Chinese Medical Manuscripts in the Unschuld Collection: New Evidence from an Unpublished Acquisition Notebook’. We can therefore look forward to another CrossAsia Talk, which will focus on the extensive Unschuld Collection of Chinese medical manuscripts, but for the first time and by means of a previously unpublished source from the possession of Prof. Paul U. Unschuld will be dedicated to the provenance of the manuscripts.

The provenance of the Chinese medical manuscripts collected by Paul Ulrich Unschuld has long remained an open question. Even the catalogue of the collection, published in 2012, offers very little information in this respect. The present lecture introduces a new source of provenance information: an unpublished acquisition notebook in which Unschuld recorded the date and place of purchase for nearly 800 manuscripts he acquired between 1996 and 2006. By synthesising the data contained in the notebook and in the documents kept in the archives of the Ethnological Museum of Berlin and the Berlin State Library, it has been possible to obtain provenance information on 490 manuscript volumes, which are now listed under 471 separate shelf marks in the “Unschuld collection” of the Berlin State Library. In addition to the year and month of acquisition, the city of origin could be determined for 371 of these manuscripts, and for a total of 67 even the specific location within that city. The lecture will present the results of this provenance research and describe how it was possible to match notebook entries with actual manuscripts in the Berlin State Library collection. In addition, it will further probe into the provenance of a sub-group of manuscripts that all went through the hands of the same book collector from Shanghai. Finally, the presentation will demonstrate the benefits of provenance data for research into regional peculiarities of medical knowledge and healing practices.

The lecture will be held in English. If you have any questions, please contact us: ostasienabt@sbb.spk-berlin.de.

The lecture will be streamed via Webex*. You can take part in the lecture using your browser without having to install a special software. Please click on the respective button “To the lecture” below, follow the link “join via browser” (“über Browser teilnehmen”), and enter your name.

You can find all previously announced lectures here. We will announce further dates in our blog and on X.

 

*Mit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung räumen Sie der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und ihren nachgeordneten Einrichtungen kostenlos alle Nutzungsrechte an den Bildern/Videos ein, die während der Veranstaltung von Ihnen angefertigt wurden. Dies schließt auch die kommerzielle Nutzung ein. Diese Einverständniserklärung gilt räumlich und zeitlich unbeschränkt und für die Nutzung in allen Medien, sowohl für analoge als auch für digitale Verwendungen. Sie umfasst auch die Bildbearbeitung sowie die Verwendung der Bilder für Montagen. / By participating, you grant the Stiftung Preußischer Kulturbesitz and its subordinate institutions free of charge all rights of usage of pictures and videos taken of you during this lecture presentation. This declaration of consent is valid in terms of time and space without restrictions and for usage in all media, including analogue and digital usage. It includes image processing and the usage of photos in composite illustrations. German law will apply.