Einladung zur Vernissage und Fotoausstellung: Südwestchina – damals und heute

Die Staatsbibliothek zu Berlin und das Auswärtige Amt zeigen vom 05.09. bis 12.11.2022 eine Fotoausstellung mit historischen und aktuellen Aufnahmen aus China im Foyer der Staatsbibliothek am Potsdamer Platz.

Fritz Weiss, deutscher Konsul in China, und seine Frau, Hedwig Weiss-Sonnenburg, Reiseschriftstellerin und Kinderbuchautorin, verbrachten im Südwesten Chinas die Anfangsjahre des 20. Jahrhunderts (1899-1917), in die das Ende der Qing-Dynastie (1911) und damit das Ende der dynastischen Kaiserreiche, ebenso wie der Eintritt Chinas in den Ersten Weltkrieg fielen.

Auf ihren Reisen zu Wasser und zu Lande fotografierten sie die Landschaften und das Leben der Menschen dort. Sie bereisten abgelegene Bergregionen, Flusstäler und Minderheitengebiete und dokumentierten ihren Alltag in Städten wie Chongqing und Chengdu.

Die dabei entstandenen Dokumente wurden Teil ihres Nachlasses. Im Frühjahr 2016 hat die Staatsbibliothek zu Berlin den Weiss-Nachlass mit diesen Fotografien und Dokumenten von Tamara Wyss, der Enkelin von Fritz und Hedwig Weiss, übernommen.

Die historischen Aufnahmen der Ausstellung werden kontrastierend begleitet und ergänzt von einer Auswahl zeitgenössischer Fotos von Fotografinnen und Fotografen in China, die für diese Ausstellung gemacht und ausgewählt wurden.

Die Gegenüberstellung der historischen und der heutigen, modernen Aufnahmen veranschaulichen insbesondere auch, welche beeindruckenden Veränderungen Südwestchina in den letzten hundert Jahren erfahren und aktiv verwirklicht hat. Sei es der Bau des Drei-Schluchten-Staudamms, die Urbanisierung, Zivilisierung, die rasche Entwicklung des Eisenbahn- und Straßennetzes, oder die allgemeine Globalisierung und Modernisierung all dies veränderte die chinesische Naturlandschaft, gesellschaftliche Strukturen, Wirtschaft und Kultur in rasantem Tempo. Vieles ging dabei verloren, manches überlebte oder wurde überformt.

Stichwörter wie „Konstanten“, „Veränderungen” und „im Laufe der Zeit“ führten zu einer Ausstellungskonzeption, ursprünglich erdacht vom Deutschen Generalkonsulat in Chengdu (Provinz Sichuan) anläßlich des 50. Jahrestages der Aufnahme deutsch-chinesischer Beziehungen am 11. Oktober 1972; realisiert wurde sie in Zusammenarbeit mit der Agentur „Chongqing Three Generations & A Lifetime Culture Co., Ltd“ in Chengdu. In China wurde sie bereits an drei verschiedenen Orten und in drei verschiedenen Varianten mit großem Erfolg gezeigt. Hierbei stellten die jeweils unterschiedlichen zeitgenössischen Fotos den lokalen und regionalen Bezug zum jeweiligen Ausstellungsort her und boten so dem jeweiligen Ausstellungspublikum entsprechende nachvollziehbare Bezugspunkte.

Die Fotografien sowie auch Tondokumente, die hierfür Verwendung fanden, stammen aus dem Nachlaß des Ehepaares Weiss, der sich in der Obhut der Staatsbibliothek befindet.

Die Ausstellungstafeln sind nummeriert und zeichnen in chronologischer Abfolge die Reiserouten von Fritz und Hedwig Weiss in jenen Jahren nach, insbesondere diejenigen auf dem Yangtse nach Chongqing und Chengdu, und weiter die von Chengdu durch die Provinz Sichuan nach Yunnan und, schließlich, die Abreise aus China.

Ihren Abschluss, die vierte Station, findet diese abermals neu kuratierte Ausstellung nunmehr folgerichtig in Berlin, und zwar in der Einrichtung, in der die fotografischen Schätze, Forschungsergebnisse und Aufzeichnungen im Nachlass von Fritz und Hedwig Weiss für die Zukunft aufbewahrt werden.

Einen Eindruck vermittelt eines der CrossAsia-Themenportale auf unserer Webseite mit dem Titel „Reisen im Südwesten Chinas“.

 

 

Gerne laden wir Sie zur Eröffnung ein. Wenn Sie am 05.09.22 um 15:00 teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte unter dieser E-Mail formlos an:

 

events@sbb.spk-berlin.de

 

Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der Bibliothek (Mo–Sa, 08–22 Uhr; So, 10–18 Uhr) bei freiem Eintritt zugänglich.

 

Neuzugang: The Encyclopedia of Buddhist Arts in 20 Bänden

Wir haben eine großzügige Buchspende der National Central Library Taiwans erhalten.

Die Enzyklopädie “The Encyclopedia of Buddhist Arts” gilt als das erste moderne Kompendium der buddhistischen Künste der Welt. Veröffentlicht wurde das Werk nach einer Entstehungszeit von 12 Jahren vom Hauptquartier des chinesisch-buddhistischen Ordens Fo Guang Shan in Kaohsiung, Taiwan.

Es umfasst nahezu 3.8 Millionen chinesische Schriftzeichen und 15.000 Abbildungen. Als Bild-Nachschlagewerk konzipiert, stehen die Abbildungen gegenüber dem Text im Vordergrund.

Das Werk besteht aus den folgenden 20 Themenbänden:

Buddhistische Architektur (4 Bd.), Grotten (5 Bd.), buddhistische Plastik (4 Bd.), Malerei (3 Bd.), Kunsthandwerk (1 Bd.), Kalligraphie und Siegel (1 Bd.), Personen (1 Bd.), Index (1 Bd.).

Der zeitliche Rahmen beginnt mit der Tang-Zeit des 7. Jh. CE und reicht bis in die Neuzeit. Die großen Buddha-Statuen der Bamiyan-Höhlen in Afghanistan sind sowohl in ihrem ursprünglichen Zustand zu sehen, als auch nach gewaltsamen Sprengungen durch die Taliban im Jahre 2001. Die in der Skulpturen-Sektion aufgenommenen Buddhas wiederum, die 2012 nahe Handan, China, entdeckt wurden, bezeugen die Aktualität des Werkes auch für die jüngste Zeit.

Nach der bibliothekarischen Bearbeitung wird Ihnen das Werk bald zur Verfügung stehen.

500 thailändische Bücher neu im Katalog – Dank gilt der thailändischen Botschaft

Ende 1977 unternahm Herr Dr. Hartmut-Ortwin Feistel, der damalige Leiter der Orientabteilung, zu der der Bereich Südostasien bis 2019 gehörte, eine Reise in mehrere südostasiatische Länder, um Kontakte zu Lieferanten zu knüpfen. In Bangkok lernte er Mitarbeiter:innen des Verlags Duang Kamol kennen und beauftragte sie mit der Lieferung von Büchern. Obwohl das nicht die ersten thailändischen Bücher in der Staatsbibliothek waren, kann man sagen, dass damit der Grundstein für die moderne Sammlung thailändischer Literatur an der Staatsbibliothek zu Berlin gelegt wurde. 1978 trafen die ersten 685 Bände, überwiegend in Thailändisch, ein. In den darauffolgenden Jahren kamen zahlreiche weitere Lieferungen.

 

provisorische Titelaufnahme

Akzessionsordner

Zu der Zeit gab es in der Staatsbibliothek keine Mitarbeiter:innen, die der thailändischen Sprache mächtig waren. Um die Bücher dennoch den Leser:innen zugänglich zu machen, wurde ein thailändischer Student mit der Erfassung der bibliographischen Daten beauftragt. Das geschah, wie damals üblich, ausschließlich in Transkription. Die Erfassungsbögen wurden in 2 Ordnern abgeheftet.

Die Bücher fanden mit Signatur im Magazin ihren Platz. Theoretisch nutzbar, aber praktisch nicht auffindbar gerieten sie in Vergessenheit.

 

Thailändische Bücher im TiefmagazinAls die Ordner eines Tages wieder zum Vorschein kamen, entstand im Gespräch mit der thailändischen Botschaft die Idee zu einem Katalogisierungsprojekt. Die thailändische Botschaft stellte eine Geldspende für einen Werkvertrag zur Katalogisierung von 500 dieser thailändischen Bücher aus den Anfangsjahren zu Verfügung. Die Bücher sind alle in den 1960er und 1970er Jahren und Anfang der 1980er Jahr erschienen und konnten nun, wie es seit 2015 Standard ist, in Originalschrift und Transkription katalogisiert werden. Sie sind über den Online-Katalog der Staatsbibliothek und die CrossAsia-Suche recherchierbar. Thematisch können die Bücher hauptsächlich den Sachgebieten Geschichte, Politik, Monarchie, Verwaltung, Arbeitsmarkt, Wirtschaftsentwicklung, Buddhismus, Kunst, Literatur und Sprachwissenschaft zugeordnet werden. Unter anderem sind mehrere Titel über Teilaspekte der Kulturgeschichte des alten Siam von Chali Iamkrasin darunter. Unter den zahlreichen Romanen und Kurzgeschichten befinden sich Werke von Autoren wie Rong Wongsawan, Chalœ̄msak Rongkhaphalin, Khamphun Bunthawi, Nimit Phūmithāwō̜n, Phrǣ Sōphin, Wasan Akkaradet und Ratsamīdārā.

Hier können Sie in den Titeln stöbern.

Unser besonderer Dank gilt der Königlich Thailändischen Botschaft in Berlin für die Geldspende und Frau Panchapa Wattanasiri, die die Katalogisierung der Bücher übernommen hat.

Ausschnitt, Einband des „Fremdenführer durch das Kriegsgefangenenlager Bando, Japan“ (Signatur B-04)

Bandō-Sammlung des DIJ nun in Berlin

Ende 2021 kam die so genannte Bandō-Sammlung des Deutschen Instituts für Japanstudien (DIJ, Tokyo) als Depositum in die Betreuung durch die Ostasienabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin-PK (SBB-PK). Während des ersten Weltkriegs gerieten nach der Kapitulation von Tsingtau (i.e. Qingdao) im November 1914 rund 4700 Deutsche und Österreich-Ungarn in japanische Kriegsgefangenschaft. Sie wurden zunächst in zwölf eher provisorisch eingerichteten Gefangenenlagern untergebracht, die über ganz Japan verteilt waren und teils aus ehemaligen Tempeln, Teehäusern und öffentlichen Gebäuden bestanden. Der Krieg zog sich jedoch länger hin als zunächst erwartet. Überdies wurde die zum Teil unzureichende Unterbringung bei Inspektionen, welche die Schutzmächte Deutschlands veranlassten, kritisiert. Letztlich kam es zur Errichtung neuer Barackenlager, in welche die Gefangenen größtenteils verlegt wurden. Mit ca. 1000 Personen war das Lager Bandō (Präfektur Tokushima) eines der größten Sammellager. Unter der Leitung des sehr human eingestellten Lagerkommandanten MATSUE Toyohisa konnte sich die Eigeninitiative der Kriegsgefangenen voll entfalten. Von Vorteil war hierbei, dass die wenigsten von ihnen Berufssoldaten waren, sondern sich als Reservisten oder Freiwillige für den Dienst gemeldet hatten und somit über die unterschiedlichsten Fachkenntnisse verfügten.

Werbung der Geba auf der Rückseite des „Führer durch die Ausstellung für Bildkunst und Handfertigkeit, Kriegsgefangenenlager Bando, 1918“ (Signatur B 01)

Werbung der Geba auf der Rückseite des „Führer durch die Ausstellung für Bildkunst und Handfertigkeit, Kriegsgefangenenlager Bando, 1918“ (Signatur B 01)

Mit Sport, Gemüseanbau und allerlei Gewerben – von der Lagerbäckerei Geba über Warmbadeanstalten bis hin zum Fotoatelier – wurde versucht, die langen Stunden der Gefangenschaft sinnvoll zu füllen. Darüber hinaus engagierten sich zahlreiche der Insassen bei kulturellen Veranstaltungen wie Konzerten, Theaterstücken, Unterrichts- und Vortragsreihen. Eine Druckerei entstand ebenfalls, wodurch die Aktivitäten der Gefangenen in den erhaltenen Lagerdrucken sehr gut dokumentiert sind. Die Bandō-Sammlung war ehemals 1998 vom DIJ erworben und 2004/2005 durch zwei Schenkungen ergänzt worden. Sie umfasst neben den beiden Zeitungen, dem „Täglichen Telegrammdienst Bando“ und „Die Baracke“, monographische Werke, Vortragstexte, Landkarten, Theater- und Konzertprogramme, Fotoaufnahmen sowie einige Stücke der Kriegsgefangenenpost. Des Weiteren werden zusätzlich Fotos, drei Fotoalben, weitere Gefangenenpost und eine Reihe Druckerzeugnisse unter der Bezeichnung „Bandō-Sammlung“ subsummiert, die eigentlich in anderen Kriegsgefangenenlagern wie beispielsweise Marugame und Kurume entstanden sind.

Als ein Beitrag des DIJ zur Initiative „Deutschland in Japan 2005/2006“ wurde so gut wie die komplette Bandō-Sammlung digitalisiert und der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Auf der auf Deutsch und Japanisch angelegten Webseite findet sich neben einem Katalog, der zahlreiche Titel bis auf Inhaltsebene erschließt, eine virtuelle Ausstellung, in welcher das Lagerleben unter anderem unter den Aspekten Verpflegung, Theater, Austausch zwischen Deutschen und Japanern sowie durch einen virtuellen Lagerrundgang beleuchtet wird. Perspektivisch sollen diese Inhalte auf Webseiten der SBB-PK umziehen und ein Portal zu Materialien, die mit den japanischen Kriegsgefangenenlagern von 1914-1920 in Verbindung stehen, geschaffen werden. Eine professionelle Neudigitalisierung der Sammlung befindet sich ebenfalls in Vorbereitung

Ursprünglich verfügte die SBB-PK über eine sehr umfängliche Sammlung an Lagerdrucken aus Bandō, welche jedoch im Zweiten Weltkrieg teilweise verloren ging. Trotz einiger Dopplungen bildet das Depositum des DIJ insofern eine höchst erfreuliche Erweiterung zu den Titeln, die sich noch im Bestand der SBB-PK befinden. Einige dieser Werke wurden vor einigen Jahren für die Europeana Collections 1914-1918, die dem Ersten Weltkrieg gewidmet ist, bereits digitalisiert wie beispielsweise der „Fremdenführer durch das Kriegsgefangenenlager Bando, Japan“, der im August 1918 angefertigt wurde, als rund 90 Gefangene aus dem Lager Kurume nach Bandō verlegt wurden. Aus jenem Lager Kurume stammt auch ein Konvolut von 39 Veranstaltungsprogrammen, welches 2013 von der SBB-PK erworben werden konnte und ebenfalls bereits in digitaler Form zugänglich ist.

„Hauptstraße“ im Lager Bandō (Signatur H 57-01)

„Hauptstraße“ im Lager Bandō (Signatur H 57-01)

Stipendienprogramm für geflüchtete Forscher:innen aus der Ukraine

(See Englisch version below)

Auch wir bei CrossAsia #standwithukraine

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) hat ihr Stipendienprogramm um 20 zusätzliche Plätze für geflüchtete ukrainische (russische/belarussische) Wissenschaftler*innen und Bibliothekar*innen erweitert. Das beantragte Projekt soll in einem sinnvollen Zusammenhang zu der Sammlung, den Beständen oder Forschungsschwerpunkten der jeweiligen Einrichtung der SPK stehen.

Somit sind die Stipendien auch offen für Bewerber:innen, die sich mit den Beständen unserer Ostasienabteilung oder digitalen Bibliotheksanwendungen beschäftigen wollen. Eine Auswahl unserer großen Sammlung findet sich z.B. unter den Themenportalen und den digitalisierten Sammlungen auf unserer CrossAsia-Homepage.

Allgemeine Informationen und den Antragsvordruck für eine Bewerbung bei der Staatsbibliothek zu Berlin PK finden Sie auf den Stipendienseiten unserer Homepage, die komplett auch auf Englisch zur Verfügung stehen.

 


Also we at CrossAsia #standwithukraine

The Prussian Cultural Heritage Foundation (SPK) has extended its scholarship programme by 20 additional places for refugee Ukrainian (Russian/Belarusian) scholars and librarians. The project applied for should have a meaningful connection to the collection, holdings or research focus of the respective SPK institution.

Thus, the scholarships are also open to applicants who are interested to work with the collection of our East Asia Department or digital library applications. A selection of our large collection can be found under the thematic portals and the digitized collections on our CrossAsia homepage.

Further information on the scholarship program can be found on the research grant website of the Staatsbibliothek zu Berlin, which is also available in English.

The World of a Nineteenth-Century Uyghur Village

Eric Schluessel (Ph.D.) ist Sozialhistoriker und widmet sich in seiner Forschung vor allem der Region Xinjiang (Chinesisch Zentralasien) im 19. und 20. Jh. Derzeit ist er als Assistant Professor of History and International Affairs an der George Washington University tätig. Im Sommer 2021 hielt  er sich als Stipendiat im Rahmen des Stipendienprogramms der Stiftung Preußischer Kulturbesitz an der Staatsbibliothek zu Berlin auf und studierte vormoderne Handschriften aus Xinjiang. In diesem Blogpost gibt er einen kurzen Einblick in seine Forschung an der SBB.

 

The homeland of the Uyghur people now appears constantly in the news. This region in Northwestern China, called “Xinjiang” in Chinese, is a vast land of mountains, deserts, oases, and grasslands. Its autochthonous majority, known today as Uyghurs, speak a language related to Turkish and mainly practice Islam. Their homeland was incorporated into the China-based Qing empire in the 1750s, and the tension between Turko-Islamic and Chinese or Confucian cultures has shaped interactions between communities in the region ever since.

That tension is highly apparent in historical scholarship, which has tended to focus on the politics of Uyghur ethnic identity over the past two hundred years, for example the question of the origins of Uyghur nationalism. That is to say, the present issue of interethnic and religious conflict has helped define how historians think about the Uyghur past and select research topics.

In the midst of tragedy and politics, how can we remember that history is also the story of ordinary people? The history of everyday life is a powerful thing. It humanizes people in distant places and times by showing how their struggles and daily victories reflect our own. Now a pair of remarkable historical documents from villages in the Uyghur homeland at the Staatsbibliothek zu Berlin (SBB) are opening new windows into that history of everyday life by illuminating economic history at the village level.

The documents both arrived at SBB thanks to the Tibetologist, Mongolist, Indologist and Sinologist Georg Huth (1867–1906). In 1902, Huth traveled with a German Turfan expedition to the Uyghur homeland, specifically to the oasis of Turfan. There, in the town of Qarakhoja, he purchased a number of manuscripts written in Chaghatay, the literary language of which modern Uyghur is an immediate descendant. Following his death, those manuscripts were given to SBB. There, one key manuscript was cataloged but largely ignored, and another was forgotten about entirely until 2019, when Dr. Aysima Mirsultan, a librarian at SBB and expert in the history of the Turkic world, noticed it in the library’s vaults.

Figure 1 : An excerpt from Aurel Stein’s maps of the Uyghur homeland, indicating the oasis of Turfan and town of Qarakhoja (“Kara-khōja”) (Source: map based on no. 28 and 31 of item from “Digital Silk Road Project” (National Institute of Informatics/Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books)

Those manuscripts, along with many other sources that have recently come to light, show how Uyghurs conceived of and undertook economic activities at the village level, and even used the institutions of the Qing empire to stabilize prices and provide relief to those affected by disasters. One manuscript, Ms. or. fol. 3303, is a notebook kept by a merchant who sold cloth, leather, and fur. It dates to 1895, which was a complicated year for the Uyghur homeland’s economy, as the Qing empire was withdrawing the subsidies that kept the Xinjiang government afloat. The other manuscript, the recently discovered Ms. or. fol. 4221, is actually a collection of ten notebooks dating to around the same time. These notebooks describe the activities of the “relief granary,” a special Chinese institution used to balance market prices for vital commodities by collecting grain and releasing it strategically onto the market.

I get the feeling that the merchant’s notebook (Ms. or. fol. 3303) received so little scholarly attention in part because the handwriting is so difficult to decipher. When we read it, we get a sense of a merchant with several apprentices, each of whom writes with different handwriting and spelling. One of them—the merchant himself, I think—had a clear and educated hand and favored a reed pen, while his underlings scrawled in ink or pencil, sounding words out letter-by-letter. Even common words can be difficult to decipher, let alone the obscure terminology related to cloth and leather. Many Chinese words also appear, but these are written in Arabic letters instead of Chinese characters, adding to the confusion.

Figure 2: A page from Ms. or. fol. 3303, showing the different “hands” that wrote in this notebook. Each entry is enclosed in a bubble.

Nevertheless, once we decipher the handwriting, the information within gives us an unprecedented picture of artisans and merchants in Turfan. We even see examples of women’s roles in production and the market. Several named women purchased cloth and other materials from the shop, and then returned later on to sell back the hats they had made. These colorful four-cornered skullcaps, called doppa, are a mainstay of Uyghur dress to this day. Let us consider the example of a woman named Harnisa:

Harnisa purchased 1 foot 3 inches of velvet at .8 silver coins.

Embroidered 12 doppas for us. Borrowed 8 silver. Purchased 1

spool of thread and ½ of cotton matting at .13 silver. Purchased 1

gold coin’s worth of black felt, 1 gold coin’s worth of soap.

Embroidered 3 brocade doppas for us. Embroidered 5 more

brocade doppas for us. Embroidered 5 more brocade doppas for

us. Purchased 1 piece of woven cotton cloth at .35 silver.

Embroidered 4 velvet doppas for us.

Clearly, Harnisa was a regular customer with a longstanding relationship with the shop. She was not alone – many other craftspeople, such as milliners and cobblers, also made bulk purchases from the shop every month. Other customers bought items for personal use: A shirt, or a headscarf, or perhaps an exceptionally fine robe that might be given as a wedding gift.

We can also tell from these entries more or less how much material it took to create a doppa. Indeed, the listed items are all part of a doppa: velvet, brocade, thread, cotton matting for the interior, and soap to stiffen the cloth.  One of those components, gold brocade, was the single most expensive item in the shop, sold at 1.25 silver per inch. (To put it in context, the same notebook states that the price of a loaf of bread was .1 silver.) But Harnisa did not buy her brocade from this shop—perhaps she found a better price elsewhere?

As we look more closely at the merchant’s notebook, families begin to appear: Amrullah the Baker paid his bills in bread, and sometimes his wife, Sherin, brought a few loaves to pay her bills, as well. Fathers, sons, and brothers regularly stopped by to pay each other’s debts, or to purchase gifts for one another. In the future, mapping these relationships will help enrich our understanding of how people organized themselves as families and as workers.

The collection of notebooks from the relief granary (Ms. or. fol. 4221) finally provide some context for the merchant’s records. These notebooks are also written in Chaghatay, but the scribes mainly favored the tools of Chinese writing, such as ink brushes that seem to have been poorly suited to writing the Arabic script. This means that the notebooks are written in a spidery handwriting that takes much practice to read, as well as a kind of shorthand derived from the choppy, dense grammar of Chinese documents. Not to mention, they also use many Chinese words!

Figure 3: Text from Ms. or. fol. 4221

 

Ongoing work on the relief granary notebooks, however, is revealing much about how the Qing state in its local form understood not only the prices of goods, but the value of other things: The notebooks record prices for a day of labor, an hour of water to irrigate one’s field, a small amount of tobacco, and other things that were part of the daily exchanges between ordinary people. Gradually, as it becomes possible to identify the many individuals named in these notebooks, and to compare other documents that describe their landholdings and professions, the world of an Uyghur village in the nineteenth century will come to life.

 

 

The World of a Nineteenth-Century Uyghur Village

Eric Schluessel (Ph.D.) ist Sozialhistoriker und widmet sich in seiner Forschung vor allem der Region Xinjiang (Chinesisch Zentralasien) im 19. und 20. Jh. Derzeit ist er als Assistant Professor of History and International Affairs an der George Washington University tätig. Im Sommer 2021 hielt  er sich als Stipendiat im Rahmen des Stipendienprogramms der Stiftung Preußischer Kulturbesitz an der Staatsbibliothek zu Berlin auf und studierte vormoderne Handschriften aus Xinjiang. In diesem Blogpost gibt er einen kurzen Einblick in seine Forschung an der SBB.

 

The homeland of the Uyghur people now appears constantly in the news. This region in Northwestern China, called “Xinjiang” in Chinese, is a vast land of mountains, deserts, oases, and grasslands. Its autochthonous majority, known today as Uyghurs, speak a language related to Turkish and mainly practice Islam. Their homeland was incorporated into the China-based Qing empire in the 1750s, and the tension between Turko-Islamic and Chinese or Confucian cultures has shaped interactions between communities in the region ever since.

That tension is highly apparent in historical scholarship, which has tended to focus on the politics of Uyghur ethnic identity over the past two hundred years, for example the question of the origins of Uyghur nationalism. That is to say, the present issue of interethnic and religious conflict has helped define how historians think about the Uyghur past and select research topics.

In the midst of tragedy and politics, how can we remember that history is also the story of ordinary people? The history of everyday life is a powerful thing. It humanizes people in distant places and times by showing how their struggles and daily victories reflect our own. Now a pair of remarkable historical documents from villages in the Uyghur homeland at the Staatsbibliothek zu Berlin (SBB) are opening new windows into that history of everyday life by illuminating economic history at the village level.

The documents both arrived at SBB thanks to the archaeologist Georg Huth (1867–1906). In 1902, Huth traveled with a German expedition to the Uyghur homeland, specifically to the oasis of Turfan. There, in the town of Qarakhoja, he purchased a number of manuscripts written in Chaghatay, the literary language of which modern Uyghur is an immediate descendant. Following his death, those manuscripts were given to SBB. There, one key manuscript was cataloged but largely ignored, and another was forgotten about entirely until 2019, when Dr. Aysima Mirsultan, a librarian at SBB and expert in the history of the Turkic world, noticed it in the library’s vaults.

Figure 1 : An excerpt from Aurel Stein’s maps of the Uyghur homeland, indicating the oasis of Turfan and town of Qarakhoja (“Kara-khōja”)

Those manuscripts, along with many other sources that have recently come to light, show how Uyghurs conceived of and undertook economic activities at the village level, and even used the institutions of the Qing empire to stabilize prices and provide relief to those affected by disasters. One manuscript, Ms. or. fol. 3303, is a notebook kept by a merchant who sold cloth, leather, and fur. It dates to 1895, which was a complicated year for the Uyghur homeland’s economy, as the Qing empire was withdrawing the subsidies that kept the Xinjiang government afloat. The other manuscript, the recently discovered Ms. or. fol. 4221, is actually a collection of ten notebooks dating to around the same time. These notebooks describe the activities of the “relief granary,” a special Chinese institution used to balance market prices for vital commodities by collecting grain and releasing it strategically onto the market.

I get the feeling that the merchant’s notebook (Ms. or. fol. 3303) received so little scholarly attention in part because the handwriting is so difficult to decipher. When we read it, we get a sense of a merchant with several apprentices, each of whom writes with different handwriting and spelling. One of them—the merchant himself, I think—had a clear and educated hand and favored a reed pen, while his underlings scrawled in ink or pencil, sounding words out letter-by-letter. Even common words can be difficult to decipher, let alone the obscure terminology related to cloth and leather. Many Chinese words also appear, but these are written in Arabic letters instead of Chinese characters, adding to the confusion.

Figure 2: A page from Ms. or. fol. 3303, showing the different “hands” that wrote in this notebook. Each entry is enclosed in a bubble.

Nevertheless, once we decipher the handwriting, the information within gives us an unprecedented picture of artisans and merchants in Turfan. We even see examples of women’s roles in production and the market. Several named women purchased cloth and other materials from the shop, and then returned later on to sell back the hats they had made. These colorful four-cornered skullcaps, called doppa, are a mainstay of Uyghur dress to this day. Let us consider the example of a woman named Harnisa:

Harnisa purchased 1 foot 3 inches of velvet at .8 silver coins.

Embroidered 12 doppas for us. Borrowed 8 silver. Purchased 1

spool of thread and ½ of cotton matting at .13 silver. Purchased 1

gold coin’s worth of black felt, 1 gold coin’s worth of soap.

Embroidered 3 brocade doppas for us. Embroidered 5 more

brocade doppas for us. Embroidered 5 more brocade doppas for

us. Purchased 1 piece of woven cotton cloth at .35 silver.

Embroidered 4 velvet doppas for us.

Clearly, Harnisa was a regular customer with a longstanding relationship with the shop. She was not alone – many other craftspeople, such as milliners and cobblers, also made bulk purchases from the shop every month. Other customers bought items for personal use: A shirt, or a headscarf, or perhaps an exceptionally fine robe that might be given as a wedding gift.

We can also tell from these entries more or less how much material it took to create a doppa. Indeed, the listed items are all part of a doppa: velvet, brocade, thread, cotton matting for the interior, and soap to stiffen the cloth.  One of those components, gold brocade, was the single most expensive item in the shop, sold at 1.25 silver per inch. (To put it in context, the same notebook states that the price of a loaf of bread was .1 silver.) But Harnisa did not buy her brocade from this shop—perhaps she found a better price elsewhere?

As we look more closely at the merchant’s notebook, families begin to appear: Amrullah the Baker paid his bills in bread, and sometimes his wife, Sherin, brought a few loaves to pay her bills, as well. Fathers, sons, and brothers regularly stopped by to pay each other’s debts, or to purchase gifts for one another. In the future, mapping these relationships will help enrich our understanding of how people organized themselves as families and as workers.

The collection of notebooks from the relief granary (Ms. or. fol. 4221) finally provide some context for the merchant’s records. These notebooks are also written in Chaghatay, but the scribes mainly favored the tools of Chinese writing, such as ink brushes that seem to have been poorly suited to writing the Arabic script. This means that the notebooks are written in a spidery handwriting that takes much practice to read, as well as a kind of shorthand derived from the choppy, dense grammar of Chinese documents. Not to mention, they also use many Chinese words!

Figure 3: Text from Ms. or. fol. 4221

 

Ongoing work on the relief granary notebooks, however, is revealing much about how the Qing state in its local form understood not only the prices of goods, but the value of other things: The notebooks record prices for a day of labor, an hour of water to irrigate one’s field, a small amount of tobacco, and other things that were part of the daily exchanges between ordinary people. Gradually, as it becomes possible to identify the many individuals named in these notebooks, and to compare other documents that describe their landholdings and professions, the world of an Uyghur village in the nineteenth century will come to life.

 

 

Zwei neue Themenportale zu Japan

Die Unterzeichnung eines Freundschafts-, Handels- und Schifffahrtsvertrags zwischen Preußen und Japan im Januar 1861 jährte sich in diesem Jahr zum 160. Mal. Pandemiebedingt konnte das Jubiläum “160 Jahre deutsch-japanische Beziehungen” jedoch kaum Aufmerksamkeit finden, geschweige denn gebührend gefeiert werden. Nichtsdestotrotz möchten wir nun zu seinem Abschluss unseren virtuellen Beitrag dazu in Gestalt zweier Themenportale präsentieren.

Auf der Webseite über Die preußische Expedition in Japan 1860/61 werden der Aufenthalt der Gesandtschaft unter der Leitung von Friedrich Albrecht Graf zu Eulenburg sowie der Verlauf der Verhandlungen geschildert. Das letztlich geschlossene Abkommen folgte dem Muster der mit anderen westlichen Mächten geschlossenen Verträge und war somit sehr zum Nachteil von Japan. Die Expeditionsmitglieder verbrachten die Zeit zwischen den politischen Gesprächen mit Erkundungen und Einkäufen in und um Edo (das heutige Tokyo). Die für die damalige Königliche Bibliothek erworbenen Handschriften, Druckwerke und Karten stellen den eigentlichen Beginn der Japan-Sammlung der Staatsbibliothek zu Berlin-PK dar und werden in einem weiteren Themenportal vorgestellt. Einige Werke können dabei einzelnen Personen zugeordnet werden, namentlich dem Gesandten Eulenburg sowie dem Attaché Max von Brandt, dem Geologen Ferdinand Freiherr von Richthofen und dem Arzt Robert Lucius Freiherr von Ballhausen.

Tatsächliche Reisen nach Japan sind derzeit leider kaum umzusetzen, und so hoffen wir, dass diese beiden virtuellen Ausflüge zumindest etwas Abwechslung bieten. Wir wünschen viel Freude bei der Lektüre.

CrossAsia Newsletter Nr. 25 – Tibet-Portal, Tutorials, Umfrageergebnisse

Liebe CrossAsia Nutzer:innen,

wie gerne hätten wir uns zum Jahresende in einer allgemein entspannteren Situation bei Ihnen zurückgemeldet – doch leider sind auch wir immer noch nicht im normalen Bibliotheksbetrieb, und wie Sie alle, müssen auch wir unter erschwerten Bedingungen arbeiten. Wir geben weiterhin unser Bestes. Gerade vor Ort, in der Bibliothek, sind unsere Kolleginnen und Kollegen zusätzlich damit beschäftigt, die ständig wechselnden Verordnungen in einem reduzierten Notbetrieb für diejenigen praktikabel umzusetzen, die die Bibliothek aufsuchen und in ihr arbeiten möchten.

In der Ostasienabteilung sehen wir uns, gerade jetzt, als überregionaler Informationsversorger und Betreiber von CrossAsia deshalb umso mehr in der Pflicht, die zuverlässige Bereitstellung und den Zugang zu Forschungsmaterial für Sie zu gewährleisten und unsere Angebote – wo möglich – weiter auszubauen. Nach wie vor stellen wir Ihnen für die Ausleihe von gedruckten Medien unter „CrossAsia Get It“ den Blauen Leihverkehr zur Verfügung; und auf lizenzierte elektronische Ressourcen können Sie in der Übersicht der Datenbanken in CrossAsia zugreifen. Durch den regen Austausch mit Ihnen erfahren wir über das Forum und das x-asia Postfach zeitnah von Problemen mit den Datenbanken und anderen Anforderungen von Ihrer Seite. Das ist für uns sehr wichtig und wir möchten Ihnen herzlich dafür danken und Sie ermuntern, uns mit Fragen und Problemen weiterhin über diese Kanäle zu kontaktieren.

An dieser Stelle möchten wir auch unseren Kollegen in der IT-Abteilung der Staatsbibliothek, die unser wachsendes digitales Angebot betreuen und im Hintergrund unser „Sicherheitsnetz“ sind, wenn mal etwas klemmen sollte, ganz ausdrücklich unseren herzlichen Dank aussprechen. Ohne sie wäre CrossAsia in dieser Form nicht möglich.

Im Folgenden finden Sie zusammengefasst zum Nachlesen die wichtigsten Neuigkeiten der letzten Monate im Überblick:

Classroom

  • Die aktuellen Classroom-Schulungen für das jeweils aktuelle Semester finden Sie im Blog bzw. im Classroom angekündigt.  Die Schulungen im Classroom, die für Januar/Februar 2022 noch für das Wintersemester 2021/22 geplant sind, werden aktualisiert und zwischen Weihnachten und Neujahr veröffentlicht.
  • Auch die Schulungs-Veranstaltungen im Sommersemester 2022 werden rechtzeitig vor Beginn des neuen Semesters bekanntgegeben. Auf unmittelbar bevorstehende Schulungen weisen wir jeweils einen Tag vorher zusätzlich in unserem „CrossAsia Twitter“ hin.

Neu lizenzierte Datenbanken und aktuelle Testzugänge

  • Testzugang für die E-Book Plattform KinoDen – Kinokuniya Digital Library

Bis einschließlich Januar 2022 können wir Ihnen den Testzugang zu der japanischen E-Book-Plattform KinoDen – Kinokuniya Digital Library anbieten. KinoDen funktioniert als eine Aggregator-Plattform für die E-Books von über 130 japanischen Verlagen, mit einem Bestand von momentan etwas mehr als 40.000 Titeln im Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften. Die Qualität der Bücher reicht vom retrospektiv gescannten Buch bis zu echten Volltexten. KinoDen funktioniert auf mobilen Endgeräten mit Chrome, Edge, Firefox oder Safari. Das Angebot ist ein Testzugang im doppelten Sinne … Feedback!? Wie immer, dringend erwünscht.

Bis Ende Februar 2022 können wir unseren registrierten Nutzerinnen und Nutzern die Datenbank 中國地方歷史文獻數據庫 The Database of Chinese Historical Local Archives im Testzugang anbieten. Sie enthält im Rahmen von Feldstudien gewonnene Manuskripte aus 浙江, 安徽, 福建, 江西 und 湖北 und umfaßt diverse Materialkategorien.

Der Anbieter Airiti ermöglicht für die taiwanischen akademischen Journals, Qualifikationsarbeiten, Konferenzbeiträgen sowie die Zeitschriften des National Palace Museum nun auch die Recherche in den Volltexten. Als neue Auswahlmöglichkeit für den „Standard“ sowie den „Advanced“ Suchschlitz ist nach „Bibliography“ (die Suche in den Metadaten) und „Publications“ (der spezifischeren Suche nach Titeln von Zeitschriften etc.) nun auch die Auswahl „Fulltext“ (bzw.  全文檢索 in der chinesischen Oberfläche) hinzugekommen.

  • Drei weitere Pakete von CNKI in der CrossAsia Suche

Der Direktzugriff auf drei Reihen des CNKI-Universums mit 2,5 Mio. Titeln über die CrossAsia Suche (Chinese Master Theses & Dissertations sowie Conference Proceedings für den Zeitraum 2000-2019 bzw. Artikel der Monographic Series für den Zeitraum 2013-2019). Die Aktualisierung der Daten erfolgt jährlich.

Themenportal

… beherbergt eine der größten Tibetica-Sammlungen im deutschsprachigen Raum. Sie setzt sich aus modernen Erwerbungen mit derzeit etwa 17.800 Titeln und einem umfangreichen vormodernen Bestand von etwa 6.700 Signaturen zusammen. Hinter diesen Zahlen verbergen sich die verschiedensten Medien. Von Handschriften und Blockdrucken bis hin zu Monographien, Zeitschriften und Zeitungen.

CrossAsia-ePublishing

CrossAsia-eBooks ist ein im Rahmen des FID Asien von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderter Service der Staatsbibliothek zu Berlin.

… A Complete Translation of the Lintai gushi (canben) 麟台故事 (殘本) by Cheng Ju 程俱 (1078-1144) lautet der Titel der Publikation von Johannes L. Kurz.

Auf unserer CrossAsia-eBooks Plattform stehen Ihnen das Gesamt-PDF und Einzelkapitel zum kostenlosen Download zur Verfügung. Die parallel erschienene Softcover-Ausgabe gibt es im stationären Buchhandel und Online-Buchhändler.

Alle bis Winter 2021 geplanten Titel finden Sie in unserer aktuellen Verlagsvorschau.
Nähere Informationen zum Publizieren bei CrossAsia e-Books und zu rechtlichen Fragen finden Sie unter der Rubrik „Publizieren“ auf unserer Verlagsseite. Gerne können Sie auch direkt mit uns Kontakt aufnehmen.

  • Japan’s Contemporary Media Culture

 Japan's Contemporary Media Culture between Local and Global

Japan’s Contemporary Media Culture between Local and Global: Content, Practice and Theory / ed. by Martin Roth, Hiroshi Yoshida and Martin Picard.
Heidelberg: CrossAsia-eBook, 2021. https://doi.org/10.11588/xabooks.971

Dieser Sammelband bietet ein breites Spektrum an Untersuchungen zur zeitgenössischen Medienkultur Japans und verortet populäre Medieninhalte und die damit verbundenen Praktiken und Theorien im komplexen Wechselspiel zwischen Lokalem und Globalem. Die Kapitel lenken die Aufmerksamkeit auf mehrere prominente Phänomene, schlagen neue Ansätze für die Erforschung von Medien und Medienkulturen vor, und betonen die Bedeutung der Positionalität in diesem Kontext. Der Band dokumentiert die Ergebnisse einer Reihe von Doktorandenworkshops, die zwischen 2017 und 2019 in Kyoto und Leipzig stattfanden, und setzt die dort begonnenen Diskussionen fort.

Sowohl das Buch als auch die einzelnen Beiträge stehen im Open Access auf unserer Website zum Download bereit.

Weitere Neuigkeiten aus CrossAsia

  • Neue CrossAsia Tutorials online

Während der Sommermonate sind weitere Informationsmaterialien und neue PPT-Einführungen zu unseren didaktischen Handreichungen hinzugekommen und online abrufbar. Auf dem Youtube-Kanal der Staatsbibliothek veröffentlicht und auf den entsprechenden Seiten von CrossAsia eingebunden finden Sie nun auch kleine Tutorials.

Ein Beispiel für ein eingebundenes Tutorial sehen sie an der rechten Seite. Untertitel in Deutsch und Englisch.

  • Informationsmaterialien

Für die chinesischsprachigen Regionen sind drei Kurzeinführungen als PDF hinzugekommen:

Kurzeinführung: 中華再造善本: China Rare Book Reprinted Collection (PDF)

Kurzeinführung: Scripta Sinica (PDF)

Kurzeinführung: 中国经济社会发展统计数据库 China Statistical Yearbooks Database (PDF)

Im letzten Newsletter haben wir Sie zur Teilnahme an der „Umfrage zu den Forschungsbedingungen in den chinabezogenen Wissenschaften in Europa“ eingeladen, deren Ergebnisse wir im Oktober veröffentlichten. Für alle, die es noch nicht gesehen haben, hier noch einmal der Link zur Auswertung, verbunden mit unserem herzlichen Dank für Ihre Teilnahme an der Umfrage, deren Ziel es war, die Bedürfnisse und Wünsche der Forschergemeinschaft besser zu verstehen, und mehr über die Bedingungen und Anforderungen in den chinabezogenen Wissenschaften in Europa zu erfahren.

Die Schenkung erfolgte durch die Consten-Biographin Doris Götting, und umfaßt diverse weitere Nachlassteile von Hermann Consten. Zu den bereits in der Ostasienabteilung befindlichen Sammlungsteilen, wie beispielsweise dem nun kompletten Zettelkasten Constens, gehören auch die in den Digitalisierten Sammlungen präsentierten Mongolischen Landkarten.

Die Typographia Sinica von Andreas Müller (um 1630-1694), ein Objekt aus den Anfängen der Kurfürstlichen Bibliothek, das neben Kostbarkeit und Rarität das Interesse des Kurfürsten für die Künste und Wissenschaften sowie sein intellektuelles Umfeld illustrieren sollte, hat bis heute nichts von seiner Faszination eingebüßt.

  • Neue CrossAsia-Plakate

Ende November war es soweit: unsere neuen CrossAsia-Plakate, samt Notizblöcken und Kladden, kamen frisch aus der Druckerei. Schon bald sollten sie auch in Ihren Seminaren und Instituten auftauchen. Einen ersten Eindruck sehen Sie hier und hier.

Vorträge

  • Gastvortrag

Alíz Horváth, PhD, die diesjährige Stipendiatin des Japan-Referats der Ostasienabteilung hielt zum Abschluß ihres Aufenthaltes einen Online-Vortrag zum Thema „Analog and Digital Approaches to East Asian Intellectual Historiography.“

  • Vorträge / Konferenzteilnahmen unserer Kolleginnen und Kollegen in der Ostasienabteilung

Dr. Martina Siebert (China-Referat, CrossAsia) und Dr. Hou-Ieong (Brent) (CrossAsia)

August 2021, Panel Organisator und eigene Vorträge: New Forms of Textuality and Metadata – Producing and Analysing Digital Objects in Sinology. EACS 2021, Universität Leipzig (virtuell, 24.-28. Aug. 2021)

Dr. Felix Siegmund (Korea-Referat)

September 2021, Vortrag, “Military geography and gun usage instructions in 17th cent. Chosôn Korea,” im Workshop Beyond the Military Revolution Debate and Geographic Determinism? The Multifarious Reception of the Harquebus. Universitat Autònoma de Barcelona (virtuell, 23.-24. Sep. 2021).

Oktober 2021, Vortrag, “Assessment and Evaluation of Military Skill and Knowledge in Chosôn Korea,” im Workshop Beyond the State Examinations: Evaluation of Knowledge in Premodern Korea. FU Berlin (20.-23. Okt. 2021).

Teilnahme an der 2. Jahreskonferenz des European Network of Korean Resource Specialists (ENKRS). KU Leuven (virtuell, 4.-5. Nov. 2021).

Antje Ziemer

Teilnahme an der Jahrestagung der Deutsch-Mongolischen Gesellschaft am 30. Oktober 2021 in Berlin.

Dr. Ursula Flache (Japan-Referat) und Christian Dunkel (Japan-Referat)

Bei den virtuell durchgeführten Mitgliederversammlungen der Vereinigung für sozialwissenschaftliche Japanforschung (VSJF) und der Gesellschaft für Japanforschung (GJF) am 20. bzw. 27. November 2021 berichteten Ursula Flache und Christian Dunkel zum Stand der Dinge beim FID Asien und gaben einen Ausblick auf die Pläne in der kommenden Projektphase.

Dr. Ursula Flache (Japan-Referat)

Am 8. Dezember 2021 stellte Ursula Flache bei einer Online-Fortbildung für die Mitglieder der Japan Association for Private University Libraries (JASPUL) die Staatsbibliothek zu Berlin – PK sowie die Services des FID Asien mit seiner Plattform CrossAsia vor.

Für Eilige, in twitteriger Kürze

 

Für 2022 wünschen wir Ihnen alles Gute und erfolgreiche Studien! Wir freuen uns, wenn Sie unsere Angebote weiterhin wahrnehmen, und wir uns auch in diesem Jahr und dem kommenden Semester bei der einen oder anderen Schulung (wieder)sehen.

Bleiben Sie gesund!

Ihr CrossAsia Team