Datenbanken

Biografische Datenbanken Japan

WhoPlus

Der Name der Datenbank „WhoPlus“ ist Programm – hier findet man nicht nur biographische Angaben, sondern es werden auch Werke von der gesuchten Person und über die gesuchte Person angezeigt. Die Ressource beinhaltet zwei Informationssegmente: Die sogenannte WHO-Datenbank und die Auswertung von – nach Aussage der Anbieter – über 1000 biographischen Nachschlagewerken. Die Einträge in der WHO-Datenbank beruhen auf Fragebögen und die Suchseite ermöglicht mit Feldern wie Lebensdaten, Herkunftsort, Tätigkeitsbereich oder besuchter Schule etc. eine gezielte Suche. Der Nachweis von historischen Personen in WHO deutet jedoch auf eine zusätzliche redaktionelle Bearbeitung hin. Insgesamt umfasst die Datenbank ca. 255.000 Einträge zu zeitgenössischen und historischen Personen aus allen Fachgebieten, wobei ca. 150.000 japanische und ca. 105.000 nicht-japanische Personen verzeichnet sind.

Voreingestellt ist in „WhoPlus“ eine Metasuche, die automatisch die WHO-Datenbank und die ausgewerteten Nachschlagewerke erfasst. Bei Unsicherheit über die verwendeten Kanji führt praktischerweise auch eine Suche mit Hilfe der Namenslesung in Hiragana oder Katakana zum Erfolg. Über die Angabe der Trefferzahlen muss man sich zunächst zur eigentlichen Trefferliste vorarbeiten. Ist die Person mehrfach in „WhoPlus“ nachgewiesen, so werden auch mehrere biographische Einträge angezeigt. Im Fall von bekannten historischen Persönlichkeiten bedeutet dies eine gewisse Redundanz, wie z.B. bei dem Autor Natsume Sôseki, der sechs Mal aufgelistet wird.

WhoPlus_2

Anklickbare Symbole im WHO-Segment zeigen den Mehrwert, das „Plus“, der Datenbank an: Das Männlein führt zu Literatur über die Person, das Buch zu Büchern von der Person und das Blatt Papier zu Artikeln von der Person.
Um beim Beispiel von Natsume Sôseki zu bleiben: Es finden sich so auf einen Schlag 2128 Treffer mit Büchern, Zeitschriften- und Zeitungsartikeln über den bekannten Autor. Allerdings muss man bei den Treffern für Bücher und Artikel von der Person eine gewisse Vorsicht walten lassen. Im Falle von Sôseki werden auch Manga-Adaptionen seiner Werke aufgeführt und Anthologien, in denen einzelne Geschichten von ihm aufgenommen wurden. Da die Lebensdaten der betroffenen/gesuchten Person bei der Verlinkung von gesuchtem Namen und Autorennamen (Buch oder Artikel) leider nicht berücksichtigt werden, werden auch namensgleiche Autoren gefunden. Im Falle des ersten Premierministers von Japan, Itô Hirobumi, ist z.B. kein einziger der angezeigten 57 Artikel von der historischen Person, sondern von anderen Autoren, die sich zufällig mit den gleichen Kanji schreiben.

Bei der Suche nach Informationen zu zeitgenössischen Personen sollte man nicht vergessen, dass in den beiden Datenbanken der großen japanischen Tageszeitungen, also sowohl der Yomiuri Shinbun als auch der Asahi Shinbun, eigene Segmente mit biographischen Angaben enthalten sind.

Yomiuri shibun

Im Falle der Yomiuri Shinbun, deren elektronische Ausgabe unter dem Namen „Yomidasu Rekishikan“ firmiert, findet sich das entsprechende Segment im Menu unter „Gendai jinmeiroku“ 現代人名録. Hier werden ca. 26.000 zeitgenössische Personen aus den unterschiedlichsten Fachgebieten nachgewiesen. Auch hier kann der Name außer in Kanji auch in der Lesung mit Hiragana gesucht werden. Falls man keine einzelne Person sucht, sondern eine bestimmte Personengruppe lokalisieren möchte, ist auch die Suche nach dem Arbeitgeber (z.B. 日本テレビ), nach gewissen Positionen/Berufen (z.B. 市長 oder 大相撲) oder anhand der Zuordnung zu einem Tätigkeitsfeld/Lebensbereich möglich.

Yomiuri_2

Die Datenbank der Asahin Shinbun ‚versteckt’ sich hinter der Bezeichnung „Kikuzô II Bijuaru for libraries.“ Die graue Reiterkarte mit der Bezeichnung „Jinbutsu“ 人物 umfasst das Segment mit den biographischen Angaben. Die Suchmöglichkeiten entsprechen denen der Yomiuri Shin¬bun, jedoch ist der Datenbestand mit Einträgen zu ca. 36.000 zeitgenössischen Personen größer als bei der Yomiuri Shinbun. Einen Schwerpunkt des Fundus bilden Politiker und Regierungsvertreter bis auf die Ebene von Präfekturverwaltungen.

JapanKnow
Die Plattform „JapanKnowledge+“ umfasst zahlreiche Nachschlagewerke, die praktischerweise in der so genannten „OneLook-Search“ gleichzeitig durchsucht werden können und in denen sich sehr gut biographische Informationen finden lassen. Achtung, die „OneLook-Search“ erfasst zunächst nur die Überschriften der Lexikoneinträge (見出し). Eine echte Volltextsuche (全文検索) wird erst in einem zweiten Schritt bei Anzeige der Trefferliste angeboten. Will man von vornherein im Volltext der Nachschlagewerke suchen, so kann man das über die ausführliche Suchmaske (詳細検索) tun.

Im Fundus von JapanKnowledge+ sind auch die wichtigen allgemeinen Enzyklopädien Nihon daihyakka zensho (Nipponica) 日本大百科全書(ニッポニカ), die Kodansha Encyclopedia of Japan und das große Geschichtslexikon Kokushi daijiten 国史大辞典 enthalten. Hier haben in der Regel alle bekannten historischen Persönlichkeiten eigene Einträge und werden über OneLook-Search gefunden. Eher nur regional bedeutsame Personen, wie z.B. den Mönch Seishin 誓真, der auf der Insel Miyajima wirkte und dem die Einführung des Reislöffels als kunsthandwerkliches Produkt zugeschrieben wird, bringt erst die Volltextsuche zu Tage, z.B. mit einer Fundstelle im historisch-geographischen Lexikon Nihon rekishi chimei taikei 日本歴史地名大系. Ebenfalls Teil von JapanKnowlegde+ ist das mit über 75.000 Einträgen sehr umfassende Nihon jinmei daijiten 日本人名大辞典. Dieses verzeichnet Personen aus allen Fachgebieten von den Anfängen der japanischen Geschichte bis zur Gegenwart. Die elektronische Ausgabe wird zudem laufend um Sterbedaten, neue Preisträger, Angaben zum Wechsel des Arbeitgebers etc. aktualisiert. Weitere zeitgenössische Personen wie Manga-Zeichner, Profi-Sportler oder Personen der Wirtschaft finden sich im JK Who’s Who, welches ebenfalls laufend ergänzt wird.

JapansStud
In der Digitalen Sammlung auf CrossAsia finden Sie außerdem das von Dr. Rudolf Hartmann zusammengetragene Lexikon Japans Studierende in Deutschland 1868-1914. Es umfasst knapp 2700 Personen, die teilweise als Entsandte der japanischen Regierung oder von anderen Institutionen in der Meiji- und Taishō-Zeit in Deutschland studiert haben. Neben der alphabetischen Namensliste ermöglicht das Suchfenster eine gezielte Recherche nach Studienfächern, Studienorten, Titeln von Abschlussarbeiten etc. Über eine Kommentarfunktion haben Sie die Möglichkeit, das Lexikon mit eigenen Informationen zu den Personen zu bereichern.

 

 

Biografische Datenbanken Korea

Über CrossAsia steht angemeldeten Nutzern das Digitale Personenlexikon Nordkoreas 디지털 북한인명사전 zur Verfügung: erf.sbb.spk-berlin.de/han/Kdatabase/www.kppeople.com/.

Digitale Personenlexikon Nordkoreas
Das Lexikon ist ein Segment der Datenbank Kdatabase, deren andere Teile (eBooks und Artikel zu Politik, Geschichte, Wirtschaft etc. Nordkoreas, sowie Archivmaterialien aus der Zeit Koreas unter japanischer Kolonialherrschaft und unter U.S. Militärverwaltung) ebenfalls über CrossAsia verfügbar sind.
Das Digitale Personenlexikon Nordkoreas enthält Einträge zu über 73.000 Personen aus den wichtigsten Bereichen des nordkoreanischen öffentlichen Lebens. Die Angaben umfassen Geburtsdatum und -ort, Ausbildung und Lebenslauf sowie Angaben zur beruflichen Position. Teilweise wird ein Foto der Person ergänzt.

Die Suche ist nur auf Koreanisch möglich und sehr einfach gehalten. Es gibt eine normale und eine erweiterte Suche, für die je ein eigener Suchschlitz zur Verfügung steht.
Suche 1 (normale Suche) 인물검색 1 (기본검색) bietet die Möglichkeit, nach Personennamen zu suchen, indem man den Namen ohne Leerstellen eingibt. normale Suche
Bei Suche 2 (erweiterte Suche) 인물검색 2 (확장검색) kann man neben Personennamen auch nach Institutionen/Positionen und Geburtsorten suchen. Die Auswahl kann durch Löschen der markierten Optionen angepasst werden.
erweiterte Suche
Das Digitale Personenlexikon Nordkoreas eignet sich, um sich eine Vorstellung über einer Person zu verschaffen. Es ist leider nicht ganz aktuell und der Datenbankanbieter macht keine Angaben dazu wie regelmäßig das Digitale Lexikon überarbeitet wird.

Neben den lizenzpflichtigen Ressourcen finden sich im Netz noch eine Reihe frei zugänglicher biographischer Datenbanken, für die kurze Beschreibungen etc. in OGEA abgelegt und dort aufgefunden werden können. Im folgenden zwei der größten und wichtigsten.

Biographische Daten rund um den koreanischen Film bietet die frei im Netz zugängliche Korean Movie Database (KMDb), die vom Korea Film Archive in Seoul betreut wird. Am einfachsten und effektivsten ist die koreanische Suche:
www.kmdb.or.kr
Korean Movie Database
Der direkte Sucheinstieg über den Suchschlitz auf der Startseite funktioniert sehr gut: Egal, ob man bei seiner Suche von einem Filmtitel ausgeht und auf diesem Weg zur Person findet, oder ob man den Namen bereits kennt und direkt eingibt, beide Wege sind möglich. Eine erweiterte und spezielle Suche nach Personen ermöglicht die über das Menü erreichbare Personendatenbank. Hier lassen sich die gesuchten Namen mit Filmtiteln, Lebensdaten usw. kombinieren. Eine weitere Suchmöglichkeit bietet die Rubrik „Filmleute“ 영화인.

Korean Movie Database

Hier kann man Personen in verschiedenen Bereichen wie Regie, Schauspieler, Drehbuch, Kamera, Musik, etc. suchen und dabei entweder nach dem koreanischen Alphabet oder auch nach dem Geburtsjahr vorgehen. Die Angaben zu den einzelnen Personen sind unterschiedlich umfangreich. Geboten werden mindestens die Lebensdaten und eine englische Schreibweise des Namens, darüber hinaus meist auch eine ausführliche Filmographie, gewonnene Auszeichnungen, Hinweise auf Zeitungsartikel und besondere Aktivitäten, Fotos, sowie Einträge zur Person aus anderen Nachschlagewerken. Natürlich sind die Filme, in oder an denen die gesuchte Person mitgewirkt hat, verlinkt.

Die englischsprachige Suche ist nicht so komfortabel wie die koreanische. Sie wird dadurch erschwert, dass beim Film oft verschiedene Umschriften für denselben Namen benutzt werden, die Korean Movie Database jedoch nur mit einer einzigen englischen Variante arbeitet. Ferner sind die Angaben in den englischen Einträgen ungleich spärlicher als im koreanischen Äquivalent, weswegen die koreanische Suche zu empfehlen ist.

www.kmdb.or.kr/eng/
cademy of Korean Studies
Die Academy of Korean Studies 한국학중앙연구원 bietet auf ihrer frei zugänglichen koreanischsprachigen Plattform 한국역대인물종합정 보시스템 verschiedene Möglichkeiten, Personen der koreanischen Geschichte zu recherchieren. Eine davon ist das Personenlexikon 인물사전.
Die Einstiegsseite bietet einen Suchschlitz mit den Möglichkeiten, die Suche auf „gesamt“ 전체 auszuweiten oder auf die Haupteinträge 표제어 und Metadaten 메타 zu beschränken. Will man den gesuchten Namen nicht eintippen, kann man ihn auch aus einer alphabetischen Liste heraussuchen. Der Eintrag zur Person umfasst in tabellarischer Form eine ID-Nummer, die Lebensdaten, die Angabe der Zeit, in der er/sie lebte, den Herkunftsort und Angaben zum Tätigkeitsbereich. Dem folgen zum Teil ausführliche Beschreibungen der einzelnen Lebensstationen, Literaturhinweise, manchmal auch Bilder. Am Ende eines Eintrags wird der jeweilige Autor namentlich genannt.
Eine Besonderheit dieser Datenbank ist, dass Normdaten kreiert werden. Jede der hier verzeichneten Personen erhält einen UCI (Universal Content Identifier), anhand dessen sie eindeutig identifizierbar ist.

Neue digitale Angebote der National Diet Library

15.000 japanische Dissertationen jetzt online verfügbar

Die National Diet Library hat ihr digitales Angebot um 15.000 Dissertationen erweitert (Press Release). Diese können sowohl als eigene Sammlung, als auch über die integrierte Suche der NDL Search durchsucht werden. Die Werke sind bis auf Kapitelebene erschlossen.

Ein neues Angebot aus Japan: Web版 日本近代文学館: 太陽

Für die Zeitschrift Taiyô (太陽) innerhalb des Archivs Webhan nihon kindai bungakukan (Web版日本近代文学館) konnte eine Lizenz für CrossAsia erworben werden.

Taiyô gehörte in der Meiji und Taishô-Zeit zu den führenden allgemeinen Zeitschriften in Japan und umfasst Artikel zu einem sehr breiten Spektrum an Themen (Politik, Militär, Wirtschaft, Gesellschaft, Literatur, Kunst, Naturwissenschaften, Industrie etc.). Insbesondere die in Taiyô veröffentlichten literaturtheoretischen Beiträge trugen maßgeblich zur Verbreitung der Strömung des Naturalismus in Japan bei. Hervorzuheben sind außerdem die Ausgaben mit Themenschwerpunkten, wie z. B. zur Taishô-Restauration (大正維新之風雲、第19巻第4号, siehe Abbildung), da sie sehr gebündelt den Diskurs der damaligen Zeit wiedergeben. Die Zeitschrift war von Januar Meiji 28 (1895) bis Februar Shôwa 3 (1928) beim Verlag Hakubunkan erschienen und alle 34 Bände mit ihren 531 Heften sind als PDFs in Webhan kindai nihon bungakukan enthalten. Die Datenbank bietet sowohl die Suche nach Stichworten, als auch nach Autoren/Autorinnen. Es kann nach Heftnummern in den Inhaltsverzeichnissen geblättert, die 27 thematischen Kolumnen der Zeitschrift können gezielt abgefragt und auch durch formale Suchbegriffe wie Foto oder Titelblatt kann die Treffermenge eingegrenzt werden.

Zusätzlich zum Archiv von Taiyô können über die Plattform die Indices der beiden Zeitschriften Bungei kurabu (文芸倶楽部) und Daiichi kôtô gakkô Kôyûkai zasshi (第一高等学校校友会雑誌) recherchiert werden.

Die Literaturzeitschrift Bungei kurabu war vom Januar Meiji 28 (1895) bis Dezember Taishô 1 (1912) ebenfalls bei Hakubunkan erschienen. Der Index umfasst alle 18 Bände mit 284 Heften. Die Studentenzeitschrift Daiichi kôtô gakkô Kôyûkai zasshi (die Daiichi kôtô gakkô ist heute aufgegangen in einzelne Fakultäten der Tokyo Universität und der Chiba Universität) wurde von November Meiji 23 (1890) bis Juni Shôwa 19 (1944) veröffentlicht und umfasst Beiträge aus verschiedenen Fachgebieten, darunter auch frühe literarische Werke verschiedener Autoren/Autorinnen. Der Index enthält bis auf zwei bis heute unentdeckte Hefte komplett alle 380 Ausgaben. Ebenso stehen die biographischen Kurzbeschreibungen der in der Sammlung Takita Choin kyûzô kindai sakka genkôshû (滝田樗陰旧蔵近代作家原稿集) vertretenen Autoren/Autorinnen zur Verfügung. Die Sammlung von Takita Choin, ehemals Herausgeber der Zeitschrift Chûô kôron, umfasst 230 literarische Manuskripte, von denen 209 später in Chûô kôron veröffentlicht wurden.

In der erworbenen Lizenz sind jedoch weder die PDFs der Zeitschriftenartikel von Bungei kurabu und Daiichi kôtô gakkô Kôyûkai zasshi noch die Manuskripte aus Takita-Choin-Sammlung selbst enthalten.

Lizenz für die Zeitschrift Taiyô

Für die Zeitschrift Taiyô innerhalb des Archivs Webhan nihon kindai bungakukan (Web 版 日本近代文学館: 太陽) wurde eine Lizenz erworben.

Taiyô gehörte in der Meiji und Taishô-Zeit zu den führenden allgemeinen Zeitschriften in Japan und umfasste Artikel zu einem sehr breiten Spektrum an Themen (Politik, Militär, Wirtschaft, Naturwissenschaften, Industrie, Gesellschaft, Literatur etc.). Insbesondere die in Taiyô veröffentlichten literaturtheortischen Beiträge trugen maßgeblich zur Verbreitung der Strömung des Naturalismus in Japan bei. Die Zeitschrift war von Januar Meiji 28 (1895) bis Februar Shôwa 3 (1928) beim Verlag Hakubunkan erschienen und alle 34 Bände mit 531 Heften sind als PDFs in Webhan kindai nihon bungakukan enthalten.

Zusätzlich zum Archiv von Taiyô können über Webhan kindai nihon bungakukan die Indices der beiden Zeitschriften Bungei kurabu 文芸倶楽部 und Daiichi kôtô gakkô Kôyûkai zasshi 第一高等学校 校友会雑誌 recherchiert werden.

 Die Literaturzeitschrift Bungei kurabu war vom Januar Meiji 28 (1895) bis Dezember Taishô 1 (1912) ebenfalls bei Hakubunkan erschienen. Der Index umfasst alle 18 Bände mit 284 Heften.

 Die Studentenzeitschrift Daiichi kôtô gakkô Kôyûkai zasshi (die Daiichi kôtô gakkô ist heute aufgegangen in einzelne Fakultäten der Tokyo Universität und der Chiba Universität) wurde von November Meiji 23 (1890) bis Juni Shôwa 19 (1944) veröffentlicht und umfasst Beiträge aus verschiedenen Fachgebieten, darunter auch frühe literarische Werke verschiedener Autoren/Autorinnen. Der Index enthält bis auf zwei bis heute unentdeckte Hefte komplett alle 380 Ausgaben.

Ebenso stehen die biographischen Kurzbeschreibungen der in der Sammlung Takita Choin kyûzô kindai sakka genkôshû 滝田樗陰旧蔵近代作家原稿集 vertretenen Autoren/Autorinnen zur Verfügung. Die Sammlung von Takita Choin, ehemals Herausgeber der Zeitschrift Chûô kôron, umfasst 230 literarische Manuskripte, von denen 209 später in Chûô kôron veröffentlicht wurden.

 Die PDFs der Zeitschriftenartikel von Bungei kurabu und Daiichi kôtô gakkô Kôyûkai zasshi sowie die Manuskripte aus Takita-Choin-Sammlung selbst sind in der erworbenen Lizenz jedoch nicht enthalten.

Finanzen und Ressourcen

Viele von Ihnen werden es vermuten: all die Inhalte, die wir über CrossAsia anbieten, bedeuten auch jede Menge finanzielle Ressourcen. Da sind die Verhandlungen über die Lizenzverträge, die technischen Dinge und natürlich vor allem die Kosten für die Datenbanken selbst. Bis Ende 2010 konnten die elektronischen Ressourcen aus Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Staatsbibliothek zu Berlin und z. B. auch der Korea Foundation getragen werden. Bereits Ende 2009 sahen wir aber, dass diese Mittel nicht mehr ausreichen, um einen adäquaten Ausbau der elektronischen Angebote zu gewährleisten. Die unterschiedlichen Märkte bieten (erfreulicherweise!) sehr viel an. Und die wichtigen Angebote sollen auch der Wissenschaft zur Verfügung stehen. Infolge der Diskrepanz zwischen den uns verfügbaren finanziellen Ressourcen, den Angeboten des Marktes und den Bedürfnissen der Wissenschaft haben wir in Abstimmung mit den einschlägigen Instituten in Deutschland vereinbart, dass über den Weg einer komplementären Finanzierung, sich auch die Institute und Seminare oder ggf. die Universitäten finanziell an den Angeboten beteiligen.

Nun, beim Geld wird immer alles schwierig und wir sind uns auch bewusst, dass die finanzielle Lage an den meisten Instituten mitnichten als glücklich zu bezeichnen ist. Insofern sind wohl nicht nur wir von der Staatsbibliothek zu Berlin froh darüber, dass trotz vieler Diskussionen, Verhandlungen und Rücksprachen es erreicht wurde, eine ergänzende Finanzierung für CrossAsia zu etablieren. Somit konnten die Arbeiten im Bereich des Lizenzierungsgeschäfts mit Unterstützung Ihrer Institute 2011 nicht unwesentlich und mit Erfolg ausgebaut werden. Mit ganz wenigen Ausnahmen beteiligen sich alle einschlägigen Institute und Seminare an der komplementären Finanzierung des CrossAsia Angebots. Schon innerhalb eines Jahres konnten wir somit gemeinsam erreichen, dass Mittel für Erwerbung und für technische Lösungen zusätzlich bereit stehen, die einen Ausbau auch 2012 sichern. Das DFG geförderte Sondersammelgebiet im Sinne einer zentralen Infrastruktur für elektronische Ressourcen weiterzudenken, ist bislang wohl einmalig. Es werden hier natürlich viele Mittel gebunden, aber es wird sicherstellt, dass alle, die in Deutschland Zugang zu diesen speziellen elektronischen Ressourcen benötigen, auch Zugang erhalten. Wohl keine einzige Einrichtung hätte alleine solch eine Vielfalt an Ressourcen bereitstellen können. Aber zusammen (und mit Hilfe der Staatsbibliothek zu Berlin sowie natürlich der DFG und anderen Drittmittelgebern) haben wir das geschafft; und wir haben es zum Nutzen Aller geschafft. Insofern sind wir froh und zufrieden, und Sie als Nutzerin und Nutzer können dies auch tun und dabei auch daran denken, dass u. a. Ihre Einrichtungen sich seit Ende 2010 finanziell am CrossAsia Angebot beteiligt und Ihnen als StudentIn, DozentIn, ProfessorIn oder GastforscherIn etc. diese Forschungsressourcen ermöglicht.

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Genau diese Mittel haben es uns z. B. ermöglicht, die chinesische Dissertationen, Jahrbücher und Referenzwerke der Firma CNKI zu erwerben. Mehrere Anträge an die Deutsche Forschungs-gemeinschaft sind vorab gescheitert. Ohne die Mittel aus der komplementären Finanzierung hätte der Erwerb der Ressourcen nicht geklappt.

Doch auch bei den japanischen Ressourcen hat sich etwas getan: Seit Anfang November bietet die Datenbank CiNii, unter dem neuen Namen CiNii Articles, die neue Funktion einer Volltextsuche über die enthaltenen PDF-Dokumente. Zum ersten Mal sind damit japanische Zeitschriftenartikel in größerem Umfang im Volltext durchsuchbar. Mit ca. 15 Mio. bibliographischen Nachweisen und ca. 3,7 Millionen Volltexten ist CiNii Articles die umfassendste Datenbank für japanische wissenschaftliche Zeitschriftenartikel über alle Fachgebiete. In diesem Zusammenhang sei noch erwähnt, dass das Gegenstück zu CiNii Articles, nämlich CiNii Books, das Nachfolgesystem für den altbewährten Nacsis Webcat darstellt, welcher mit Ende des Fiskaljahres Heisei 24 (2012), also im März 2013 endgültig abgeschaltet werden wird. CiNii Books bietet den Vorteil, dass über eine Identnummer gezielt nur die Bestände einer Bibliothek durchsucht werden können, d.h. z.B. die japanische Sammlung der Staatsbibliothek zu Berlin seit Erwerbungsjahr 2006 (Library ID/図書館 ID: fa02157x).

Kurz vor Jahresende konnte dann noch die von Brill erstellte Volltext-Datenbank des North China Herald in das Datenbank- Angebot integriert werden.


Bereits im Herbst war es möglich, in CrossAsia die zentralen Angebote chinesischer Republikzeitlicher Periodika zu erwerben. Dies sind vor allem das Angebot der Shanghai Tushuguan mit rund 3.000 Zeitschriftentiteln, aber auch die Schatz und Wühlkiste Dacheng, wo sich Erstaunliches finden lässt.

Ein paar Worte noch zu unserem Ostasienkatalog (crossasia.stabikat.de), den wir jetzt seit knapp zwei Jahren in Betrieb haben. Dieser weist heute mehr als 38 Millionen Datensätze nach (davon sind 28.998.730 Datensätze Nachweise des elektronischen Bestands). Die Nachweise der elektronischen Ressourcen bietet Ihnen – entsprechend dem Link zur Ausleihe zum Blauen Leihverkehr – auch gleich einen CrossAsia-Link an, mit dem Sie nahtlos zum gesuchten Dokumente kommen. Diese Arbeit wird maßgeblich und mit viel Engagement von der Verbundzentrale des Gemeinsamen Bibliotheksverbunds (GBV) unterstützt.

 

North China Herald Online

Die von 1850 bis 1940 in Shanghai erschienene Britische Zeitung ist jetzt über CrossAsia verfügbar

Kontinuierlich erschienen zwischen 1850 bis in die 1940er Jahre stellt die North China Herald eine wichtige Zeitzeugin dieser bewegten Periode der Chinesischen Geschichte dar. Von offiziellen Verlautbarungen des „British Supreme Court for China and Japan“, Artikeln zu nationaler und internationaler Politik bis zu Schiffsmeldungen und Stadt-Gossip bietet die zumeist wöchentlich erschienene Zeitung Material zu und Einblicke in die unterschiedlichsten Themen und Fragen.

Derzeit weist die Datenbank noch Lücken auf und nur der Zeitraum 1926-1940 kann im Volltext recherchiert und im Original eingesehen werden. Doch schon in der nächsten Woche wird die Periode 1859-1865 ergänzt und im Dezember dann die Lücke geschlossen.

New Local Gazetteers

Volltextdatenbank 新方志 zu chinesischen Lokalmonographien (1949- ) ist freigeschaltet

Mit über 10.000 Titeln steht die Datenbank nun für registrierte CrossAsia-Nutzer zur Verfügung. Die Titel können im Volltext durchsucht werden und kleinere Einheiten der Druckvorlagen können als PDF eingesehen und heruntergeladen werden. Die Datenbank enthält offizielle Lokalmonographien (地方志) der Provinz-, Distriktebene etc., aber auch solche zur regionalen Nahrungsmittelproduktion, zu Verkehr, Umwelt, Personen, Toponymen u.a.m.

Die Datenbank wird von Wanfang data 万方 angeboten und findet sich in CrossAsia unter Fulltext databases und unter eBooks.

UDN Group knowledge base (聯合知識庫)

Sieben Zeitungen der taiwanesischen United Daily News Group sind nun über CrossAsia verfügbar.

In einer gemeinsamen Plattform und Suchoberfläche, der 聯合知識庫, präsentieren sich folgende Zeitungen der großen taiwanesischen Nachrichtengruppe United Daily 聯合報系:

聯合報 United Daily News-1951/9/16+;
聯合晚報 United night News -1988/2/22+;
經濟日報 Economic Daily News -1967/4/20+;
民生報 Min Shen News-1978/2/18-2006/11/30;
星報 Star News-1999/9/1-2006/10/31;
美洲世界日報 World Journal-2000/2/23+;
歐洲日報 Europe Journal-2000/2/1-2009/08/31

Die „knowledge base“ enthält jeweils den gesamten, im Volltext durchsuchbaren Erscheinungsverlauf der Zeitungen und bietet zudem eine Suche über sämtliche darin erschienenen Pressefotos.

Die Ressource steht für CrossAsia Nutzer ab sofort vorerst für ein Jahr zur Verfügung. Sie findet sich in der Gruppe Newspaper/Fulltext unter Taiwan und unter International.

Qualifikationsarbeiten für die eigene Qualifikationsarbeit und mehr

Wohl in keinem akademischen Genre steckt so viel Herzblut, Schweiß, Akribie und Sorgfalt wie in Qualifikationsarbeiten. Was von den Autoren in Furcht vor Fehlern und Lücken zusammengestellt und analysiert wurde, bietet für Leser und Leserinnen dieser Arbeiten einen bequemen Zugang zum Forschungsstand und der wichtigsten Literatur zum Thema, zu den Problemen und Möglichkeiten des relevanten Quellenmaterials und einen Überblick über die Wege, die man in der eigenen Qualifikationsarbeit gehen könnte und wo es noch Desiderate gibt.
Als Printmedium finden Dissertationen i.d.R. über den „normalen“ Bestandsaufbau Eingang in unsere Sammlung und können vor Ort oder über den Blauen Leihverkehr entliehen werden.
Amerikanische Dissertationen mussten bis vor nicht allzu langer Zeit meist als UMI Mikrofiche oder als schlechter Papierabzug gelesen werden.

Für ostasiatische Dissertationen musste man sich meist an die Nationalbibliotheken im entsprechenden Land wenden, um dort ein Exemplar einzusehen oder kopieren zu lassen. Hier ist vieles anders geworden, zum einen durch Angebote, die frei zugänglich sind (siehe hierzu am Ende), zum anderen durch Datenbanken kommerzieller Anbieter, die über CrossAsia unseren registrierten Nutzerinnen und Nutzern zur Verfügung stehen.

Im Folgenden ein Überblick zu den Angeboten aus China, Korea und Japan. Doch nicht vergessen: diese Regionen schreiben auch über die jeweils anderen! Und u.U. ist die Arbeit auf Englisch verfasst. Auch über CrossAsia zur Verfügung steht das Angebot an Dissertationen von ProQuest. Mehr zu diesem am Ende dieses kleinen Beitrags.

CHINA

CNKI Dissertations & Master theses

CNKI

Plattform, Such-Oberfläche und -Funktionen entsprechen den der Chinese Academic Journals (CAJ). Dem Auftrag des DFG-Sondersammelgebietes folgend sind hier jedoch nur die Fachbereiche (F) Literature/History/Philosophy, (G) Politics/Military Affairs/Law, (H) Education & Social Sciences und (J) Economics & Management subskribiert. Diese sind automatisch beim Aufruf der Datenbank ausgewählt. Man kann aber in den anderen Segmenten recherchieren und die umfangreichen bibliographischen Angaben zu den Titeln einsehen (von advisor und abstract bis zu den „cociting documents“ etc.). Momentan sind die Bezüge von Titeln untereinander noch jeweils auf einen Datenbank-Bereich beschränkt, hier also auf den der Dissertationen und Masterarbeiten – das könnte sich vielleicht bald ändern. Ist aus dem nicht zugänglichen Bereich doch etwas für Sie relevantes dabei, dann gibt es die Chance in CAJ die Vorabpublikation eines Kapitels aus der Dissertation unter dem Namen des Autors aufzustöbern oder auch eine, einige Jahre später erschienene, Essenz der Ergebnisse. In CAJ steht nämlich die gesamte Fächerpalette inklusive der Naturwissenschaften zur Verfügung.

Die beiden Bereiche Dissertationen 博士 und Master theses 硕士 verweisen innerhalb von CNKI aufeinander, eine Suche über beide Datenbanken bietet der „Cross-DB Search“ (Link ist oben in der Menüleiste), wo man die entsprechenden Auswahl-Haken setzen kann. Wer lieber die monatlich erscheinenden Listen der „Ausgezeichneten Doktor- und Masterarbeiten“ durchgeht, der kann dies z.B. in der Dissertation-DB über den Reiter 博士学位论文电子期刊 tun und sich dort durcharbeiten.
Der Zeitrahmen bei CNKI reicht für die Dissertationen bis 1999 zurück, im Fall der Masterarbeiten bis zum Jahr 2000; beide Ressourcen werden täglich aktualisiert. Aktuell (29.6.2011) stehen über diese Plattform 38.756 Dissertationen und 460.463 Master theses im PDF zur Verfügung; insgesamt sind 153.506 Dissertationen bzw. 1.139.760 Master theses nachgewiesen.

Die Ressourcen stehen unter „Fulltext Databases – China“ zur Verfügung. Für CrossAsia wurden diese Datenbanken mit Mitteln der komplementären Finanzierung lizenziert.

Dissertations of China (Wanfang data)

Wanfang data

Wanfang data deckt einen größeren zeitlichen Rahmen ab als die CNKI Qualifikations­arbeiten und enthält auch explizit 博士后-Arbeiten, also Postdoc-Arbeiten. Der Fundus hier reicht bis 1980 zurück und versammelt insgesamt 1.887.113 Masterarbeiten, Dissertationen und Postdoc-Arbeiten (Stand 29.6.2011). Es gibt natürlich Überschneidungen zwischen der CNKI und der Wanfang data Ressource, aber es gibt auch Titel, die sich jeweils nur in einer der beiden finden. Wanfang data selbst bezeichnet sich als Kooperationspartner des „国家法定学位论文收藏机构“. Die CNKI-Plattform legt einen Schwerpunkt auf die Vernetzung der Titel untereinander und man kann sich von Referenzen zu Referenzen der Referenzen  und von zitierenden und ko-zitierenden Titel weiterhangeln. Die Oberfläche bei Wanfang data bietet dagegen eine komfortable Filterung der Trefferliste nach Schlagwörtern, Erscheinungsjahr, Art der Arbeit etc. Auf der Hauptseite von Wanfang data (zu erreichen über 首页 im Menu) wird der jeweils aktuelle Stand an Einträgen angegeben. Jeweils nur die mit einem Adobe Reader Icon versehenen Titel können als PDF heruntergeladen werden. Vor allem für die frühen Titel steht oft leider kein PDF zur Verfügung.

Chinese Electronic Theses and Dissertations Service (CETD)

CEDT

CETD kann als das taiwanesische Pendant zu den beiden VR Ressourcen gelten. Auch hier werden sowohl Dissertationen als auch Masterarbeiten gesammelt. Der Großteil kann als PDF heruntergeladen werden (die Titel mit Volltext sind in der Trefferliste jeweils mit einem Text-Icon und einem Link zum 電子全文 versehen). Andere Titel sind nur in ihrem jeweiligen lokalen Bibliothekssystem nachgewiesen auf das aber verlinkt wird (查詢館藏). Für einige fehlt auch dieser Link. Für alle nachgewiesenen Qualifikationsarbeiten jedoch können Abstract, Inhaltsverzeichnis und die komplette Bibliographie eingesehen werden und werden auch in die Suche einbezogen. Obwohl die PDFs i.d.R. durchsuchbaren Volltext enthalten, wird dieser (derzeit?)

nicht über die Suchroutine der Datenbank mitdurchsucht. Die Plattform wurde 2005 aufgebaut, man bemüht sich aber, auch ältere Qualifikationsarbeiten mit Zustimmung der Autoren aufzunehmen. Aktuell (Juni 2011) sind ca. 114.000 Dissertationen und Masterarbeiten hier versammelt, 80.000 davon können als PDF heruntergeladen werden. Der regionale Rahmen, den sich die Datenbank setzt, ist 兩岸四地 („beide Seiten der Taiwanstrasse und alle vier chinesischen Gebiete“) und versammelt nicht nur taiwanesische Arbeiten (obwohl hier deutlich der Schwerpunkt liegt), sondern vor allem auch solche aus Hongkong, sowie zunehmend auch aus Macao und aus chinesischen Institutionen in Übersee. Somit finden sich auch zahlreiche Qualifikationsarbeiten in englischer Sprache in CEDT. Die Suche lässt sich z.B. auch auf englischsprachige beschränken. Unter 校院瀏覽 bekommt man einen Überblick über die teilnehmenden Institutionen und kann in den Qualifikationsarbeiten der einzelnen Bildungsinstitutionen stöbern.

Die CETD findet sich unter „Fulltext Databases – Taiwan“.

Freie Ressourcen der VR China

Die Nationalbibliothek in Beijing weist Dissertationen und Master theses in ihrem OPAC Katalog nach. Unter 高级检索 kann man die Suche auf diesen Bereich 学位论文 einschränken. Es wird dort jedoch (noch?) nicht auf die hauseigenen digitalisierten Bestände an Dissertationen und Master theses verlinkt.

Diese müssen separat im Angebotssegment „Besondere Materialien“ 特色资源 recherchiert werden. Hier können chinesische Dissertationen (und einige Master theses) der letzten 20 Jahre recherchiert und z.T. auch online eingesehen werden.

KOREA

RISS International

RISS

RISS (Research and Information Service System) ist ein Portal zu akademischen Publikationen Süd-Koreas, über das auch Dissertationen und Masterarbeiten recherchiert und im Volltext heruntergeladen werden können. Über 500.000 Qualifikationsarbeiten des gesamten Fächerspektrums sind hier versammelt und können mit einem Blick ins Inhaltsverzeichnis näher beurteilt und dann als bibliographischer Datensatz oder als PDF heruntergeladen werden. Neben den Arbeiten aus ca. 160 südkoreanischen Bildungsinstitutionen sind auch rd. 24.000 Dissertationen von Koreanern aufgenommen, die außerhalb von Korea promoviert haben. So ist ein nicht geringer Teil der Arbeiten in englischer Sprache verfasst; den koreanischen Arbeiten ist i.d.R. zumindest ein englischer Abstract beigefügt. Somit kann die Datenbank auf für Nutzer ohne Kenntnisse des Koreanischen von Interesse sein.

Leider kann man die Suche nicht auf eine bestimmte Sprache beschränken. Ein Suche nach einem englischen Stichwort im TOC macht englischsprachige Treffer aber wahrscheinlich.
RISS findet sich unter „Fulltext Databases – Republic of Korea“.

국회전자도서관= National Assembly Digital Library

NAL Korea

Als Pendant zur National Library of Korea, wo die Pflichtexemplare koreanischer Monographien archiviert werden, archiviert die National Assembly Library die Pflichtexemplare der Magister- und Doktorarbeiten. Ab dem Berichtsjahr 1945 können über die Plattform aktuell 1.326.113 Masterarbeiten und Dissertationen bibliographiert werden, über 680.000 davon stehen als PDF zur Verfügung (Stand: Juni 2011).
Die Digitale Bibliothek der National Assembly Library findet sich unter „Fulltext Databases – Republic of Korea“.

JAPAN

Japanische Dissertationen im Internet

NAL Japan

Hier bestimmen freie Ressour­cen das Bild. Zentrales Portal für die Recherche ist die Doctoral Dissertation Bibliographic Database 博士論文書誌データベース, die gemeinsam von der National Diet Library 国立国会図書館 und dem National Institute of Informatics (NII) angeboten werden. Hier sind knapp 560.000 an staatlichen und privaten Universitäten entstandene Arbeiten nachgewiesen (Stand: Juni 2011). Aber auch im OPAC der National Diet Library kann gezielt nach Qualifikationsarbeiten recherchiert werden. Gegenwärtig umfasst dieser Bestand 610.000 Titel (Stand: Juni 2011) an in- und ausländischen Dissertationen. Zwischen den Inhalten beider Ressourcen gibt es zwar große Überschneidungen, sie sind aber nicht deckungsgleich. Leider bieten beide Recherche­möglichkeiten keine Volltexte und auch keine Links zu den Arbeiten selbst an.

JAIRO

Um an Volltexte der Arbeiten heranzukommen, muss das Repositorium der jeweiligen Universität durchsucht werden. Viele Repositorien melden ihren Bestand jedoch bei JAIRO, dem Repositorien-Portal des National Institute for Informatics (NII) an. Dort sollte man es also zuerst versuchen. JAIRO bietet eine Metasuche über eine ganze Palette an akademischen Online Repositorien in Japan an und die Suche kann auf Qualifikationsarbeiten eingeschränkt werden. Als Ergebnis erhält man neben den bibliographischen Daten einen Link zur digitalen Version im jeweiligen Repositorium. Das Portal verfügt über ein englisches Interface.

Alle drei Ressourcen sind auch in CrossAsia-Modul OGEA, dem Online Guide East Asia, nachgewiesen.

ProQuest

ProQuest

Die Dissertationen in ProQuest sind nicht auf ostasiatische Themen beschränkt und sie sind i.d.R. in englischer Sprache verfasst. ProQuest gilt als die weltweit umfassendste Sammlung von Dissertationen und Masterarbeiten und ist offizieller Partner der Library of Congress. Das Portal bietet die Standardmöglichkeiten der Suche und meist die Möglichkeit einen Abstract und eine Vorschau einzusehen bzw. die gesamte Arbeit als PDF herunterzuladen.

Die ältesten Titel stammen aus dem späten 19.Jh.; insgesamt stehen über ProQuest 1,2 Mio. Titel als PDF zur Verfügung, über 2,1 Mio. können bibliographiert und als Papierkopie bestellt werden. Als besonderen Service bietet ProQuest die Möglichkeit, die eigene Suche als eMail-Alert zu abonnieren und so ein Thema komfortabel im Auge zu behalten. ProQuest findet sich unter „Fulltext Databases – International“.

Wenn Sie Ergänzungen oder auch eigene Erfahrungen und weitere Erläuterungen zu den genannten – und den vergessenen 🙂 – Ressourcen haben, dann starten Sie bitte ein neues Thema im CrossAsia Forum.

Wir freuen uns auf einen lebhaften Austausch mit Ihnen!