Zwei neue Datenbanken lizenziert: Church Missionary Society Archive und Missionary Studies
Ab sofort haben Sie Zugang zu zwei neuen Datenbanken von Adam Matthew: Church Missionary Society Archive und Missionary Studies. Bei beiden handelt es sich um Volltextdatenbanken, bei denen der Blick auf die gescannten Archivalien möglich ist.
Das Church Missionary Society Archive ist ein umfassendes Archiv zur Geschichte und den Aktivitäten der gleichnamigen Society, einer 1799 gegründeten anglikanisch-evangelikalen Missionsgesellschaft, die bis heute tätig ist. Die Sammlung ist eine zentrale Forschungsressource für die Missionswissenschaft und die Globalgeschichte. Sie umfasst nicht nur die zentralen Verwaltungsunterlagen der CMS, sondern auch die Archive zahlreicher Missionsgesellschaften, die später mit ihr verbunden oder in sie eingegliedert wurden.
Zu den wichtigsten Beständen zählen die zentralen Verwaltungsakten der CMS sowie die Nachlässe bedeutender Persönlichkeiten, die Unterlagen der Loochoo Naval Mission (1843–1864), der ersten dokumentierten anglikanischen und protestantischen Mission in Japan, das Archiv der Society for Promoting Female Education in China, India and the East sowie die Bestände der Church of England Zenana Missionary Society. Insgesamt stellen diese Materialien eine bedeutende Quelle für die Erforschung der globalen Geschichte protestantischer Missionen, insbesondere in Asien, sowie der von ihnen geschaffenen transnationalen religiösen, kulturellen und sozialen Netzwerke dar.
Die Datenbank Missionary Studies vereint Primärquellen zur Dokumentation missionarischer, schulischer, medizinischer und evangelistischer Arbeit sowie zu politischen Konflikten und der Entstehung einheimischer Kirchen. Mit umfangreichen Beständen zu Afrika, Asien, dem Pazifikraum und den Amerikas unterstützt sie die Forschung in den Bereichen Missionswissenschaft, Kolonialgeschichte, Ethnologie und verwandten Disziplinen. Zu den herausragenden Beständen zählen die Unterlagen des methodistischen Missionars und Ethnografen George Brown (1835–1917) sowie umfangreiche Archive von Missionarinnen und Frauenmissionsgesellschaften.
Bei beiden Datenbanken handelt es sich um Nationallizenzen, der deutschlandweite Zugriff wird durch die Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Rahmen der Fachinformationsdienste für die Wissenschaft (FID) ermöglicht. Verhandelt von der Ostasienabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin und finanziell maßgeblich vom FID Asien (Staatsbibliothek zu Berlin), dem FID Religionswissenschaft (Universität Tübingen), dem FID Theologie (Universität Tübingen) und dem FID Sozial- und Kulturanthropologie (Humboldt Universität Berlin) getragen, werden sie von der Staatsbibliothek zu Berlin verwaltet.



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