Kooperatives Erschließungsprojekt für den Nachlass Isrun Engelhardt

(See English below)

Liebe Nutzer:innen,

Nachlass von Dr. Engelhardt in den Räumen des IAAW, Copyright (c) Diana Lange

Nachlass von Dr. Engelhardt in den Räumen des IAAW, Copyright Diana Lange

im April 2025 startete ein Erschließungsprojekt zwischen der Ostasienabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin und der Professur für Geschichte und Kulturen Zentralasiens am Institut für Asien- und Afrikawissenschaften (IAAW) der Humboldt-Universität zu Berlin. Das Ziel ist die Aufarbeitung des Nachlasses der Tibetologin Isrun Engelhardt (1941-2022) und dessen Vorbereitung für die Übernahme an die Staatsbibliothek zu Berlin. Das Projekt wurde maßgeblich von Prof. Diana Lange und Dr. Bianca Horlemann initiiert, auf deren Vermittlung der Nachlass an die Staatbibliothek gekommen ist.

Die Erschließung wird von zwei studentischen Hilfskräften am IAAW durchgeführt, die sich intensiv mit dem Nachlass auseinandersetzen.  Der Nachlass wird katalogisiert und in Kalliope nachgewiesen. Dabei unterstützt die Abteilung für Handschriften und Historische Drucke der Staatsbibliothek zu Berlin das Projekt mit ihrer umfangreichen Expertise zur Nachlasserschließung.

Dr. Isrun Engelhardt; Copyright Prof. Dr. Hans Dietrich Engelhardt

Dr. Isrun Engelhardt (1941-2022) war eine renommierte deutsche Tibetologin und unabhängige Forscherin. Sie promovierte 1974 über byzantinische Mission und wandte sich erst später der Tibetforschung zu, nachdem sie in den 1970er Jahren Nepal und Ladakh bereist hatte. In den frühen 1990er Jahren studierte sie Tibetologie in Bonn. Ihre Hauptforschungsgebiete waren die Schäfer-Expedition nach Tibet (1938-1939), die Kapuziner-Missionen in Tibet und die tibetische Zeitung „Melong“ (1925-1963). Ihre Forschung zu Nikolai Roerich blieb unvollendet und unpubliziert. Engelhardt war für Ihre Großzügigkeit beim Teilen von Quellenmaterial und ihre Hilfsbereitschaft gegenüber Kolleg:innen bekannt. Das ihr Nachlass demnächst erschlossen für die Wissenschaft zur Verfügung steht, kann also als ganz in ihrem Sinne betrachtet werden.

Der Nachlass umfasst umfangreiches Quellenmaterial, darunter Akten, Fotographien und weitere Unterlagen zur Schäfer-Expedition, eine vollständige Kopie des Melong sowie die Quellen für ihre Forschung zu Nikolai Roerich.

Wenn Sie bereits jetzt Interesse haben mit den Materialien aus dem Nachlass von Dr. Engelhardt zu arbeiten, dann wenden Sie sich gern an antje.ziemer@sbb.spk-berlin.de.

Einen umfangreichen Nachruf auf Dr. Engelhardt finden Sie hier.

Informationen zur Professur für Geschichte und Kulturen Zentralasiens der Humboldt-Universität zu Berlin finden Sie hier.

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Dear users,

Dr Engelhardt’s estate in the rooms of the IAAW, Copyright Diana Lange

In April 2025, a cataloguing project was launched between the East Asian Department of the Staatsbibliothek zu Berlin and the Chair of Central Asian History and Cultures at the Institute for Asian and African Studies (IAAW) at Humboldt University in Berlin. The aim is to process the estate of Tibetologist Isrun Engelhardt (1941-2022) and prepare it for transfer to the Staatsbibliothek zu Berlin. The project was initiated primarily by Prof. Diana Lange and Dr. Bianca Horlemann, through whose mediation the estate came to the State Library.

The cataloguing is being carried out by two student assistants at the IAAW, who are working intensively on the estate. The estate is being catalogued and recorded in Kalliope. The Department of Manuscripts and Early Printed Books at the Staatsbibliothek zu Berlin is supporting the project with its extensive expertise in estate cataloguing.

Dr Isrun Engelhardt; Copyright Prof. Dr Hans Dietrich Engelhardt

Dr. Isrun Engelhardt (1941–2022) was a renowned German Tibetologist and independent researcher. She obtained her doctorate in 1974 with a thesis on Byzantine missions and only turned to Tibetan studies later, after travelling to Nepal and Ladakh in the 1970s. In the early 1990s, she studied Tibetology in Bonn. Her main areas of research were the Schäfer expedition to Tibet (1938-1939), the Capuchin missions in Tibet, and the Tibetan newspaper ‘Melong’ (1925-1963). Her research on Nikolai Roerich remained unfinished and unpublished. Engelhardt was known for her generosity in sharing source material and her helpfulness towards colleagues. The fact that her estate will soon be made available to scholars can therefore be considered entirely in keeping with her wishes.

The estate includes extensive source material, including files, photographs and other documents relating to the Schäfer expedition, a complete copy of Melong, and the sources for her research on Nikolai Roerich.

If you are already interested in working with the materials from Dr Engelhardt’s estate, please contact antje.ziemer@sbb.spk-berlin.de.

A comprehensive obituary for Dr Engelhardt can be found here.

Information on the Chair of History and Cultures of Central Asia at Humboldt University in Berlin can be found here.

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