Konferenzen und Workshops

VSJF Jahrestagung (SBB/Ursula Flache)

VSJF Jahrestagung 2018

Die Vereinigung für sozialwissenschaftliche Japanforschung (VSJF) hielt vom 23.-25. November im Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin (JDZB) ihre Jahrestagung 2018 unter dem Titel „Social Science Research and Society in Japan and Germany: Impact, Institutions and Perspectives“ ab. In drei Panels und einer Podiumsdiskussion kamen Themen zur Sprache wie die Relevanz von sozialwissenschaftlicher Forschung für die Gesellschaft, das Verhältnis der unterschiedlichen Diskurse von ExpertInnen versus Laien sowie die Frage, wie Forschung und Gesellschaft miteinander in den Dialog kommen können. Die Jahrestagung markierte gleichzeitig das 30jährige Jubiläum der VSJF, welches mit einem eigenen Panel gewürdigt wurde. Die beiden Gründungsmitglieder, Prof. Dr. Gesine Foljanty-Jost (Universität Halle-Wittenberg) und Prof. Dr. Ulrich Teichler (Universität Kassel, VSJF-Vorsitzender 1988-1994), berichteten anschaulich zu den Hintergründen, die zur Entstehung der VSJF geführt hatten, sowie aus den Anfangsjahren der Vereinigung.

Die Jahrestagung im kommenden Jahr wird durch Prof. Dr. Katja Schmidtpott und Prof. Dr. Thomas Feldhoff, beide  von der Universität Bochum, ausgerichtet und wird sich dem Gebiet „Metropolitan Japan in Historical and Contemporary Perspective“ widmen. Für 2020 haben Prof. Dr. David Chiavacci (Universität Zürich) und Prof. Dr. Gabriele Vogt  (Universität Hamburg) die Organisation übernommen, mit dem Thema “Positive and Negative Deviance in Japan: Actors and Structure”. Tagungsort wird dann die Universität Zürich sein.

Am Samstagabend fand die Mitgliederversammlung der VSJF statt, bei der unter anderem die Überarbeitung der VSJF Homepage angekündigt wurde. Ursula Flache berichtete für das CrossAsia-Team von den Ergebnissen der ersten Förderphase des FID Asien und gab – unter Vorbehalt der Genehmigung des Antrags – einen Ausblick auf die Planungen für die kommenden drei Jahre (2019-2021). Die Versammlung endete mit der Verleihung des Contemporary Japan Best Paper Award 2018 durch den Managing Editor der Zeitschrift, Dr. Isaac Gagné. Der Siegerbeitrag „Children with disabilities in the Japanese school system: a path toward social integration?“ stammt von Anne-Lise Mithout und ist bis 31. Dezember 2018 vorübergehend hier frei herunterladbar. Die Verleihung des Awards erfolgt alle zwei Jahre alternierend mit dem VSJF-Preis für den besten sozialwissenschaftlichen Aufsatz zu Japan in deutscher Sprache. Im Mai 2019 wird der Call für den VSJF-Preis erfolgen.

Gender Workshop am JDZB (SBB/Ursula Flache)

Gender Workshop am JDZB (SBB/Ursula Flache)

Wie üblich vorgelagert zur Jahrestagung fand vom 22.-23. November 2018 der „Gender Workshop for Research on Japan“ statt, der sich diesmal zum 25. Mal jährte. Anlässlich des Jubiläums lautete das Thema „Review and New Horizons“. Die Bandbreite der Vorträge reichte unter anderem von der Feldforschung zum Selbstverständnis ordinierter buddhistischer Frauen im gegenwärtigen Japan über eine Analyse der japanischen Gleichstellungspolitik bis hin zu einer Betrachtung der Diskurse von Gegnern der LGBT Bewegung in Japan.

Prof. Dr. Ilse Lenz (Universität Bochum) und Prof. Dr. Michiko Mae (Universität Düsseldorf), die den Gender Workshop seit seiner Gründung organisiert haben, wurden mit großem Dank verabschiedet. Als Nachfolgerinnen erklärten sich Prof. Dr. Andrea Germer und Prof. Dr. Annette Schad-Seifert (beide Universität Düsseldorf) bereit, zukünftig federführend die Organisation zu übernehmen. Aber auch andere Interessierte sind eingeladen, sich für die Koordination des jährlich stattfindenden Workshops zu melden. Als Titel für das kommende Treffen wurde „Gender as an internationally contested category“ beschlossen.

Newsletter Nr. 17

Liebe CrossAsia-Nutzerinnen, liebe CrossAsia-Nutzer,

seit unserem letzten Newsletter im Frühjahr ist viel passiert. Wir haben im Mai den Folgeantrag für die zweite Förderphase des FID bei der DFG gestellt. Das bedeutet zugleich, dass wir kurz vor dem Ende der aktuellen Projektlaufzeit stehen. Zeit für einen kurzen Rückblick und eine Vorausschau:

Der bereits im Frühjahr freigeschalteten Betaversion der CrossAsia Volltextsuche (Typ A), die als „geführte Suche“ charakterisiert werden kann, wurde kürzlich eine zweite, mehr „explorative“ Betaversion einer Volltextsuche zur Seite gestellt (Typ B). Zugänglich sind beide Suchen über unsere neue Einstiegsseite zur CrossAsia Volltextsuche. Die Suchen wurden zudem um weitere Inhalte ergänzt. So sind nun auch zahlreiche englischsprachige Texte aus Archivmaterialien enthalten, weitere vormoderne chinesische Texte – Lokalmonographien, das Siku quanshu und historische Materialien aus der Qing-Zeit – sowie ein kleines, aber wachsendes Paket an eBooks mit aktuellen chinesischsprachigen wissenschaftlichen Publikationen. Die Suche wird auch weiterhin kontinuierlich um neue Inhalte und Features ergänzt. Lesen Sie mehr zum aktuellen Stand der Volltextsuchen im Beitrag „Noch mehr Volltextsuche für alle!“. Wir würden uns über Ihre Eindrücke und Ihr Feedback zu den zwei Volltextsuchen freuen (gerne im Forum oder per E-Mail). Teilen Sie uns mit, welche Funktionalitäten aus Ihrer Sicht sinnvoll sind, welche fehlen und was wir noch besser machen können.

Im Laufe diesen Jahres haben wir begonnen, besondere Sammlungen und Sammlungssegmente innerhalb unserer Bestände in Form von „Themenportalen“ vorzustellen und über die jeweiligen Recherchewege zu diesen bzw. die Nutzungsmöglichkeiten derselben zu informieren. Inzwischen sind bereits neun solcher Themenportale online. In den jüngsten zwei Präsentationen stellen wir das „Berlin-Kraków Projekt“ vor, dessen Ziel eine virtuelle Rekonstruktion der alte Ostasiensammlung der Preußischen Staatsbibliothek ist, sowie die „Bibliothek Otsuka“, die Sammlung des marxistisch geprägten Wirtschaftswissenschaftlers und Dichters Ōtsuka Kinnosuke (1892-1977).

In den kommenden drei Jahren – vorbehaltlich einer Zusage seitens der DFG – wird der FID sich auf ausdrücklichen Wunsch aus der Fachcommunity hin über die aktuell laufenden Entwicklungen und Aktivitäten hinaus zwei neuen Kernthemen widmen:

Erstens ist der Aufbau einer Informations- und Beratungsstruktur für asienbezogene Forschungsdaten geplant. Hierbei sollen sowohl Anwendungsfragen seitens der Wissenschaft berücksichtigt werden, als auch Aktivitäten auf nationaler Ebene, wie beispielsweise von RADAR und DARIAH-DE sowie die Empfehlungen des Rats für Informationsinfrastrukturen (RfII) zu Fragen im Bereich Forschungsdaten, Forschungsdatenmanagement und Datenkuratierung. Zweitens ist der Ausbau des ITR als Infrastruktur für digitale Objekte in allen Formaten geplant. Hier ist das Ziel, Digitalisierungs- und Erschließungsprojekten auch anderer Institutionen eine Infrastruktur beispielsweise für die Metadatenerzeugung anzubieten. Mehr dazu erfahren Sie in den kommenden Monaten hier im Blog.

Anbei finden Sie auch wieder die wichtigsten Blogbeiträge der vergangenen Monate im aktuellen CrossAsia Newsletter zum Nachlesen:

Neu lizenzierte Datenbanken

Frauenzeitschriften Fujin kôron und Fujin gahô

JapanKnowledge mit neuen Inhalten

NKScholar und 스콜라 Scholar

Diaolong 雕龍 – Portal

China Comprehensive Gazetteers 中國綜合方誌庫

Area Studies: China and Southeast Asia sowie Area Studies: Japan

China: Culture and Society

Interessantes und neue Entwicklungen aus CrossAsia

Noch mehr Volltextsuche für alle!

Wo landen eigentlich die bibliografischen Daten der elektronischen Titel?

Neue Themenportale

Berlin-Kraków Projekt

“Bibliothek Otsuka”

CrossAsia-eBooks

‚Neue Hallesche Berichte‘ online zugänglich – Kooperation zwischen den Franckeschen Stiftungen und CrossAsia-eBooks

„HerStory. Historical Scholarship between South Asia and Europe” – Festschrift zu Ehren von Professor Dr. Gita Dharampal-Frick

 

Seien Sie mit uns zusammen gespannt, wie es weitergeht und drücken Sie uns die Daumen für den FID-Antrag.

Viel Spaß beim Lesen des Newsletters wünscht Ihnen Ihr

CrossAsia-Team

TIB Hannover (SBB-PK/U. Flache)

46. Konferenz des Arbeitskreises Japan-Bibliotheken

Lesesaal Patente und Normen (SBB-PK/U. Flache)

Lesesaal Patente und Normen (SBB-PK/U. Flache)

Am 25. Oktober 2018 traf sich der Arbeitskreis Japan-Bibliotheken für seine 46. Konferenz an der Technischen Informationsbibliothek Hannover. Am Vormittag berichteten KAMIYA Nobutake und Ursula Flache gemeinsam von der EAJRS Konferenz 2018 in Kaunas/Litauen. Anschließend trug Ursula Flache nochmals den Sachstandsbericht zum FID Asien vom Japanologentag im August dieses Jahres vor, welcher den Titel „CrossAsia – der Fachinformationsdienst Asien als zentrale Anlaufstelle für wissenschaftliche Information in den Asienwissenschaften“ getragen hatte. Bei einer Führung lernten die TeilnehmerInnen nicht nur die verschiedenen Lesesäle und Magazinräume kennen, sondern natürlich auch das Regionalreferat Ostasien der TIB Hannover. Am Nachmittag begann die Konferenz mit einem Bericht von Ursula Flache über die informellen Gespräche bezüglich des Sôshin Sâbisu der National Diet Library, welche im Rahmen der EAJRS Konferenz in Kaunas geführt worden waren. Die Änderung des japanischen Urheberrechts ab Januar 2019 macht eine Teilnahme von ausländischen Bibliotheken am Sôshin Sâbisu möglich, der einen erweiterten Zugriff auf die digitalen Sammlungen der NDL bietet. Anschließend informierten die VertreterInnen der teilnehmenden Bibliotheken über die aktuelle Situation an ihren Einrichtungen. Testweise wurde die Tagung gleichzeitig als Video-Konferenz via Adobe Connect übertragen, um KollegInnen, die nicht persönlich anwesend sein konnten, eine Zuhören zu ermöglichen.

38. Jahrestagung der “European Association of Sinological Librarians (EASL)” in Würzburg

Verfasst von Franziska Trempler, Hiromi Ohshimo und Raina Schote.

Die 38. Jahrestagung der “European Association of Sinological Librarians (EASL)” fand vom 05.-07. September 2018 in Würzburg statt. Gastgeber in diesem Jahr war das Institut für Kulturwissenschaften Ost- und Südasiens der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Der Einladung waren neben 34 Bibliothekaren/-innen der teilnehmenden Institutionen auch 15 Vertreter/-innen von Buchhändlern und Verlagen bzw. Datenbankanbietern sowie 5 Gäste u.a. aus den Vereinigten Staaten von Amerika gefolgt.

Am ersten Tagungstag stand der jährliche Erfahrungsaustausch der Mitglieder mit Berichten von Konferenzen sowie Kurzberichten zu aktuellen Herausforderungen und Projekten der einzelnen Bibliotheken im Mittelpunkt. Vertreter/-innen von Buchhändlern und Verlagen bzw. Datenbankanbietern stellten am zweiten Tag neue Produkte, vorrangig ergänzende Datenbankinhalte, für die chinabezogene Forschung vor. Diskutiert wurde u.a. das im 13. Fünfjahresplan der VRCh verankerte Projekt „The Protection Work of Overseas Chinese Ancient Books of Zhonghua Book Company (海外中文古籍总目)“ des Verlages Zhonghua Shuju (中华书局) in Zusammenarbeit mit der Chinesischen Nationalbibliothek (中国国家图书馆) und der Shandong-Universität (山东大学). Die Bemühungen des Verlages, um eine umfassende Auflistung, Digitalisierung und Reproduktion vor 1911 in chinesischer Sprache publizierter Werke, zielen auch auf in Westeuropa und Nordamerika aufbewahrte, oftmals unerschlossene Altbestände ab.

Den letzten Tagungstag gestalteten die EASL-Mitglieder mit Kurzvorträgen u.a. zu Spezialsammlungen und Digitalisierungsprojekten. Dr. Miriam Seeger machte in ihrem Vortrag „New repository and licensing“ auf die Nutzungsmöglichkeiten der neuen CrossAsia Volltext-Suche auch für nicht registrierte Anwender/-innen aufmerksam. Das gelungene Rahmenprogramm schloss neben der Besichtigung der Universitäts- und Institutsbibliothek auch den Besuch des Siebold– sowie des Martin-von-Wagner-Museums und die persönlich vom Gastgeber Michael Leibold geleiteten Führungen durch die Residenz und Altstadt Würzburg ein.

Die 39. EASL-Jahrestagung findet vom 04.-06.09.2019 in Oslo, Norwegen statt. Informationen zur Jahreskonferenz der „European Association of Japanese Resource Specialists (EAJRS)“, die vom 12.-15.09.2018 in Kaunas, Litauen abgehalten wurde, finden Sie hier.

Eröffnung der EAJRS (SBB-PK/Ursula Flache)

EAJRS 2018 in Kaunas/Litauen

Plakat der EAJRS in Kaunas (SBB/Ursula Flache)

Plakat der EAJRS in Kaunas (SBB-PK/Ursula Flache)

Die 29. Konferenz der European Association of Japanese Resource Specialists (EAJRS) fand in diesem Jahr vom 12.-15. September unter dem Titel „(G)localizing Japanese Studies Resources“ in Kaunas/Litauen statt. Organisiert wurde die Konferenz vom Center for Asian Studies der Vytautas Magnus University (ASC). Die dortige noch „junge“ Japanologie unterhält eine umfassende Webseite mit zahlreichen digitalen Angeboten, wie einem Litauisch-Japanisch Wörterbuch. Im Rahmen der Konferenz gab es außerdem eine Vorführung des vom ASC im April 2018 fertiggestellten Dokumentarfilms 「カウナス スギハラを、日本を想う」 (engl. Titelfassung: „Kaunas. The City of Sugihara and Japan“, Sprachen Japanisch/Litauisch). Der Film behandelt vier Personen, die eine Rolle in den litauisch-japanischen Beziehungen gespielt haben, darunter ist auch der Diplomat SUGIHARA Chiune (1900-1986). Er hatte 1940 während seiner Zeit als Konsul in Kaunas durch das Ausstellen von Transitvisa nach Japan ca. 6000 Juden das Leben gerettet. Ein Besuch des historischen Konsulatsgebäudes, in dem sich heute das Museum Sugihara House befindet, gehörte natürlich zum Rahmenprogramm der EAJRS. Als weiteres Ziel einer Besichtigung ist die Bibliothek des ASC, der so genannte Asian Book Space, zu nennen.

Während der Kaffeepause (SBB/Ursula Flache)

Während der Kaffeepause (SBB-PK/Ursula Flache)

Den 85 KonferenzteilnehmerInnen, die aus 20 Ländern angereist waren, wurde ein breites Spektrum an Vorträgen geboten, darunter auch eine Reihe von Beiträgen aus Deutschland oder mit Bezug zu Deutschland. Karine Marandjian (Russian Academy of Sciences, Institute of Oriental Manuscripts) beschrieb die Entdeckung eines Bandes aus der Bücherei des einstigen Japaninstituts in Berlin, welches sich nun im Bestand des IOM RAS befindet. Über den Verbleib der Bücher der japanischen Botschaft in Berlin nach dem Zweiten Weltkrieg berichtete KOYAMA Noboru (ehemals Cambridge University Library). Peter Mühleder und Tracy Hoffmann (beide Universitätsbibliothek Leipzig) stellten das DFG-geförderte diggr-Projekt vor, welches sich mit japanischen Videospielen im Kontext einer globalen Videospielkultur auseinandersetzt, und Cosima Wagner (Freie Universität Berlin) gab einen Einblick in das Projekt zum Forschungsdatenmanagement mit dem Schwerpunkt nicht-lateinische Schriften an der FU Berlin. Die Ōtsuka Bibliothek und das neue CrossAsia Themenportal dazu wurden von Ursula Flache (Staatsbibliothek zu Berlin-PK) besprochen.

Für die ostasiatische Kunstgeschichte könnte ein in Zusammenarbeit mit dem Getty Research Institute durchgeführtes Projekt am Tobunken (Tokyo National Research Institute for Cultural Properties) von Interesse sein, welches KIKKAWA Hideki vorstellte. Es hat zum Ziel, Materialien von japanischen Welt- und Kunstausstellungen von der Meiji- bis zur Vorkriegs-Shōwa-Zeit in umfassender Weise open access zu stellen. Die Veröffentlichung der entsprechenden Webseite ist für Ende Juni 2019 geplant.

Das Museum Sugihara House (ehemals japanisches Konsulat) (SBB/Ursula Flache)

Das Museum Sugihara House (ehemals japanisches Konsulat) (SBB-PK/Ursula Flache)

OGISO Toshinobo (National Institute for Japanese Language and Linguistics) gab einen Überblick über die historischen Textkorpora, die das NINJAL anbietet, und wie diese mit dem Tool „Chūnagon“ durchsucht werden können. Die Korpora sind mit Scans der Originalseiten verlinkt und werden alle halbe Jahre um neue Inhalte ergänzt.

Mit „khirin“ (Knowledgebase of Historical Resources in Institutes) stellte GOTŌ Makoto (National Museum of Japanese History) eine im Aufbau befindliche Wissensdatenbank für historische Quellen vor, die Linked Data Strukturen und den IIIF Standard nutzt und somit für den internationalen Datenaustausch geeignet ist. Zusätzlich stellte er kurz die „Japan Search“ vor – eine integrierte, digitale Plattform für japanische Kulturgüter aus verschiedenen öffentlichen Einrichtungen, die nach dem Vorbild von Europeana aufgebaut ist. Die Veröffentlichung der ersten Version ist für Anfang 2019 geplant.

Ein gemeinsamer Vortrag kam von YAMAMOTO Kazuaki, FUJIMURA Ryoko und MATSUBARA Megumi (National Institue of Japanese Literature). Sie präsentierten zum einen neue Sammlungen, die über das Digitalsierungsprojekt des NIJL zugänglich sind, und verwiesen auf die freien Datensets mit vormodernen Texten oder Schriftzeichenformen, welche das NIJL in Zusammenarbeit mit dem Center for Open Data in the Humanities anbietet.

Gedenktafel für Sugihara Chiune am Bahnhof von Kaunas (SBB/Ursula Flache)

Gedenktafel für Sugihara Chiune am Bahnhof von Kaunas (SBB-PK/Ursula Flache)

UENO Tomoki (National Institute of Informatics) hatte eine umfangreiche Agenda. Zunächst berichtete er vom Stand bei der Umstellung des bisherigen NACSIS-CAT Systems auf CAT2020. Durch Automatisierung und Vereinfachung der Strukturen soll eine Verschlankung und Rationalisierung in der Katalogisierungsarbeit erreicht werden. Auch über die Verwendung eines Bibliothekssystems wie ALMA wird am NII nachgedacht. Darüber hinaus ging er kurz auf die Entwicklung von „Cinii Research“ ein. Dieses in Planung befindliche Discovery System soll unterschiedliche Informationen rund um Forschung (Personen, Forschungsdaten, Projekte, Publikationen, Fördermittel etc.) in verlinkter Form zugänglich machen. Abschließend stellte er mit JPCOAR (Japan Consortium for Open Access Repository) ein neu gegründetes Konsortium aus bislang 571 Einrichtungen vor, welches sich die Weiterentwicklung von institutionellen Repositorien und die Verbreitung des Open Science Gedankens zum Ziel gesetzt hat.

Mit der Auswertung von Archivmaterialen, welche über die Datenbanken von JACAR (National Archives of Japan, Japan Center for Asian Historical Records) öffentlich zugänglich sind, beschäftigten sich gleich zwei Vorträge. Anhand zweier Fallstudien beschrieb MATSUNAGA Shingo (Universität Turku) seine Erfahrungen bei der Recherche im Archiv vor Ort in Estland im Vergleich zur Online-Recherche via JACAR, während OONO Taikan (JACAR) am Beispiel SUGIHARA Chiunes Hilfsmittel für die Suche nach biografischen Daten in den JACAR-Datenbanken vorführte. So hat SUGIHARA Chiune sowohl einen Eintrag in einem Online Lexikon mit Einträgen zu Personen, Orten und Ereignissen als auch eine Seite in einer der zahlreichen thematischen Einstiege, über die JACAR seine Materialien in anschaulicher Form anbietet.

Die Präsentation von OZAWA Takashi (National Diet Library) zur Recherche von japanischen Amtsdruckschriften enthielt eine Fülle von nützlichen Links sowie Tipps und Tricks zur Suche nach diesem nicht einfach zu findenden Material. Es bleibt zu hoffen, dass seine PPT über die Webseite der EAJRS zur Verfügung gestellt wird.

Besichtigung des Asian Book Space (SBB/Ursula Flache)

Besichtigung des Asian Book Space (SBB-PK/Ursula Flache)

In den Pausen bestand außerdem die Möglichkeit mit KOSAKA Masashi (National Diet Library) in informellen Gesprächen erste Informationen zur zukünftigen Teilnahme von ausländischen Bibliotheken am so genannten Sōshin Sābisu der NDL zu erhalten. Die Änderung des japanischen Urheberrechts ab Januar 2019 macht dies möglich. Über den Sōshin Sābisu ist ein erweiterter Zugriff auf die digitalen Sammlungen der NDL möglich.

Den Schlusspunkt bildete wie immer die General Assembly der EAJRS. Dabei wurde unter anderem das Ergebnis der Wahlen für das Board bekannt gegeben: Aurelijus Zykas, Leiter des ASC sowie ICHIKAWA Yoshinori vom Maison du Japon, Cité Internationale Universitaire de Paris wurden als neue, zusätzliche Board-Mitglieder bestätigt. Wo die Konferenz 2019 stattfinden wird, steht noch nicht fest. Informationen zur Jahreskonferenz der European Association of Sinological Librarians (EASL), die vom 05.-07. September 2018 in Würzburg abgehalten wurde, finden Sie hier.

17. Deutschsprachiger Japanologentag

CrossAsia Informationsstand (Staatsbibliothek zu Berlin-PK/Ursula Flache)

Vom 29.-31. August 2018 fand der 17. Deutschsprachige Japanologentag an der Freien Universität Berlin statt, der von der Gesellschaft für Japanforschung (GJF) und der Japanologie der FU Berlin gemeinsam ausgerichtet wurde. Mit 17 Sektionen sowie sechs thematischen Panels gab es für die rund 350 Teilnehmer*innen ein breites Programm mit Vorträgen aus den unterschiedlichsten Bereichen der Japanbezogenen Forschung. In der Sektion Informations- und Ressourcenwissenschaften präsentierte sich auch der FID Asien mit einem Sachstandsbericht unter der Überschrift „CrossAsia – der Fachinformationsdienst Asien als zentrale Anlaufstelle für wissenschaftliche Information in den Asienwissenschaften“. Außerdem bestand für die Teilnehmer*innen die Möglichkeit, sich am CrossAsia-Stand näher über die Angebote des FID zu informieren.

Aufgrund der Fülle der Beiträge wurde die Sektion Informations- und Ressourcenwissenschaften in diesem Jahr noch ergänzt durch das mehrtägige Panel zu „Digital Humanities“. Die Bandbreite der Vorträge reichte von der Beschäftigung mit der japanischen Videospielkultur, über die elektronische Auswertung von Internettexten mit Topic Models bis hin zu Netzwerkanalysen in verschiedenen Kontexten. In der Abschlussdiskussion des DH-Panels kamen sowohl Problemfelder wie die Nachhaltigkeit der Forschungsergebnisse als auch die Herausforderungen einer adäquaten Ausbildung der nächsten Generation von Japanolog*innen zur Sprache. Bei der Mitgliederversammlung der GJF am Abend des 30. August 2018 berichtete das CrossAsia Team von den Ergebnissen der ersten Förderphase des FID Asien und gab – unter Vorbehalt der Genehmigung des Antrags – einen Ausblick auf die Planungen für die kommenden drei Jahre 2019-2021.

Führung durch die Ausstellung (Staatsbibliothek zu Berlin-PK/Ursula Flache)

Als Teil des Rahmenprogramms hatte die Ostasienabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin – PK am Samstag, den 1. September 2018, im Haus Potsdamer Straße eine Ausstellung mit Werken aus der historischen Japan-Sammlung vorbereitet, die von Kurzvorträgen zur Geschichte und zu den Services des FID Asien begleitet wurde. Zudem gab es die Möglichkeit, an Architekturführungen im Haus Potsdamer Straße teilzunehmen.

 

TeilnehmerInnen der 45. Konferenz des AK Japan-Bibliotheken (SBB-PK)

45. Konferenz des Arbeitskreises Japan-Bibliotheken

Im [j]Games Lab (SBB-PK/Ursula Flache)

Im [j]Games Lab (SBB-PK/Ursula Flache)

Am 27.04.2018 war die 45. Konferenz des Arbeitskreises Japan-Bibliotheken zu Gast bei der Japanologie in Leipzig. Am Vormittag wurde das von der DFG geförderte diggr-Projekt (Databased Infrastructure for Global Games Culture Research) vorgestellt, welches sich mit japanischen Videospielen im Kontext einer globalen Videospielkultur auseinandersetzt. Am Anfang des Projekts stand eine umfangreiche Schenkung von ca. 4500 japanischen Videospielen von der Computer Entertainment Rating Organization (CERO) Japan. Heute können Studierende und MitarbeiterInnen der Japanologie die Videospielsammlung im so genannten „[j]Games Lab“, welches in den Räumlichkeiten der Campus-Bibliothek angesiedelt ist, 24/7 nutzen und für ihre Forschungsfragen auswerten. Nach einer Besichtigung des „[j]Games Lab“ fand am Nachmittag die Konferenz des Arbeitskreises statt. Neben Kurzberichten aus den vertretenen Bibliotheken stellte Kathrin Müller das vom Gemeinsamen Bibliotheksverbund (GBV) gehostete Wiki zur CJK-Katalogisierung vor, in dem Fragen zur originalsprachigen Katalogisierung diskutiert werden können. Außerdem kamen Themen wie der interne Leihverkehr und die zukünftige Konferenzform zur Sprache. Den Abschluss bildeten zwei Berichte von Ursula Flache zur CrossAsia Fachtagung 2018 und zu ihrer Informations- und Beschaffungsreise nach Japan im Herbst 2017.

Newsletter Nr. 16

Liebe CrossAsia-Nutzerinnen, liebe CrossAsia-Nutzer,

 

CrossAsia ist mit einer Fachtagung in das Jahr gestartet. Für diejenigen, die nicht dabei sein konnten, haben wir einen Bericht vorbereitet.

2018 stehen wir vor der Aufgabe, einen neuen FID-Antrag zu stellen, um unsere Services für Sie auch weiterhin anbieten und vor allem ausbauen zu können. Wir werden Sie darüber auf dem Laufenden halten.

Außerdem haben wir einige neue Datenbanken, Themenportale und eBook-Publikationen für Sie bereitgestellt, die CrossAsia-Suche verbessert und auch das Integrierte Text-Repositorium macht Fortschritte. Falls Sie die Neuerungen noch nicht ausprobieren konnten, können Sie sich unter den folgenden Links einen ersten Überblick verschaffen:

 

Über die CrossAsia Fachtagung 2018

Zwei neue Themenportale in CrossAsia

Vier neue Datenbanken lizensiert

Neue Datenbank: North China Standard Online

Neue Datenbank: Asia and the West: Diplomacy and Cultural Exchange

Zwei neue Veröffentlichungen bei CrossAsia-eBooks

CrossAsia Suche schlägt eine „Brücke“ zwischen elektronischer Recherche und gedrucktem Buch

DBpia und KISS in CrossAsia Suche integriert

CrossAsia ITR – was schon ist und was noch kommt

CrossAsia Volltextsuche (Beta)

 

Wir hoffen, dass Sie uns auch weiterhin mit Interesse und Aufmerksamkeit begleiten und von unseren Angeboten regen Gebrauch machen!

 

Viel Spaß beim Lesen des Newsletters wünscht Ihnen Ihr

 

CrossAsia-Team

Über die CrossAsia Fachtagung 2018

An zwei Tagen mit 20 Vorträgen und einem Round Table haben zwischen 70 und 80 TeilnehmerInnen diskutiert, was sich derzeit im Bereich der Asienforschung im Hinblick auf Digital Humanities tut. Außerdem stellten sie sich der Frage, wie der Fachinformationsdienst Asien sowie die Plattform CrossAsia die Forschung und Lehre in den asienrelevanten Wissenschaftsbereichen unterstützen können. Die rege Teilnahme hat gezeigt, dass es viel zu diskutieren gibt rund um das Thema „Stand und Perspektiven des Fachinformationsdienstes CrossAsia – FID Asien (crossasia.org)“.

Das Programm der Fachtagung inklusive eines Teils der Präsentationen finden Sie hier.

Donnerstag, 25. Januar 2018

Begrüßung durch die Generaldirektorin, Barbara Schneider-Kempf (SBB-PK / Lizenz: CC-BY-NC-SA)

In ihrer Begrüßung hob die Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin-Preußischer Kulturbesitz, Barbara Schneider-Kempf, die Bedeutung des Fachinformationsdienstes Asien innerhalb des Hauses hervor und verwies auf seine feste Verankerung innerhalb des Strategiepapiers „Strategie 2015-2020“. Anschließend benannte der Leiter der Ostasienabteilung, Matthias Kaun, als Ziele des FIDs Asien den Ausbau und den Betrieb eines fachspezifischen Informationsservices für die asienbezogenen Wissenschaften, der sich am wissenschaftlichen Spitzenbedarf orientiert. Darüber hinaus soll der FID eine Vorreiterrolle hinsichtlich Entwicklung, Lizenzierung und Bereitstellung von Werkzeugen für digitale Quellen übernehmen. Der kurze Überblick über die Inhalte und Services des FIDs Asien umfasste die Single-Sign-On Authentifizierung, die CrossAsia Suche, den Blauen Leihverkehr, das ePublishing, die verbesserte Möglichkeit, Titel für den Erwerb vorzuschlagen, sowie den Aufbau des Integrierten Text Repositoriums (ITR).

Im ersten Vortrag stellte Martina Siebert, Fachreferentin für China an der Staatsbibliothek zu Berlin-PK, das ITR-Projekt im Detail vor und beschrieb die verschiedenen, notwendigen Wege, bis lizenzierte Content- und Metadaten, für der FID Asien Hosting und Indexierung erworben hat, in den Fedora-Datenspeicher überführt und so aufbereitet sind, dass sie für „geführte“ und „explorative“ Volltextrecherchen genutzt und in die CrossAsia Suche eingebunden werden können. Als Pilot für den Aufbau des Integrierten Text Repositoriums fungiert dabei das Local Gazetteer Projekt des Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte.

Dr. Christof Zotter von der Heidelberger Akademie der Wissenschaften berichtete über das digitale Editionsprojekt, bei dem ein wertvoller Korpus an religions- und rechtsgeschichtlichen Quellen des vormodernen Nepal für die Forschung zugänglich gemacht wird. Von den Dokumenten werden die Metadaten aufgenommen, suchbar gemacht sowie mit einer Bibliographie verknüpft. Darüber hinaus werden Übersetzungen relevanter Quellen angefertigt, ein Glossar technischer Begriffe angelegt und eine Ontologie von Personen- und Ortsnamen aufgebaut.

Q&A im Anschluß an den Vortrg von Dr. Martina Siebert (SBB-PK / Lizenz: CC-BY-NC-SA)

Peter Mühleder spricht zum Datenbankprojekt „Japans Studierende in Deutschland 1868–1914“ (SBB-PK / Lizenz: CC-BY-NC-SA)

Peter Mühleder (UB Leipzig) der gemeinsam mit Prof. Fabian Schäfer (Universität Erlangen) die Daten des von Dr. Rudolf Hartmann erstellten und über CrossAsia gehosteten Lexikons „Japans Studierende in Deutschland 1868–1914“ bearbeitet, zeigte, wie Visualisierungsmodelle sehr einfach Zusammenhänge zwischen den Lebensläufen und Studienthemen der rund 2500 japanischen Austauschstudierenden herstellen können. Dies lässt Rückschlüsse auf den tatsächlichen Ablauf des umfassenden Wissenstransfers zwischen Deutschland und Japan vor und nach der Jahrhundertwende zu.

In der Kaffeepause hatten die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, sich im Foyer an zwei Stationen live den Stand der Dinge beim Integrierten Text Repository (ITR) vorführen zu lassen. Das weitere Programm nach der Pause erfolgte in zwei parallelen Sessions.

Session 1: Digitalisierung / E-Publishing

In dieser Session waren vornehmlich Beiträge aus dem Bereich Südasien vertreten. Die von Prof. Karin Steiner (Universität Würzburg) vorgestellten Projekte setzten sich mit der Fachgeschichte der Indologie auseinander und hier insbesondere mit den Archiv- und Briefquellen zur Entstehung des bis heute maßgeblichen Sanskrit Wörterbuchs, dem Petersburger Wörterbuch. Die digitale Erschließung und Aufbereitung der Quellen ermöglichte eine detaillierte Auswertung, die neues Licht auf den Wissenschaftsbetrieb im 19. Jahrhundert und den damaligen historisch-philologischen Diskurs wirft.

Prof. Carmen Brandt bei ihrem Vortrag „Die Macht der Buchstaben“ (SBB-PK / Lizenz: CC-BY-NC-SA)

Prof. Carmen Brandt (Universität Bonn) beleuchtete in ihrem Vortrag die Sprach- und Schriftvielfalt im modernen Südasien. Eine Sprache kann in mehreren verschiedenen Schriften zum Ausdruck gebracht werden, wobei einzelne Schriftformen eine politisch oder kulturell identitätsstiftende Dimension haben können. Sowohl die Tätigkeiten von Schriftaktivisten zur Propagierung einzelner Schriftformen als auch deren Verwendung in digitalen Medien, sozialen Netzwerken und im öffentlichen Raum kamen zur Sprache. Die Dokumentation dieser Vielfalt mit ihren zahlreichen Diakritika, ungeregelter Orthographie und wenigen frei zugänglichen Fonts für die digitale Darstellung ist eine besondere Herausforderung.

Der Beitrag von Prof. Jessie Pons (Universität Bochum) behandelte die Erstellung eines Digitalisierungskonzeptes zur Erforschung gandharischer Artefakte des 1. bis 5. Jhs., die sich vornehmlich in pakistanischen Sammlungen befinden. Ziel des Projektes ist es, eine digitale Plattform zu entwickeln und Werkzeuge bereitzustellen, mit denen die Artefakte dokumentiert und ikonographisch ausgewertet werden können. Zu den Hauptforschungsthemen zählen die Identifizierung von Werkstätten, die geographische und zeitliche Einordnung gandharischer Schulen mit ihren unterschiedlichen Stilen sowie die Geschichte des Buddhismus in Gandhara, wobei die Betrachtung des Verhältnisses von Bild- und Textquellen besonderes Augenmerk erhält.

Im abschließenden Vortrag in dieser Session beschrieb Ann Philipp (Arnold-Bergstraesser-Institut) detailreich, wie die 1970 gegründete Fachzeitschrift „Internationales Asienforum“ reformiert und in das englischsprachige eJournal „International Quarterly for Asian Studies“ überführt wurde. Der Wechsel zum open access Angebot wirkte sich dabei nicht negativ auf die Abonnentenzahl aus, sondern der Online-Auftritt erhöhte die Sichtbarkeit vielmehr, was sich in zahlreichen Zugriffen auf die retro-digitalisierten Ausgaben im Online-Archiv niederschlug.

Session 2: E-Humanities / Lehre

Der Direktor des China Centrums Tübingen (CCT), Prof. Helwig Schmidt-Glintzer, präsentierte in seinem Beitrag das China-Kompetenz-Projekt der Universität Tübingen. Das CCT widmet sich den drei Handlungsfeldern „China-Kompetenz“, „Wirtschaftskultur“ und „China im Schulunterricht“ und soll durch die vertiefte Vermittlung von interkulturellen Kenntnissen wechselseitiges Wissen und gegenseitige Wertschätzung aufbauen. Dazu bedarf es umfassender Informiertheit in den unterschiedlichsten Bereichen, die durch einen breiten Zugang zu den Wissensressourcen Chinas zu erreichen ist. In die Arbeit des Centrums werden insbesondere die Kompetenzen der Tübinger Sinologie mit einbezogen.

Prof. Hee Seok Park bei seinem Erfahrungsbericht zum E-Learning in der Koreanistik (SBB-PK / Lizenz: CC-BY-NC-SA)

Mit dem in Halle entwickelten Topic Explorer und der Anwendung dieses Digital Humanities Werkzeugs in der Japanforschung setzte sich Prof. Christian Oberländer (Universität Halle-Wittenberg) auseinander. Anhand verschiedener Textkorpora von Wikipedia- und Blog-Einträgen führte er exemplarisch die Möglichkeiten und Grenzen der automatisierten Inhaltsanalyse vor. Insbesondere der Vergleich von Diskursverläufen in unterschiedlichen Medien, wie Zeitung versus Blog, oder auch Themenverschiebungen über einen Zeitraum hinweg lassen sich mit der computergestützten quantitativen und qualitativen Datenanalyse gut herauskristallisieren. Die Interpretation der gefundenen Themen bleibt dabei natürlich unverändert dem Forscher oder der Forscherin überlassen.

Prof. Hee Seok Park (Universität Bonn) gab in seinem Beitrag einen Erfahrungsbericht zum E-Learning-Projekt der Koreanistik der FU Berlin. Hierbei werden über zwei Lernmodule sowohl Geschichte als auch Politik und Wirtschaft Koreas den Studierenden nahegebracht. Die Informationstexte umfassen neben Überblicksdarstellungen auch ausführliche Themenbeschreibungen. Darüber hinaus finden sich als weitere Hilfsmittel begleitende Glossare sowie themenspezifische Bibliografien zum Selbststudium.

Am Abend des ersten Tages fanden sich rund 30 TeilnehmerInnen zum gemeinsamen Essen zusammen, bei dem in gemütlichem Rahmen die Diskussionen fortgesetzt werden konnten.

Freitag, 26. Februar 2018

Der zweite Konferenztag begann wieder mit zwei parallelen Sessions.

Session 3: E-Humanities / Forschung

Im ersten Beitrag der Session stellte Puck Engman (Universität Freiburg) das „Maoist Legacy“ Projekt vor, in welchem untersucht wird, welche Strategien für den Machterhalt die Kommunistische Partei Chinas nach dem Ende der maoistischen Ära in der Täterverfolgung sowie der Opferrehabilitation verfolgte. Hierzu werden die relevanten Literatur- und Archivmaterialien gesichtet, gesammelt und deren Metadaten und z.T. auch Volltexte in einer Datenbank erschlossen. Zu den Herausforderungen in der Bearbeitung zählen die zahlreichen unterschiedlichen Schriftarten des Materials (Handschrift, Kurz- und Langzeichen, Zeichenvarianten etc.) sowie die Langzeitarchivierung der Daten nach Ablauf der Projektlaufzeit.

Prof. Judit Árokay (Universität Heidelberg) berichtete aus ihrer laufenden Arbeit an einem Projekt zur Visualisierung literarischer Orte (meisho/utamakura) in Reiseberichten von Frauen aus dem 17. bis 19. Jahrhundert in Japan. Leo Born  (Universität Heidelberg), der für die Realisierung dieser digitalen Literaturkarte Japans verantwortlich ist, sprach über die technische Seite der verwendeten Datenbank und der Webapplikation. Die Verknüpfung der literarischen Texte mit den geographischen Orten, verdeutlicht in der Visualisierung die literatur- und kulturhistorische Bedeutung der Orte und kann helfen, textanalytische sowie narratologische Fragen zu beantworten.

In seinem Vortrag ging Prof. Robert Horres (Universität Tübingen) grundsätzlich auf die Problematik ein, die die Anforderungen von digitalen Infrastrukturen und Digital Humanities (DH) für ein kleines Fach wie die Japanologie mit sich bringt. Neben einem Überblick über aktuelle Forschungsfelder mit Bezug zu DH, kam er auf mögliche Ausbildungsstrukturen für DH in den Asienwissenschaften zu sprechen und stellte das neue Masterprofil „Digital Humanities“ der Philosophischen Fakultät der Universität Tübingen vor. Als zukünftige Agenda wurden eine Systematisierung der Ausbildung, die Entwicklung von Konzepten zur Langzeitarchivierung von Forschungsdaten sowie die überfachliche Koordination des digitalen Strukturwandels in den Asienwissenschaften genannt.

Gesa Stupperich spricht zu Möglichkeiten und Grenzen der Einbindung von Topic Models (SBB-PK / Lizenz: CC-BY-NC-SA)

Prof. Stefan Kramer (Universität zu Köln) wandte sich von der Warte eines Medienwissenschaftlers den Möglichkeiten und Risiken zu, die automatische Verfahren zur Textanalyse mit sich bringen können. In den gegenwärtigen Präsentationen von Text finden sich diese zudem in der Regel zusammen mit Bildern (auch bewegte Bildern), die es gilt im Zusammenhang mit den Texten zu interpretieren – und umgekehrt. Identifizierbare Kookurrenzen von Bild und Text können zwar einer fundierteren „sentiment analysis“ dienen, doch auch er betonte, dass letztlich die ermittelte Datenlage durch den Forscher interpretiert und eingeordnet werden muss.

Gesa Stupperich (Universität Heidelberg) ging in ihrem Vortrag der Frage nach, inwieweit Topic Models ein hilfreiches Werkzeug zur Erschließung größerer Quellensammlungen sein können, in ihrem Beispiel Verwaltungshandbücher aus der Qing-Zeit (1661-1911). Anhand eines von ihr erstellten Tools demonstrierte sie dessen konkrete Verwendung zur Ermittlung des lexikalischen Inventars eines Korpus sowie mögliche Visualisierungen der Ergebnisse. In ihrem Fazit kam sie zu dem Schluss, dass diese Methode, sofern es sich um eine zuverlässige digitale Quelle handelt, durchaus nützlich sein kann, um einen Überblick über die Themen und deren spezifische Fachterminologie in einer Quelle zu erhalten. Für spezifische Forschungsfragen sei die Methode jedoch wenig hilfreich.

Session 4: Ressourcen und Hilfsmittel

Dr. Ganchimeg Altangerel (Humboldt-Universität Berlin) betonte in ihrem Vortrag die herausragende Bedeutung der Bestände der Staatsbibliothek zu Berlin für die Mongolistik. Insbesondere die wertvollen alten Landkarten, religiösen Handschriften und Manuskripte, welche häufig in der Mongolei selbst nicht erhalten sind, und die stark verbesserte Recherche im OPAC mit Hilfe der kyrillischen Originalschrift wurden hervorgehoben. Gleichzeit regte sie den weiteren Ausbau der digitalen Angebote und verstärkte Angebote zu Schulungen u. ä. für die Mongolei-Forschung an.

In seinem Beitrag verglich Prof. Arndt Graf (Universität Frankfurt) die historische Entwicklung der Südostasien-Sammlungen in den USA und Europa und kam zu dem Schluss, dass gegenwärtig nur der Bestand der Staatsbibliothek zu Berlin bis zu einem gewissen Grad mit den amerikanischen National Resource Centres konkurrenzfähig ist. Neben dem Kritikpunkt, dass das Angebot auf der Plattform CrossAsia einen zu starken China-Fokus habe, gab Prof. Graf einen Überblick über Digital-Humanities -Projekte zu Südostasien und regte einen Ausbau der Südostasien-Kompetenz innerhalb des FID Asien an.

Prof. Arndt Graf bei seinem Vortrag zu den Südostasien-Bibliotheken in Deutschland (SBB-PK / Lizenz: CC-BY-NC-SA)

Dr. Ganchimeg Altangerel stellt CrossAsia als Anlaufstellte für die Mongolistik vor (SBB-PK / Lizenz: CC-BY-NC-SA)

Als Vorsitzender von Wadoku e.V. sprach Dr. Ulrich Apel über das umfassende japanisch-deutsche elektronische Wörterbuchprojekt WaDokuJT, welches im Frühjahr 2018 sein 20-jähriges Bestehen feiert. Der Mehrwert aktueller elektronischer Wörterbücher zeigte sich klar durch die Verwendung in der computergestützten Übersetzung wie bei der Einbindung von WadokuJT in das Online-System der Universität Tôkyô für kooperative Übersetzungen, Minna no Hon’yaku (trans-aid.jp), oder durch die konsequente Nutzung interner sowie externe Verweise, beispielsweise zu weiteren Speziallexika, freien Internetseiten wie Wikipedia oder der Architekturterminologie des japanisch-englischen JAANUS-Projekts.

Dr. Anna Martin (Universität Marburg) stellte mit Perso-Indica ein Langzeitvorhaben vor, welches der Erschließung persischer Texte, die indische Quellen zum Thema haben, dient und das gleichzeitig eine Online-Publikation mit peer review Verfahren darstellt (ISSN 2267-2753). In einer frei zugänglichen Datenbank werden umfassende Informationen zu den Werken, beteiligten Personen, Ausgaben, Übersetzungen und relevanter Sekundärliteratur zusammengeführt, was neue Einblicke in den indo-persischen Wissenstransfer ermöglicht.

Ein weiteres Langfristvorhaben, welches von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wird, stand im Mittelpunkt des Vortrags von Dr. Martin Christof-Füchsle (Universität Göttingen). Das so genannte MIDA-Projekt, „Das moderne Indien in deutschen Archiven, 1706-1989“, hat zum Ziel, durch eine Serie von Pilot-Forschungsprojekten und eine daraus hervorgehende Schriftenreihe das Potential deutscher Archivressourcen für indienbezogene Forschungen exemplarisch zu demonstrieren. Die Datenbank, über die die Bestände systematisch erfasst und erschlossen werden, ist dabei als offenes System konzipiert, das laufend ergänzt werden soll.

Round Table

Nach der Kaffeepause kamen alle TeilnehmerInnen zu dem die Fachtagung abschließenden Round Table Gespräch zusammen, um über aktuelle Trends und mögliche, zukünftige Entwicklungen in der Forschung zu den verschiedenen Regionen zu diskutieren und zu erfragen, wie CrossAsia ihnen dabei als Partner zur Seite stehen kann. Moderiert von Matthias Kaun wurde die Plenumsdiskussion eingeleitet durch kurze Input-Referate von AsienwissenschaftlerInnen, die zu den unterschiedlichen Regionen des FIDs Asien arbeiten: Dr. Oliver Corff (Zentralasien), Prof. Arndt Graf (Südostasien), Prof. Robert Horres (Japan), Prof. Elisabeth Kaske (China), Prof. Karin Steiner (Indien).

Ein Punkt, den nahezu alle ReferentInnen des Round Table und auch das Plenum betonten, war die Frage, was mit Projekten und deren Daten geschehen kann, nachdem diese abgeschlossen sind. Hier sehen sich die WissenschaftlerInnen oft damit konfrontiert, dass es keine langfristig sicheren Hosting-Angebote von Seiten der Universitäten gibt. Zudem besteht der Wunsch, die Informationen aus den verschiedenen Projekten für andere ForscherInnen an einer Stelle langzeitverfügbar zu bündeln. Da es keine aktive, asienübergreifende Fachvertretung gibt, war die Frage, ob CrossAsia diese Rolle u.U. übernehmen soll bzw. ob und unter welchen Bedingungen das Portal das leisten kann. Gegenstimmen fragten auch, ob bestimmte Aufgaben nicht asienspezifisch, sondern materialspezifisch koordiniert werden sollten (Briefe, Karten). Ein weiteres Problem, das diskutiert wurde, war die Frage, wie die Community und der FID sicherstellen können, dass u.U. asienspezifische Bedürfnisse auch in nationalen Infrastrukturplänen Gehör finden und berücksichtigt werden.

Ein anderes Thema in der Diskussion war, die Sichtbarkeit von und Materialien zu allen Regionen im Portal besser gegeneinander auszubalancieren. Aufgrund der Größe des chinesischen Buchmarkts und der Aktivitäten beim Aufbauen und kommerziellen Vertrieb von elektronischen Volltextdatenbanken besitzt China derzeit eine übermäßige Präsenz, durch die andere Regionen in den Hintergrund geraten.

Die umfangreichen Aktivitäten im Bereich Digitalisierung von gemeinfreien Materialien und der Erwerb kommerzieller Datenbanken findet in der Community großen Anklang, doch haben ReferentInnen und das Plenum betont, dass das gedruckte Buch weiterhin ein wichtige Rolle spielt.

Round Table zum Abschluß der Fachtagung (SBB-PK / Lizenz: CC-BY-NC-SA)

CrossAsia Fachtagung 2018: Programm

Stand und Perspektiven des Fachinformationsdienstes
CrossAsia – FID Asien (crossasia.org)

25.01.2018 und 26.01.2018
Staatsbibliothek zu Berlin, Potsdamer Straße 33

Im November 2008 fand die erste Fachtagung zu CrossAsia und zu elektronischen Ressourcen in den Ostasienwissenschaften statt. Zehn Jahre sind seitdem vergangen. Seit 2016 betreuen die Staatsbibliothek zu Berlin, die Universitätsbibliothek Heidelberg und das Südasien-Institut der Universität Heidelberg kooperativ den Fachinformationsdienst Asien. Im Zuge der Kooperation wurde das regionale Spektrum um die Region Südasien erweitert. Zeit, den Stand der Dinge neu zu betrachten und gemeinsam in die Zukunft zu blicken.

Die Tagung richtet sich an alle, die mit oder über Asien arbeiten und soll beleuchten, wie die Plattform die Forschung und Lehre in diesen Wissenschaftsbereichen unterstützt. Welches Potential steckt in CrossAsia im Hinblick auf Digital Humanities und was sind Anforderungen für die Zukunft?

 

Programm

Donnerstag, 25.01.2018, 13.30 Uhr – 18.10 Uhr

Plenum

13.30 – 14.00 Uhr

Registrierung

14.00 – 14.30 Uhr

Barbara Schneider-Kempf, Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin
Matthias Kaun, Leiter der Ostasienabteilung

Begrüßung

Einleitung zum FID-Projekt (Präsentation)

14.30 – 14.55 Uhr

Dr. Martina Siebert
Staatsbibliothek zu Berlin, Ostasienabteilung

Fundament für die Forschung von morgen – CrossAsia Integriertes Textrepositorium (ITR) zur Archivierung und Bereitstellung von Objekten und Daten für die Asienwissenschaften (Präsentation)

14.55 – 15.20 Uhr

Dr. Christof Zotter
Heidelberger Akademie der Wissenschaften

Documenta Nepalica – vom Mikrofilm zur digitalen Edition

15.20 – 15.45 Uhr

Mag. Peter Mühleder
Universitätsbibliothek Leipzig

Datenbankprojekt: Japans Studierende in Deutschland 1868–1914 (Präsentation)

15.45 – 16.30 Uhr

Kaffeepause und Raumwechsel



Raum: Simon-Bolivar-Saal

Session 1: Digitalisierung / E-Publishing

16.30 – 16.55 Uhr

Prof. Dr. Karin Steiner
Universität Würzburg, Lehrstuhl für Indologie

Deutschsprachige Indologen von der zweiten Hälfte des 19. Jh. bis zur Weimarer Republik: Korrespondenz, Konflikte und Kontakte in einem transnationalen Netzwerk (Präsentation)

16.55 – 17.20 Uhr

Prof. Dr. Carmen Brandt
Abt. Indologie, IOA, Universität Bonn

Die Macht der Buchstaben: Schrift und Identität im modernen Südasien

17.20 – 17.45 Uhr

Prof. Dr. Jessie Pons
Ruhr-Universität Bochum, CERES

DiGA (Digitization Concept of Gandhāran Artefachts): An Interim Report (Präsentation)

17.45 – 18.10 Uhr

Ann Philipp
Arnold-Bergstraesser-Institut (ABI), Internationales Asienforum

Asienforum goes online – Der Weg einer Fachzeitschrift vom Buch ins digitale Netz (Präsentation)



Moderation: Nicole Merkel-Hilf
Raum: Simon-Bolivar-Saal

Um 19 Uhr gemeinsames Abendessen (Selbstzahler)  im indischen Restaurant „Amrit Potsdamer Platz“, Ebertstrasse 14 / Vossstrasse, 10117 Berlin

Session 2: E-Humanities / Lehre

16.30 – 16.55 Uhr

Prof. Dr. Helwig Schmidt-Glintzer
China Centrum Tübingen, Direktor – Erich-Paulun-Institut

China-Kompetenz-Projekt der Universität Tübingen und CrossAsia

16.55 – 17.20 Uhr

Prof. Dr. Christian Oberländer
Universität Halle, Abteilung für Japanologie

Digital Humanities-Anwendung in der Japanforschung

17.20 – 17.45 Uhr

Prof. Dr. Hee Seok Park
Universität Bonn, Koreanistik

E-Learning in der Koreanistik – ein Erfahrungsbericht (Präsentation)



Moderation: Dr. Miriam Seeger
Raum: R. 320

Um 19 Uhr gemeinsames Abendessen (Selbstzahler)  im indischen Restaurant „Amrit Potsdamer Platz“, Ebertstrasse 14 / Vossstrasse, 10117 Berlin

 

Freitag, 26.01.2018, 9.00 Uhr – 13.00 Uhr

Session 3: E-Humanities / Forschung

09.00 – 09.25 Uhr

Puck Engman
Universität Freiburg, Institut für Sinologie, ERC-Projekt

Doing Digital History of the People’s Republic of China: The Maoist Legacy Project Database and Its Discontents (Präsentation)

09.25 – 09.50 Uhr

Prof. Dr. Judit Árokay / Leo Born
Universität Heidelberg, Institut für Japanologie

‘Digitale Literaturkarte Japans‘ – Ein Projekt zur Visualisierung literarisierter Orte (Präsentation)

09.50 – 10.15 Uhr

Prof. Dr. Robert Horres
Universität Tübingen, Asien-Orient-Institut, Abteilung für Japanologie

Japanologie 4.0: Digitale Infrastrukturen und Digital Humanities (Präsentation)

10.15 – 10.40 Uhr

Prof. Dr. Stefan Kramer
Universität zu Köln, Ostasiatisches Seminar, China-Studien

CrossAsia und die wissenschaftlichen Epistemologien multimodaler Digital Humanities

10.40 – 11.05 Uhr

Gesa Stupperich
Universität Heidelberg, Asia and Europe in a Global Context

Möglichkeiten und Grenzen der methodischen Einbindung von Topic Models in die Erforschung Qing-zeitlicher Diskurse zur Staatskunst (Präsentation)

11.05 – 11.30 Uhr

Raumwechsel und Kaffeepause



Moderation: Dr. Martina Siebert
Raum: Simon-Bolivar-Saal

Session 4: Ressourcen und Hilfsmittel

09.00 – 09.25 Uhr

Dr. Ganchimeg Altangerel
Humboldt-Universität zu Berlin, Mongolistik

CrossAsia als eine Anlaufstelle für die Mongolei-Forschung (Vortragstext)

09.25 – 09.50 Uhr

Prof. Dr. Arndt Graf
Universität Frankfurt am Main, Südostasienwissenschaften

Südostasien-Bibliotheken in Deutschland: zwischen den Sparzwängen der Bundesländer und dem neuen FID-System

09.50 – 10.15 Uhr

Dr. Ulrich Apel
WaDoku e.V.

Über den Nutzermehrwert aktueller elektronischer Wörterbücher durch ihre Einbindung in Übersetzungsunterstützung sowie durch interne und externe Verweise (Präsentation)

10.15 – 10.40 Uhr

Dr. Anna Martin
Universität Marburg, Centrum für Nah- und Mittelost-Studien

Perso-Indica: eine Datenbank zum Indo-Persischen Wissenstransfer (Präsentation)

10.40 – 11.05 Uhr

Dr. Martin Christof-Füchsle
CeMIS, Universität Göttingen

Das DFG-Langfristvorhaben „Das moderne Indien in deutschen Archiven, 1706-1989 (MIDA)“ (Präsentation)

11.05 – 11.30 Uhr

Raumwechsel und Kaffeepause



Moderation: Prof. Dr. Jörg Gengnagel
Raum: R. 320

Round Table

11.30 – 13.00 Uhr

Round Table
CrossAsia als Partner der Asienwissenschaften
Gemeinsame Diskussion

  • Dr. Oliver Corff (Freiberuflicher Wissenschaftler, Herausgeber der PIAC Webseite, www.altaist.org)
  • Prof. Dr. Arndt Graf (Universität Frankfurt am Main, Südostasienwissenschaften)
  • Prof. Dr. Robert Horres (Universität Tübingen, Asien-Orient-Institut, Abteilung für Japanologie)
  • Prof. Dr. Elisabeth Kaske (Universität Leipzig, Institut für Sinologie)
  • Prof. Dr. Karin Steiner (Universität Würzburg, Lehrstuhl für Indologie)



Moderation: Matthias Kaun
Raum: Simon-Bolivar-Saal

Stand: 24.01.2018