Sammlung Südasien

Bibliothek des Südasien-Instituts, Universität Heidelberg

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Die Sammlung Südasien wird von der Bibliothek des Südasien-Instituts in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Heidelberg  betreut. Im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Systems der Literaturversorgung wurde sie von 2005 bis 2015 als Sondersammelgebiet Südasien finanziell unterstützt. Die Arbeit wird im Rahmen des ebenfalls von der DFG geförderten Projekts „CrossAsia – Fachinformationsdienst Asien“ (2016-2018) weitergeführt.

Die Bibliothek des Südasien-Instituts nahm bereits 1960, zwei Jahre vor der eigentlichen Gründung des Instituts, ihre Arbeit auf. Die Privatbibliotheken der renommierten Indologen Wilhelm Geiger und Max Walleser mit zusammen rund 7.500 Bänden bilden den Grundstock der heute annähernd 300.000 Medieneinheiten umfassenden Bibliothek (jährlicher Zuwachs ca. 5.000 Medieneinheiten). Bis 1995 gehörte außerdem Südostasien ins Forschungsspektrum des Instituts und damit zum Sammelprofil der Bibliothek.

Heute werden ausschließlich Publikationen aus und zu den Ländern Südasiens – Bangladesch, Bhutan, Indien, die Malediven, Nepal, Pakistan und Sri Lanka – gesammelt.

Den Sammelschwerpunkt bilden aktuelle Werke aus den Geistes- und Sozialwissenschaften. Zu den Themenfeldern Technik, Medizin, Wirtschaft und Landwirtschaft, für die die jeweiligen Zentralbibliotheken (TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften in Hannover, ZB Med – Informationszentrum Lebenswissenschaften in Köln, ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft in Kiel) zuständig sind sowie in den reinen Naturwissenschaften werden nur Werke ihrer regional bezogenen Traditionen gesammelt. Bei spezifischen, eigenständigen kulturellen und wissenschaftlichen Entwicklungen in den Regionen (z. B. Ayurveda) wird allerdings die relevante Literatur auch für diese Fachgebiete gesammelt. Das Gros der Publikationen ist in Englisch, jedoch werden besonders im Bereich Literatur und Sprache zahlreiche Werke in verschiedenen südasiatischen Sprachen erworben. Umfangreichere Bestände gibt es in den Sprachen Bengali, Hindi, Nepali, Sanskrit, Tamil und Urdu; die zahlreichen anderen Sprachen Südasiens werden jedoch ebenfalls berücksichtigt.